BaFin warnt vor Betrügern im Namen der Santander Bank
19.01.2026 - 21:43:12Die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnt vor gefälschten Festgeld-Angeboten, die den Namen der spanischen Großbank Banco Santander missbrauchen. Unbekannte Täter locken Anleger mit betrügerischen E-Mails in eine Falle.
Seit dem 16. Januar 2026 ist eine neue Betrugswelle im Umlauf. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine offizielle Warnung vor unerlaubten Geschäften veröffentlicht. Kriminelle geben sich dabei als die international bekannte Banco Santander S.A. aus. Ihre Masche: Sie versenden E-Mails mit angeblichen Festgeld-Angeboten, die besonders attraktive Zinsen versprechen. Die Nachrichten kommen von der Adresse bancosantander.es-kundenservice[at]outlook(.)com.
Keine Lizenz, kein Schutz für Anleger
Das Problem ist gravierend. Die hinter der E-Mail-Adresse stehenden Personen besitzen keine Erlaubnis der BaFin, Bankgeschäfte in Deutschland zu betreiben. Eine solche Genehmigung ist nach dem Kreditwesengesetz (KWG) jedoch zwingend erforderlich. Wer dennoch Geld an diese unbekannten Anbieter überweist, handelt auf eigenes Risiko. Es gibt weder eine Aufsicht noch den Schutz deutscher Einlagensicherungssysteme. Das investierte Kapital ist im Fall des Betrugs meist unwiederbringlich verloren.
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Die BaFin stützt ihre öffentliche Warnung auf Paragraf 37 Absatz 4 KWG. Diese Regelung ermächtigt die Aufsicht, die Öffentlichkeit vor unerlaubtem Geschäftsbetrieb zu warnen. Die echte Santander-Bank hat mit den betrügerischen Angeboten nichts zu tun.
So funktioniert der Festgeld-Betrug
Die Täter nutzen den guten Ruf einer globalen Marke aus, um Vertrauen vorzutäuschen. Gerade Festgeld gilt bei Sparern als sichere und überschaubare Anlageform. Die gefälschten E-Mails sind oft täuschend echt gestaltet und nutzen Logos sowie eine professionelle Sprache. Sie erwecken den Eindruck, ein exklusives oder zeitlich begrenztes Angebot der Bank zu erhalten.
Der typische Ablauf: Interessierte werden aufgefordert, Geld auf ein Konto der Betrüger zu überweisen, um das Festgeldkonto angeblich zu eröffnen. Statt einer Anlage erhält das Opfer jedoch gar nichts. Die Santander Bank rät ihren Kunden stets, das Online-Banking ausschließlich über die offizielle Website santander.de aufzurufen – und niemals über Links in unaufgeforderten Nachrichten.
Wie Sie sich schützen können
Angesichts solcher Betrugsmaschen empfehlen BaFin und Polizei eine konsequente Vorsicht. Diese Schritte sind entscheidend:
- Anbieter prüfen: Vor jeder Geschäftsanbahnung sollte die offizielle BaFin-Firmendatenbank konsultiert werden. Ist ein Unternehmen dort nicht gelistet, ist das ein absolutes Warnsignal.
- Skepsis bei unerbetenen Angeboten: Seien Sie misstrauisch bei Investment-Angeboten, die per E-Mail, Social Media oder Telefon an Sie herangetragen werden. Versprechen von hohen, garantierten Renditen bei angeblich null Risiko sind klassische Betrugsindikatoren.
- Druck widersetzen: Betrüger drängen oft zu schnellen Entscheidungen. Seriöse Anlagen erlauben immer eine angemessene Bedenkzeit.
- Details prüfen: Achten Sie genau auf die E-Mail-Adresse des Absenders und die verlinkten Webseiten. Oft verraten kleine Fehler oder Abweichungen von der offiziellen Schreibweise die Fälschung.
Immer mehr Cyberkriminalität im Finanzsektor
Der Vorfall ist kein Einzelfall. Im Zuge der Digitalisierung nehmen Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffe auf Verbraucher und Banken zu. Kriminelle nutzen gezielt die Bekanntheit großer Finanzinstitute, um ihren Machenschaften einen seriösen Anstrich zu verleihen. Neben E-Mails (Phishing) sind auch betrügerische SMS (Smishing) und Anrufe (Vishing) verbreitete Methoden.
Die BaFin arbeitet im Kampf gegen den Finanzbetrug eng mit dem Bundeskriminalamt (BKA) und den Landeskriminalämtern zusammen. Ziel ist es, die Strukturen der Täter aufzudecken, die Öffentlichkeit zu warnen und so Schäden zu verhindern. Für Anleger bleibt die wichtigste Regel: Eigenverantwortung und gesunde Skepsis sind der beste Schutz vor finanziellen Verlusten.
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