BaFin warnt vor betrügerischer Plattform Octavio Capital
01.02.2026 - 21:31:12Die Finanzaufsicht BaFin warnt dringend vor der Online-Plattform „Octavio Capital“. Unter der Adresse octavio-capital.com bieten Betrüger unerlaubt Finanzdienstleistungen an. Sie erschleichen sich das Vertrauen von Anlegern durch Identitätsdiebstahl und falsche Versprechungen.
Die Behörde veröffentlichte am 30. Januar eine offizielle Warnung. Demnach bieten die Betreiber Festgeldanlagen an, ohne über die erforderliche Erlaubnis zu verfügen. Besonders dreist: Sie behaupten wahrheitswidrig, von der BaFin beaufsichtigt zu werden. Die Behörde stützt ihre Warnung auf das Kreditwesengesetz.
Identität eines seriösen Unternehmens gestohlen
Die Täter gehen besonders trickreich vor. Im Impressum ihrer Website missbrauchen sie die Daten der echten Octavio Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH aus Hamburg. Die BaFin stellt klar: Es handelt sich um Identitätsmissbrauch. Keine Verbindung besteht zwischen dem seriösen Hamburger Unternehmen und der betrügerischen Plattform.
Viele Betrugsfälle beginnen in Messenger-Gruppen — genau wie im geschilderten Octavio-Fall. Wenn Sie WhatsApp oder Telegram nutzen, schützt richtig konfigurierte Kommunikation vor falschen Kontakten und Identitätsmissbrauch. Das kostenlose Telegram-Startpaket führt Schritt für Schritt durch Einrichtung, versteckte Einstellungen, geheime Chats und das Verbergen Ihrer Nummer. Praktische Tipps helfen, unerwünschte Einladungen und vermeintliche Anlagegurus zu blockieren. Telegram-Startpaket jetzt kostenlos herunterladen
Diese Methode erschwert selbst vorsichtigen Anlegern die Erkennung des Betrugs. Eine oberflächliche Recherche könnte auf ein legitimes Angebot schließen lassen. Verbraucherschützer raten daher, Anbieter stets in der offiziellen BaFin-Datenbank zu prüfen.
Wachsende Gefahr durch Messenger-Betrug
Der Fall fügt sich in ein besorgniserregendes Muster ein. In jüngster Zeit häufen sich Betrugsfälle über Dienste wie WhatsApp oder Telegram. Oft beginnen Kontakte in Gruppen-Chats mit angeblichen Börsenexperten. Diese locken mit vermeintlich todsicheren Anlagetipps.
Die selbsternannten „Gurus“ bauen systematisch Vertrauen auf. Sie teilen angebliche Erfolgsgeschichten und Marktanalysen. Zeigt ein Anleger Interesse, verlagert sich die Kommunikation in private Chats. Dort werden Opfer zu Einzahlungen auf gefälschten Handelsplattformen überredet.
Manipulierte Oberflächen zeigen hohe Gewinne an. Das verleitet zu weiteren, größeren Einzahlungen. Fordert der Anleger eine Auszahlung, bricht der Kontakt ab oder es werden fadenscheinige Gründe für weitere Zahlungen vorgeschoben.
Professionelle Täter und fehlender Schutz
Hinter diesen Maschen stecken oft hochprofessionelle, international vernetzte Tätergruppen. Sie nutzen gefälschte Websites, gestohlene Identitäten und missbrauchen Logos seriöser Unternehmen. Die Gelder der Opfer werden meist schnell über Kryptowährungen gewaschen. Das erschwert die Strafverfolgung erheblich.
Die BaFin hat in ihrem aktuellen Risikobericht Investitionen in Kryptowerte und den Einfluss sozialer Medien als Top-Risiken benannt. Die Kombination aus unrealistischen Renditeversprechen und psychologischem Druck in Chatgruppen ist toxisch. Ohne BaFin-Genehmigung greift zudem kein Einlagensicherungssystem. Im Betrugsfall droht der Totalverlust.
So schützen Sie sich als Anleger
Betrugsmaschen wie diese bleiben eine ernste Bedrohung. Die Täter passen ihre Methoden ständig an. Behörden raten Verbrauchern zu extremer Vorsicht bei Online-Geldanlagen. Vor einer Investition sollten Sie diese Schritte unternehmen:
- BaFin-Datenbank prüfen: Jeder seriöse Anbieter in Deutschland hat eine Lizenz. Die Prüfung in der Unternehmensdatenbank der BaFin ist kostenlos und schnell.
- Unaufgeforderte Kontakte misstrauen: Seriöse Anbieter werben selten unaufgefordert über Messenger-Dienste mit konkreten Angeboten.
- Unrealistische Versprechen skeptisch sehen: Extrem hohe, risikolose Renditen sind fast immer ein Betrugszeichen.
- Keinem Druck nachgeben: Betrüger setzen auf Zeitdruck. Seriöse Berater geben ausreichend Bedenkzeit.
Wer bereits Kontakt zu „Octavio Capital“ hatte oder Geld investiert hat, sollte umgehend den Kontakt abbrechen. Weitere Zahlungen sind zu unterlassen. Betroffene können Strafanzeige bei der Polizei erstatten und rechtlichen Rat einholen.
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