BaFin-Betrüger erschüttern Vertrauen in Mobile Banking
23.01.2026 - 01:30:12Eine neue Welle professioneller Betrugsanrufe zielt auf Bankkunden in Deutschland. Kriminelle geben sich am Telefon als Mitarbeiter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aus, um an Zugangsdaten zu gelangen und Konten zu plündern. Die Täter setzen ihre Opfer mit perfiden Methoden unter Druck. Die BaFin warnt eindringlich: Sie kontaktiert niemals unaufgefordert Privatpersonen.
Die Betrüger nutzen Call-ID-Spoofing. Auf dem Display erscheint eine gefälschte, aber authentisch wirkende Nummer. Am anderen Ende der Leitung geben sich die Anrufer als offizielle BaFin-Vertreter aus und schüren gezielt Angst.
Typische Vorwände sind:
* Eine angeblich unmittelbare Kontosperrung
* Verdächtige Transaktionen aus dem Ausland
* Ein notwendiger Datenabgleich gegen Identitätsdiebstahl
* Die Rückerstattung angeblicher Verluste aus alten Kapitalanlagen
Unter diesem Zeitdruck sollen die Opfer Online-Banking-Zugänge, PINs, TANs oder Kreditkartendaten preisgeben. Haben die Täter diese Informationen, leiten sie sofort Geldtransfers ein.
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BaFin stellt klar: “Wir rufen niemals an!”
Die Finanzaufsicht stellt unmissverständlich klar: Ihre Mitarbeiter nehmen niemals unaufgefordert Kontakt zu Privatpersonen auf. Die Behörde droht nicht telefonisch mit Kontosperrungen und fordert keine sensiblen Daten am Telefon an.
“Jegliche Kontaktaufnahme dieser Art ist ein eindeutiges Indiz für einen Betrugsversuch”, so die Behörde. Sie beauftragt auch keine externen Vertreter für Hausbesuche oder Telefonate. Bei Unsicherheit können sich Verbraucher direkt an das kostenfreie BaFin-Verbrauchertelefon unter 0800 2 100 500 wenden.
Drei goldene Regeln für Ihren Schutz
Wie können Sie sich effektiv wehren? Die Empfehlungen von Experten sind eindeutig:
- Sofort auflegen! Beenden Sie verdächtige Anrufe ohne Diskussion.
- Nie Daten preisgeben! Seriöse Institute fordern Passwörter oder TANs niemals telefonisch an.
- Eigeninitiative zeigen! Legen Sie auf und rufen Sie Ihre Bank oder die BaFin über eine offizielle, bekannte Nummer zurück – niemals über eine vom Anrufer genannte.
Sollten Sie befürchten, bereits betrogen worden zu sein, handeln Sie sofort: Sperren Sie Ihr Konto und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Teil eines größeren Problemen
Die gefälschten BaFin-Anrufe sind nur ein Mosaikstein. Kriminelle missbrauchen systematisch den guten Namen vertrauenswürdiger Institutionen – eine Taktik, die als Brand Hijacking bekannt ist. Das senkt die Hemmschwelle der Opfer.
Das Repertoire ist breit: Neben Anrufen gehören Phishing-Mails, betrügerische SMS (Smishing) und Nachrichten in Messenger-Diensten zum Standard. Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnet jährlich hunderttausende Fälle, die Dunkelziffer ist hoch.
KI und Deepfakes: Die nächste Bedrohungswelle?
Cybersicherheitsexperten sehen eine wachsende Gefahr. Die fortschreitende Digitalisierung bietet immer neue Angriffsflächen. Künftig könnten künstliche Intelligenz und Deepfakes die Masche noch gefährlicher machen.
Stimmen von echten Bankberatern ließen sich dann täuschend echt imitieren. Für Verbraucher bedeutet das: Kontinuierliche Wachsamkeit und Information sind der beste Schutz. Der Kampf gegen Finanzbetrug bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe – bei der der informierte Nutzer die erste Verteidigungslinie ist.
PS: Viele Angriffe beginnen mit einer harmlos wirkenden Nachricht oder einem angeblich wichtigen Anruf – oft reichen wenige Vorsichtsmaßnahmen, um Schaden zu vermeiden. Der praxisnahe Anti‑Phishing‑Guide erklärt, welche Einstellungen Sie am Smartphone und E‑Mail‑Konto sofort ändern sollten, wie Sie gefälschte Behördenanrufe erkennen und welche Schritte im Verdachtsfall schützen. Kostenloser Download mit konkreten Sofort‑Checks für Bankkunden. Jetzt Anti‑Phishing‑Guide sichern


