BärGPT, Berlins

BärGPT: Berlins KI-Assistent gegen Amtssprache

23.01.2026 - 20:34:12

Die Berliner Verwaltung nutzt die selbst entwickelte KI BärGPT, um Amtssprache zu vereinfachen, interne Abläufe zu optimieren und die digitale Souveränität zu stärken.

Die Hauptstadt setzt auf eigene KI, um Behördendeutsch zu entschlüsseln und die Verwaltung zu entlasten.

Berlin geht einen eigenen Weg in der digitalen Verwaltung: Mit dem hauseigenen KI-Assistenten BärGPT will die Stadt ihre Beamten bei der Entschärfung komplizierter Amtssprache unterstützen. Das seit Ende 2025 eingesetzte Tool soll Behördentexte in verständliche Sprache übersetzen und so die Kommunikation mit den Bürgern revolutionieren. Hinter dem Projekt steht auch der Kampf gegen den akuten Fachkräftemangel.

Kampfansage an das „Amtsdeutsch“

Das Kernziel ist klar: Schluss mit unverständlichen Bescheiden und verwirrenden Formularen. BärGPT, entwickelt vom städtischen CityLAB, hilft Mitarbeitern, lange Dokumente zusammenzufassen, Texte zu übersetzen und vor allem verklausulierte Amtssprache in klare Sätze umzuwandeln. Ein direkter Angriff auf die berüchtigte Barriere zwischen Verwaltung und den über drei Millionen Einwohnern.

„Die komplexen Satzkonstruktionen und veralteten Begriffe machen vielen Bürgern das Leben schwer“, so die Idee hinter dem Projekt. Über eine sichere Chat-Oberfläche können die Mitarbeiter Texte analysieren und bearbeiten – ganz ohne externe, kommerzielle KI-Dienste. Das schützt sensible Verwaltungsdaten und stärkt die digitale Souveränität.

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Berlins „Sonderweg“ zur digitalen Souveränität

Während andere Bundesländer und Kommunen auf Standardlösungen von Tech-Konzernen setzen, hat sich Berlin bewusst für eine Eigenentwicklung entschieden. Eine Marktanalyse habe gezeigt, dass fertige Produkte den speziellen Anforderungen der riesigen Berliner Verwaltung nicht gerecht werden.

Die Vorteile des Open-Source-Ansatzes liegen auf der Hand: volle Kontrolle über die Technologie, hohe Datensicherheit und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Einrichtungen. Die Entwicklung war partizipativ – die späteren Nutzer aus der Verwaltung testeten das Tool intensiv und gaben Feedback. Herauskommen sollte ein praxistauglicher Helfer, der echte Entlastung bringt.

Antwort auf Fachkräftemangel und Effizienzdruck

Der Einsatz der KI ist eine strategische Reaktion auf drängende Probleme. Wie viele Behörden kämpft Berlin mit Personalmangel und den Folgen des demografischen Wandels. BärGPT soll durch die Automatisierung von Text-Arbeiten wertvolle Zeit freispielen. So können sich die Mitarbeiter auf anspruchsvollere und bürgernahe Aufgaben konzentrieren.

Eine eigens gegründete „Taskforce KI“ trieb die Umsetzung voran. Sie soll Chancen identifizieren und für eine verantwortungsvolle Nutzung der Technologie in allen Bezirken sorgen. Am Ende profitieren alle Berliner von schnelleren Verfahren und verständlicheren Bescheiden.

Was kommt nach der internen Einführung?

Die interne Einführung ist erst der Anfang. Nun wird BärGPT basierend auf dem Nutzerfeedback verfeinert und ausgebaut. Ein integriertes Hilfecenter und Video-Tutorials sollen die Akzeptanz bei den Beschäftigten erhöhen.

Die Zukunftsvision geht weiter: Die Technologie zur Sprachvereinfachung könnte später auch in öffentliche Portale integriert werden. Bürger könnten dann in Echtzeit Behördentexte entschlüsseln lassen. Je mehr die KI lernt, desto mehr wird sie zum Rückgrat einer transparenten und effizienten Verwaltung – ein Modell für ganz Deutschland.

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