Babybrei: Zuckerfalle im Supermarkt
11.02.2026 - 00:54:11Eltern stehen beim Kauf von Babynahrung vor einer Zuckerfalle. Viele Fertigprodukte enthalten versteckte Süßungsmittel, warnen Verbraucherschützer. Dabei legen die ersten Löffel den Grundstein für lebenslange Essgewohnheiten.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für den ersten Brei?
Experten wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen, frühestens mit Beginn des fünften und spätestens mit Beginn des siebten Lebensmonats zu starten. Der steigende Nährstoffbedarf – besonders an Eisen – macht die Beikost dann notwendig.
Wichtiger als das Alter sind jedoch die Entwicklungszeichen des Babys:
* Es kann mit Unterstützung aufrecht sitzen und den Kopf halten.
* Der Zungenstreckreflex, der feste Nahrung heraus schiebt, lässt nach.
* Das Kind zeigt Interesse am Essen der Eltern und macht Kaubewegungen.
Die Milchmahlzeiten bleiben parallel dazu im gesamten ersten Lebensjahr eine zentrale Nährstoffquelle.
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Versteckter Zucker in Quetschies und Keksen
Ein Blick auf die Zutatenlisten offenbart das Problem: Viele industrielle Babyprodukte sind gesüßt. Die Verbraucherzentrale Berlin fand in einer Untersuchung häufig zugesetzten Zucker. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte, dass bei einem Drittel der untersuchten Produkte zu viele Kalorien aus Zucker stammten.
Der Zucker tarnt sich hinter Bezeichnungen wie Fruchtsaftkonzentrat, Süßmolkenpulver oder Karamell. Besonders Babykekse, Instant-Tees und manche Milch-Getreide-Breie gelten als kritisch. Die frühe Gewöhnung an intensive Süße kann dazu führen, dass Kinder später naturbelassenes Obst und Gemüse ablehnen.
Selbst kochen oder fertig kaufen?
Selbstgemachter Brei gibt Eltern die volle Kontrolle. Ein klassischer Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ist einfach zuzubereiten, oft gesünder und kostengünstiger. Zudem kann man ihn gut vorportionieren und einfrieren.
Fertigbreie haben aber ihre Berechtigung als praktische Alternative für unterwegs. Sie unterliegen strengen gesetzlichen Vorschriften, etwa zu Schadstoffgrenzwerten. Beim Kauf sollte die Zutatenliste kurz und verständlich sein – ohne zugesetzten Zucker, Salz oder Aromen.
Politik unter Druck: EU ringt um strengere Regeln
Das Problem ist politisch bekannt, doch die Regulierung hinkt hinterher. Die aktuelle EU-Gesetzgebung erlaubt weiterhin Zuckerzusätze in Beikost. Das Europäische Parlament hat bereits schärfere Grenzwerte gefordert und Vorschläge der Kommission für höhere Zuckerwerte abgelehnt.
Verbraucherschützer wie Foodwatch kritisieren zudem das Marketing. Bunte Verpackungen mit Comicfiguren zielen oft auf Kinder, obwohl die Produkte zu süß sind. Berichte der Organisation „Public Eye“ werfen großen Konzernen sogar Doppelmoral vor: In ärmeren Ländern mischen sie angeblich mehr Zucker in die gleichen Produkte als in Europa.
Was kommt auf Eltern und Hersteller zu?
Das Bewusstsein für gesunde Kinderernährung wächst und treibt den Markt für zuckerfreie Bio-Produkte an. Auf EU-Ebene zeichnen sich schärfere Vorgaben ab. Nach der jüngsten Anpassung für Säuglingsmilch erwarten Experten nun strengere Grenzwerte für Zucker in Beikost.
Der Druck von Medizinern und Verbraucherschützern auf Politik und Industrie bleibt hoch. Ihr Ziel: Die Gesundheit der Kleinsten muss endlich vor die Profite der Hersteller gestellt werden.
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