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Axis Bank warnt vor perfiden Anruf- und Suchmaschinen-Betrügern

25.01.2026 - 07:14:12

Nach der Zerschlagung eines Betrüger-Netzwerks in Delhi warnt Axis Bank vor raffinierter Cyberkriminalität, die durch Call Spoofing und schädliche APK-Dateien Kundengeräte komplett übernimmt.

Die indische Großbank Axis Bank verstärkt ihre Warnungen vor raffinierten Betrugsmethoden. Hintergrund ist der jüngste Schlag gegen ein Betrüger-Netzwerk in der Region Delhi, das Kunden durch vorgetäuschte Bank-Anrufe um ihr Geld brachte.

Die Warnungen der Bank erhalten durch einen aktuellen Polizeierfolg neues Gewicht: Am 24. Januar 2026 wurde ein Cyber-Betrugsring in der Region Delhi-NCR zerschlagen, der sich systematisch als Mitarbeiter der Axis Bank ausgab. Der Vorfall unterstreicht die Dringlichkeit, vor der die Bank seit Längerem warnt. Die Betrüger setzen auf eine doppelte Täuschung: Sie fälschen nicht nur die Rufnummern der Bank (Call Spoofing), sondern platzieren auch gefälschte Kundenservice-Nummern in Suchmaschinen.

So funktionieren die Betrugsmethoden

Die Cyberkriminellen nutzen zwei Hauptwege, um das Vertrauen der Kunden zu missbrauchen. Beim Nummern-Spoofing erscheint auf der Anrufer-ID des Opfers die echte, gebührenfreie Servicenummer der Bank. Der vermeintliche Bankmitarbeiter am Telefon drängt dann zur Herausgabe von Passwörtern, PINs oder Einmalpasswörtern (OTPs).

Die zweite Methode zielt auf die Gewohnheit, Hilfe per Suchmaschine zu suchen. Die Täter schalten Anzeigen oder erstellen Webseiten, die ihre eigenen Nummern als offizielle Axis-Bank-Hotlines ausgeben. Wer diese anruft, landet direkt beim Betrüger. Die Bank rät deshalb eindringlich, Kontaktdaten ausschließlich über die offizielle Website zu beziehen – durch direkte Eingabe der URL im Browser.

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Polizei-Razzia enthüllt perfides Vorgehen

Das kürzlich aufgedeckte Betrüger-Netzwerk in Delhi-NCR zeigt, wie die theoretischen Warnungen in der Praxis aussehen. Die Gruppe kontaktierte Opfer mit der dringenden Warnung, ihr Konto werde gesperrt, wenn sie nicht umgehend ihre KYC-Daten („Know Your Customer“) aktualisieren.

Anschließend schickten sie einen Link, der eine schädliche APK-Datei auf dem Smartphone installierte. Diese gewährte den Betrügern Fernzugriff auf das gesamte Gerät. Sie konnten so Banking-Apps kontrollieren, Geld überweisen – sogar Kredite aufnehmen – und die Summen auf ein Netzwerk von Geldkonto-Zwischenstellen leiten. Dieser Fall markiert eine neue Stufe des Betrugs: vom simplen Abgreifen von Daten zur vollständigen Übernahme des Smartphones.

Immer mehr Gefahren im digitalen Raum

Die Bedrohungslage für Verbraucher in Indien spitzt sich allgemein zu. Ende Januar 2026 offenbarte ein massiver Datenleck schätzungsweise 149 Millionen Nutzernamen und Passwörter für diverse Dienste, inklusive Bank- und E-Mail-Konten. Solche Datenberge befeuern Credential-Stuffing-Angriffe, bei denen gestohlene Log-in-Daten auf anderen Plattformen ausprobiert werden.

Parallel dazu grassieren andere Betrugsmaschen. Bei einem aktuellen Falschgeld-Bußgeld-Scam werden Bürger mit gefälschten Strafzetteln auf betrügerische Zahlungsseiten gelockt, die ihre Finanzdaten abgreifen. Die Kriminalität nutzt zunehmend alltägliche digitale Interaktionen als Einfallstor.

Analyse: Immer raffinierter, immer gefährlicher

Die jüngsten Vorfälle zeigen einen grundlegenden Wandel. Betrüger bauen keine einfachen Fallen mehr, sondern ganze betrügerische Infrastrukturen aus gefälschten Websites, manipulierten Suchergebnissen und Schadsoftware. Die Imitation vertrauenswürdiger Institutionen wie der Axis Bank ist der Schlüssel, um die Wachsamkeit der Opfer zu senken.

Die gesamte Bankenbranche steht vor der Herausforderung, sich an diese neue Bedrohungslage anzupassen. Die zentrale Sicherheitsmaßnahme – die Verifikation per OTP – wird von den Betrügern gezielt angegriffen. Die Ratschläge der Finanzinstitute gehen deshalb über den Schutz der PIN hinaus: Sie fordern eine grundsätzliche Skepsis gegenüber unaufgeforderten Anrufen, die Überprüfung aller Informationen über offizielle Kanäle und äußerste Vorsicht bei Aufforderungen, Software herunterzuladen oder Bildschirmfreigaben zu erlauben.

Die Verteidigung liegt auch bei den Kunden

Der Kampf gegen digitalen Betrug wird auf zwei Ebenen geführt: durch technische Prävention und durch Aufklärung der Kunden. Banken investieren zwar fortlaufend in Sicherheitssysteme, doch der Mensch bleibt die letzte Verteidigungslinie. Axis Bank betont: „Wir werden Sie nie nach OTPs, Passwörtern oder CVV-Nummern fragen.“

Kunden müssen eine „Zero-Trust“-Haltung gegenüber unerwarteten finanziellen Kontaktaufnahmen entwickeln. Jede dringende Aufforderung muss unabhängig über die offizielle App oder die direkt eingegebene Webadresse verifiziert werden. Die wirksamste Waffe gegen die immer neuen Tricks der Betrüger ist und bleibt ein informierter und kritischer Kunde.

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