Averna im Test: Warum dieser sizilianische Amaro plötzlich in jeder guten Hausbar steht
15.01.2026 - 10:48:17Die Szene, die du kennst – und das unsichtbare Problem
Es ist später Abend, die Teller sind leer, die Gespräche laufen auf Hochtouren. Du hast gekocht, du hast geplant, du hast inszeniert. Und jetzt kommt dieser heikle Moment: Was servierst du als Abschluss? Etwas, das nicht plump "Shot" schreit, aber auch nicht so brav ist wie ein Filterkaffee von gestern.
Genau hier scheitern viele Abende. Entweder wird es zu süß, zu stark, zu beliebig – oder du greifst wieder zum Standard-Kräuterlikör, der eher nach Skihütte als nach Stilabend schmeckt. Das Ergebnis: Der magische Moment nach dem Essen verpufft. Anstatt den Abend elegant auszuklingen zu lassen, fällst du atmosphärisch eine Stufe tiefer.
Was du eigentlich willst: Einen Drink, der erwachsen ist, komplex, warm, mit einem Hauch Bitterkeit, die den Magen streichelt, aber die Runde nicht spaltet. Etwas, das zu Espresso passt, zu Dessert, zu Eis – oder einfach solo im Tumbler. Ein Signature-Moment in einem Glas.
Die Lösung: Averna – flüssige Sizilien-DNA im Glas
Genau an dieser Stelle kommt Averna ins Spiel – der sizilianische Amaro, der inzwischen in Bars von Berlin bis Wien wiederentdeckt wird. Kein hipper Newcomer, sondern eine Ikone mit über 150 Jahren Geschichte. Ein Kräuterlikör, ja, aber mit mediterraner Seele statt Alpenklischee.
Averna ist ein traditioneller, dunkelbrauner Amaro-Likör aus Sizilien mit alkoholischem Volumen von 29 % und einem Profil, das auf den ersten Schluck überrascht: weich, rund, bittersüß, mit Noten von Kräutern, Zitrus und Gewürzen. Produziert wird er heute von Davide Campari-Milano N.V. (ISIN: NL0015435975), dem Konzern hinter einigen der bekanntesten Aperitif- und Likörmarken der Welt.
Der Clou: Averna funktioniert als Digestif nach dem Essen, als Cocktail-Baustein (Stichwort: Amaro Spritz, Averna Sour) und sogar ganz unkompliziert auf Eis mit einer Orangenzeste – und genau dafür lieben ihn aktuell Bartender, Foodies und Social-Media-Creator.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Averna ist nicht einfach nur "noch ein Kräuterlikör". In der Praxis macht er einiges anders – und das spürst du zu Hause wie in der Bar.
- Weicher, runder Geschmack: Im Vergleich zu vielen sehr scharfkantigen Kräuterbittern ist Averna sanfter im Antritt. Das bedeutet: weniger "Brennen", mehr entspanntes Nippen. Ideal für Gäste, die sonst mit Bitterem fremdeln.
- Bittersüße Balance: Der Amaro-Stil verbindet süße und bittere Noten. Ergebnis: komplex, aber zugänglich. Du brauchst kein Spirituosen-Nerd zu sein, um ihn zu mögen.
- Vielseitigkeit im Alltag: Digestif nach Pasta, Upgrade für deinen Espresso, Basis für einfache Cocktails – Averna ist der Schweizer Taschenmesser-Likör in deiner Hausbar.
- Storytelling inklusive: Sizilianische Herkunft, lange Tradition, ikonische Flasche – du servierst nicht nur ein Getränk, du erzählst eine Geschichte von Sonne, staubigen Gassen und italienischer Lebensart.
- Trinkfertig ohne Schnickschnack: Kein Mixen nötig. Flasche kaltstellen, einschenken, fertig. Perfekt, wenn du Gäste hast und nicht an der Bar verschwinden willst.
Auf der offiziellen Website beschreibt der Hersteller Averna als Amaro mit dunkler, intensiver Farbe und komplexen Aromen, der sich ideal pur, auf Eis oder in Cocktails genießen lässt. Details zur genauen Kräuterrezeptur bleiben – typisch für diese Kategorie – ein gut gehütetes Geheimnis.
Auf einen Blick: Die Fakten
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| Produkttyp: Amaro-Likör (Kräuterlikör) | Erwachsener, bittersüßer Geschmack statt beliebiger Süßlikör – ideal nach dem Essen. |
| Alkoholgehalt: ca. 29 % vol. (laut Herstellerangabe) | Spürbar, aber nicht erschlagend – angenehmer Sipping-Likör für lange Abende. |
| Servierempfehlung: pur, auf Eis, mit Orange oder in Cocktails | Maximale Flexibilität: vom spontanen Digestif bis zum Signature-Drink für Gäste. |
| Farbe: dunkelbraun, intensiver Ton | Sieht im Glas wertig und stilvoll aus – perfekt für den "Wow"-Moment beim Servieren. |
| Herkunft: Sizilien, Italien | Authentische italienische Aperitivo- und Digestivo-Kultur in deiner Hausbar. |
| Hersteller: Davide Campari-Milano N.V. | Zuverlässige Qualität von einem internationalen Spirituosen-Spezialisten. |
Das sagen Nutzer und Experten
Ein Blick in Foren, Reddit-Threads und Tasting-Videos auf YouTube zeigt ein klares Bild: Averna hat Kultstatus – aber eher als "Insider-Tipp" als als Mainstream-Shot.
- Gelobt wird vor allem die Milde: Viele Nutzer schreiben, dass sie sonst keine Kräuterliköre mögen, mit Averna aber warm werden. Die Kombination aus Kräuterbitterkeit und Süße wird als "angenehm rund" beschrieben.
- Bartender feiern die Mixability: In Cocktails wird Averna oft als Depth-Generator eingesetzt – also als Zutat, die einem Drink Tiefe und Komplexität verleiht, ohne ihn zu dominieren.
- Real-Life-Anwendung: Häufige Empfehlung: Averna auf Eis mit einer Scheibe Orange oder Orangenzeste. Minimaler Aufwand, maximaler Effekt.
- Kritikpunkte: Wer extrem bittere Amaros liebt, empfindet Averna manchmal als "zu lieb" oder "zu süß". Und: In manchen Supermärkten ist er nicht immer verfügbar, weshalb viele auf Online-Shops ausweichen.
In Summe ist der Tenor eindeutig: Averna ist der perfekte Einstieg in die Welt der Amaros – komplex genug für Kenner, anschlussfähig genug für Neulinge.
Alternativen vs. Averna
Natürlich ist Averna nicht der einzige Amaro auf dem Markt. Es gibt rauere, bitterere, süßere, experimentellere Varianten. Wie schlägt er sich im Vergleich?
- Gegenüber sehr bitteren Amaros: Manche Mitbewerber gehen stark in Richtung Medizin, mit dominanter Kräuter- oder Wurzelbitterkeit. Averna wirkt dagegen zugänglicher und ist damit deutlich gäste-tauglicher.
- Gegenüber klassischen Kräuterlikören aus dem Alpenraum: Diese sind häufig sehr süß oder sehr mentholig. Averna bietet eine mediterrane, weniger rustikale Aromatik, die besser zu moderner Barkultur passt.
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Im Handel liegt Averna meist im moderaten Mittelfeld. Für einen Likör mit dieser Historie, Markenstärke und Mixability ist das sehr fair – gerade, wenn du ihn nicht weg- "shotten" lässt, sondern bewusst genießt.
- In der Hausbar-Rolle: Während viele Spirituosen nur eine Funktion haben (z.B. pur, oder nur Cocktail-Basis), deckt Averna mehrere Momente ab: After-Dinner, Aperitif, Longdrink, Dessert-Begleitung. Das macht ihn zu einem der vielseitigsten Flaschenplätze im Regal.
Wenn du bereits Gin, Rum und vielleicht einen Standard-Kräuterlikör zu Hause hast, ist Averna die logische nächste Evolutionsstufe deiner Hausbar – mehr Charakter, mehr Geschichte, mehr Möglichkeiten.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Wenn du deinen Abenden ein kleines Upgrade verpassen willst, ohne gleich zum Fulltime-Home-Bartender zu mutieren, ist Averna ein erstaunlich einfacher Hebel. Eine Flasche, die nach "Erwachsensein" schmeckt, ohne altbacken zu wirken. Ein Likör, der deine Gäste überrascht, aber nicht polarisiert.
Du bekommst einen souveränen Digestif, einen
Wenn dein nächster Abend nicht einfach nur nett, sondern erinnerungswürdig sein soll – warum sollte dann ausgerechnet das Glas danach austauschbar bleiben?


