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Avast Antivirus im Praxis-Check: Lohnt sich der Schutz 2026 noch?

18.02.2026 - 01:54:04

Avast Antivirus gehört zu den bekanntesten Virenscannern – doch wie gut schützt die aktuelle Version wirklich, wie fair ist das Abo-Modell in Deutschland und welche Alternativen ziehen davon? Die Antworten überraschen an mehreren Stellen.

Avast Antivirus gehört seit Jahren zu den meistinstallierten Schutzlösungen – aber die aktuelle Generation steht unter Druck: neue KI-Bedrohungen, Daten­schutz-Debatten und starke Konkurrenz aus Deutschland und Europa. Wenn du 2026 neu entscheidest, wie du deinen PC oder dein Smartphone absicherst, solltest du genau hinsehen.

In diesem Artikel fassen wir zusammen, wie Avast im jüngsten Test deutscher Fachmedien und unabhängiger Labore abschneidet, welche Funktionen im Alltag wirklich zählen – und für wen sich das Abo in Deutschland noch lohnt. Was Nutzer jetzt wissen müssen...

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Analyse: Das steckt hinter dem Hype

Avast Antivirus ist Teil des Security-Portfolios von Gen Digital (u.a. auch Norton, AVG). Im deutschsprachigen Raum gehört Avast traditionell zu den meistgenutzten Gratis-Scannern, viele Nutzer steigen später auf die kostenpflichtigen Varianten um.

Wichtig: Es gibt mehrere Editionen, die sich deutlich im Funktionsumfang unterscheiden. Für den deutschen Markt sind vor allem interessant:

  • Avast Free Antivirus – Basis-Virenschutz mit Echtzeitscan
  • Avast Premium Security – erweitert um Ransomware-Schutz, WLAN-Scanner, Schutz vor Phishing & Fake-Webseiten
  • Avast One – Bündel mit Antivirus, VPN, System-Tools und teils Identitäts-Features

Die Software ist für Windows, macOS, Android und iOS verfügbar, Oberfläche und Support sind auf Deutsch lokalisiert. Bezahlt wird im Regelfall über Jahres- oder Mehrjahres-Abos; die Preise schwanken durch häufige Rabattaktionen – daher lohnt ein Blick auf aktuelle Angebote bei deutschen Händlern oder im Avast-Store.

Kernfunktionen im Überblick

Avast setzt in der aktuellen Version stark auf Cloud- und KI-Ansätze, um neue Malware schneller zu erkennen. Dazu kommen klassische Schutzmodule, die du aus vielen Tests kennst.

Bereich Funktion bei Avast Antivirus (aktuelle Generation)
Malware-Schutz Echtzeit-Scanner, On-Demand-Scans, Cloud-Analyse verdächtiger Dateien; Schutz vor Viren, Trojanern, Spyware, Ransomware.
Web & Phishing Web-Schutz für Downloads und Webseiten, Phishing-Filter, Schutz vor manipulierten Webseiten (v.a. in Premium/One).
Ransomware-Schutz Überwachung sensibler Ordner und Prozesse; blockiert unautorisierte Verschlüsselungsversuche (Premium/One).
Firewall Erweiterte Firewall in den Bezahlversionen zur Kontrolle des ein- und ausgehenden Datenverkehrs.
WLAN & Netzwerk Netzwerkscanner erkennt unsichere Router-Einstellungen und schwache Passwörter; Hinweise für Heimnetz-Härtung.
Passwörter & Identität Einfacher Passwort-Tresor und Leaks-Check teils integriert; für vollwertiges Identitäts-Monitoring braucht es Zusatzdienste.
VPN Unbegrenzt nur in Avast One bzw. separatem Avast SecureLine VPN; sinnvoll für öffentliches WLAN und Geoblocking.
System-Tools Aufräumfunktionen, Software-Updater, optional Treiber-Updates (je nach Paket); hilfreich, aber nicht einzigartig.
Plattformen Windows, macOS, Android, iOS; jeweils eigene Apps, ein Konto, je nach Abo mehrere Geräte (z.B. Familie).

Wie schlägt sich Avast in aktuellen Tests?

Unabhängige Labore wie AV-TEST in Deutschland und AV-Comparatives in Österreich zählen zu den wichtigsten Referenzen, wenn es um objektive Messungen von Erkennungsraten und Systembelastung geht. In den jüngsten veröffentlichten Testrunden landet Avast dort im Feld der gut bis sehr gut bewerteten Windows-Suiten.

Deutsche IT-Magazine heben in aktuellen Artikeln häufig hervor, dass Avast in Sachen Malware-Erkennung und Echtzeitschutz ein hohes Niveau hält, gleichzeitig aber durch zusätzliche Tools versucht, sich von der Windows-eigenen Sicherheitslösung abzuheben. Kritisch gesehen werden gelegentlich:

  • die vielen Pop-ups in der Gratis-Version, die zum Upgrade drängen,
  • teilweise unübersichtliche Abo-Strukturen und Einführungsrabatte vs. Verlängerungspreise,
  • ältere Datenschutz-Diskussionen rund um Nutzerdatenanalyse (die Avast nach Kritik zurückgefahren hat).

Relevanz für Nutzer in Deutschland

Für die DACH-Region ist ein Punkt zentral: Viele Privatnutzer verlassen sich nach wie vor auf Windows Defender (heute Microsoft Defender) und fragen sich, ob ein zusätzlicher Virenscanner wie Avast überhaupt noch notwendig ist.

Die Quintessenz aus aktuellen deutschen Tests und Kommentaren: Defender ist deutlich besser geworden, aber spezialisierte Lösungen wie Avast bieten mehr Komfort und Zusatzmodule, etwa wenn du:

  • regelmäßig in öffentlichen WLANs unterwegs bist und ein integriertes VPN willst,
  • dein Heimnetzwerk (Smart-Home, NAS, Drucker) härten und überwachen möchtest,
  • ein Familien-Setup mit mehreren Geräten und Plattformen managen musst,
  • Ransomware-sensible Daten (Freelancer, Fotograf:innen, Selbstständige) lokal speicherst.

Für reine Alltagsnutzung mit aktuellen Systemen kann Defender ausreichen; wer jedoch ein „Rundum-Sorglos-Paket“ sucht und bereit ist, für Extra-Features zu zahlen, findet in Avast eine Option, die im deutschen Markt breit unterstützt wird – inklusive deutscher Foren-Community und lokalem Support.

Performance & Bedienung im Alltag

Ein Dauerbrenner-Thema in Foren: bremst Avast meinen PC aus? Die aktuellen Versionen sind im Vergleich zu früher deutlich schlanker geworden. In Labor-Tests liegt Avast beim Performance-Score im oberen Mittelfeld – es gibt leichtgewichtigere Lösungen, aber auch deutlich schwerfälligere.

In der Praxis berichten viele Nutzer in deutschsprachigen Foren, dass auf halbwegs aktueller Hardware (aktueller Windows-10- oder Windows-11-PC, SSD, 8–16 GB RAM) kaum merkliche Verlangsamungen auftreten. Auf älteren Notebooks kann der Vollscan aber spürbar Ressourcen ziehen – hier empfiehlt es sich, die Scan-Zeitfenster in den Einstellungen anzupassen.

Die Oberfläche gilt als relativ modern und einsteigerfreundlich, allerdings sind die vielen Kacheln und Zusatz-Tools für manche Nutzer eher verwirrend. Tipp: In den Einstellungen lassen sich Werbe-Hinweise und „Reinigungs“-Empfehlungen teilweise reduzieren, sodass Avast sich mehr wie ein klassischer Virenscanner verhält.

Das sagen die Experten (Fazit)

Fachmedien im deutschsprachigen Raum kommen aktuell zu einer relativ klaren Einschätzung: Avast Antivirus ist beim reinen Schutz solide bis stark, schwächelt aber etwas bei Transparenz und Zurückhaltung im Marketing der Zusatz-Tools.

Pluspunkte, die in Tests immer wieder auftauchen:

  • Gute Erkennungsraten in unabhängigen Labortests, inklusive Zero-Day-Bedrohungen.
  • Umfangreicher Funktionsumfang (Ransomware-Schutz, WLAN-Scanner, Passworttresor, VPN in bestimmten Bundles).
  • Plattformübergreifende Nutzung für mehrere Geräte – praktisch für Familien und kleine Home-Offices.
  • Große Nutzerbasis und entsprechend viele deutschsprachige Tutorials, Forenbeiträge und YouTube-Guides.

Kritikpunkte, auf die du achten solltest:

  • Werbung und Upselling in der kostenlosen Version können nerven.
  • Abo-Modelle mit hohen Listenpreisen und starken Rabattaktionen – unbedingt Verlängerungsbedingungen prüfen.
  • Historische Datenschutz-Vorbehalte, die Avast zwar adressiert hat, die aber bei sicherheitsbewussten Nutzern nachwirken.

Die Experten-Tendenz: Wenn du ohnehin bereit bist, für Sicherheit zu zahlen und ein Funktionspaket suchst, das mehr kann als nur Viren scannen, ist Avast Premium Security oder Avast One eine überlegenswerte Option – gerade im deutschen Markt mit vielen Geräten pro Haushalt. Wer hingegen primär Wert auf maximale Datensparsamkeit legt und mit den Basisfunktionen von Windows Defender zufrieden ist, muss Avast nicht zwingend installieren.

Entscheidend ist am Ende dein Profil: Viel unterwegs, viele Geräte, sensible Daten? Dann kann Avast ein sinnvolles Upgrade sein. Nur gelegentlich surfen, wenig Risiko, aktuelles Windows? Dann ist es eher eine Komfort- als eine Sicherheitsfrage.

@ ad-hoc-news.de

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