Autogenes, Training

Autogenes Training lindert chronische Rückenschmerzen

30.01.2026 - 09:10:12

Autogenes Training hilft bei chronischen Schmerzen durch gezielte Entspannung und wird häufig von Krankenkassen bezuschusst. Die Methode beeinflusst das vegetative Nervensystem.

Die Entspannungsmethode kann den Teufelskreis aus Stress, Muskelverspannungen und Schmerz durchbrechen. Aktuelle Studien belegen ihre Wirksamkeit – und die Kassen zahlen oft mit.

So wirkt die Selbstentspannung auf den Schmerz

Autogenes Training ist mehr als nur Entspannung. Die Methode, entwickelt in den 1920er Jahren vom Psychiater Johannes Heinrich Schultz, beeinflusst direkt das vegetative Nervensystem. Dieses steuert unwillkürliche Körperfunktionen wie Muskelspannung.

Bei chronischen Rückenschmerzen setzt das Training genau hier an: Durch formelhafte Suggestionen wie „Mein Rücken ist schwer und warm“ lernt der Übende, gezielt eine tiefe Muskelentspannung herbeizuführen. Dies kann die Schmerzwahrnehmung positiv verändern.

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Die Praxis: Sechs Übungen für mehr Gelassenheit

Das Grundtraining umfasst sechs Standardübungen. Sie konzentrieren sich auf:
* Die Wahrnehmung von Schwere und Wärme in Armen, Beinen und Rücken.
* Die Regulierung von Herzschlag und Atmung.
* Die Konzentration auf Wärme im Bauch und eine kühle Stirn.

Eine Übungseinheit beginnt in bequemer Position. Der Anwender schließt die Augen und wiederholt die Sätze innerlich. Regelmäßiges, am besten tägliches Üben ist der Schlüssel, um die Entspannungsreaktion bei akuten Verspannungen schnell abrufen zu können.

Kassen zahlen: So wird die Therapie gefördert

Autogenes Training ist häufig Teil eines multimodalen Behandlungskonzepts bei chronischen Schmerzen. Es kombiniert Bewegung, Physiotherapie und psychologische Verfahren.

Viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen zertifizierte Kurse:
* Bis zu zwei Präventionskurse pro Jahr sind förderfähig.
* Die Erstattung liegt oft zwischen 80 und 100 Prozent der Kursgebühren.
* Auch zertifizierte Online-Kurse werden immer häufiger anerkannt.

Versicherte sollten die genauen Bedingungen vor Kursbeginn bei ihrer Kasse erfragen.

Psyche und Schmerz: Warum Entspannung wirkt

Chronischer Schmerz ist selten ein rein körperliches Problem. Stress und Ängste können ihn auslösen oder verstärken, indem sie zu dauerhaften Muskelverspannungen führen.

Autogenes Training setzt hier an. Es hilft Betroffenen, die Aufmerksamkeit vom Schmerz zu lenken und ein Gefühl der Selbstkontrolle zurückzugewinnen. Metaanalysen zeigen: Die Methode kann zu einer signifikanten Schmerzreduktion führen und ist in ihrer Wirkung anderen Verfahren wie der Progressiven Muskelentspannung ebenbürtig.

Die Zukunft: Apps und individuelle Programme

Die Digitalisierung macht die Methode zugänglicher. Neben klassischen Kursen unterstützen heute Apps, Videos und Audiodateien das selbstständige Üben.

Zukünftige Entwicklungen könnten individualisierte Programme bieten. Denkbar sind intelligente Anwendungen, die per Biofeedback die Übungen in Echtzeit anpassen. Die Integration in umfassende digitale Gesundheitsanwendungen wird die Behandlung von Rückenbeschwerden weiter verändern.

@ boerse-global.de