Authentische Bewegung: Tanztherapie gegen Stress erlebt Renaissance
31.01.2026 - 02:40:11In einer zunehmend hektischen Welt gewinnt eine alte Praxis aus der Tanztherapie neue Bedeutung: die Authentische Bewegung. Sie setzt auf intuitive, von innen gesteuerte Impulse statt auf Choreografie, um Stress abzubauen und die Verbindung zum eigenen Körper zu stärken. Die Methode verzichtet bewusst auf Musik und feste Schritte.
Die Wurzeln: Von Jung zur Tanztherapie
Die Authentische Bewegung entwickelte die Tänzerin Mary Starks Whitehouse in den 1950er Jahren. Beeinflusst von Carl Gustav Jungs „Aktiver Imagination“ nannte sie ihren Ansatz ursprünglich „Movement in Depth“. Später strukturierte ihre Schülerin Janet Adler die Praxis weiter. Sie führte die zentrale Rollenverteilung ein, die bis heute gilt:
* Der Mover: Bewegt sich mit geschlossenen Augen nach inneren Impulsen.
* Der Witness: Begleitet den Prozess wertfrei und achtsam.
Diese Dynamik schafft einen geschützten Raum für den Ausdruck ohne Leistungsdruck oder Scham.
Wie intuitive Bewegung Stress abbaut
Anhaltender Stress aktiviert das sympathische Nervensystem – die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion. Authentische Bewegung kann diesen Kreislauf durchbrechen. Indem man feinen Körpersignalen wie einem Zucken oder Dehnen folgt, können sich tiefe Blockaden lösen.
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Der Prozess hat konkrete neurobiologische Effekte:
* Er fördert die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin.
* Er senkt den Spiegel des Stresshormons Cortisol.
* Er aktiviert das parasympathische Nervensystem für Ruhe und Regeneration.
Mehr als Entspannung: Der Weg zum inneren Zeugen
Die Praxis ist eine Form der Selbsterforschung. Unbewusstes kann an die Oberfläche kommen und verarbeitet werden. Das stärkt das Verständnis für die eigene Gefühlswelt und fördert die Selbstakzeptanz.
Die Rolle des äußeren Zeugen ist entscheidend. Das Gefühl, wertfrei gesehen zu werden, hat eine heilende Wirkung. Langfristig entwickeln Praktizierende einen „inneren Zeugen“ – eine eigene, wohlwollende Beobachterinstanz.
Ein Trend mit Zukunft
Die Methode reiht sich in den wachsenden Trend zu körperorientierten Ansätzen für die psychische Gesundheit ein. Experten sehen Potenzial nicht nur in der Therapie, sondern auch in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.
Da sie keine Vorkenntnisse erfordert, ist sie für viele zugänglich. Ihr Fokus auf innere Erfahrung statt äußere Leistung macht sie zu einem Werkzeug für mehr Balance im digitalen Zeitalter.


