Australischer, SMS-Betrugskampagne

Australischer Mann wegen großangelegter SMS-Betrugskampagne angeklagt

20.01.2026 - 00:30:12

Ein 36-Jähriger aus der Küstenstadt Tomakin muss sich wegen einer ausgeklügelten SMS-Phishing-Kampagne verantworten. Die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Cyberbetrug, der Mobilfunkkunden im ganzen Land getroffen haben soll, ziehen sich hin.

Der Fall gegen Brent Galambos wurde vor dem örtlichen Gericht in Batemans Bay erneut vertagt – diesmal um acht Wochen. Die australische Bundespolizei (AFP) benötigt mehr Zeit, um das Ausmaß der mutmaßlichen Straftaten aufzuklären. Galambos soll eine Serie betrügerischer Textnachrichten verschickt haben, die Kunden eines großen Telekommunikationsanbieters aufforderten, auf einen Link zu klicken. Dahinter verbarg sich laut Anklage eine gefälschte Website zum Abgreifen sensibler Bank- und Log-in-Daten.

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Die Ermittlungen begannen im August 2025, nachdem der Telekommunikationskonzern die Behörden eingeschaltet hatte. Bei einer Razzia am 9. September 2025 in Tomakin nahm die Polizei Galambos fest. Die Beamten beschlagnahmten Computer, Laptops, zahlreiche Mobilgeräte und SIM-Karten. Mehrere Handys wurden offenbar in einem Abflussrohr im Boden des Grundstücks versteckt.

Die forensische Analyse eines beschlagnahmten Laptops förderte einen umfangreichen Datensatz mit persönlichen Identifikationsmerkmalen zahlreicher Personen zutage. Darunter sollen sich Benutzernamen, Passwörter und Zugangsdaten für diverse Webseiten und Apps befunden haben. Die Ermittler versuchen nun, die Herkunft dieser Daten und den vollen Umkreis der möglichen Betrugsopfer zu ermitteln.

Bis zu acht Jahre Haft drohen

Galambos wurde zwei schwerwiegende Straftaten nach dem Strafgesetzbuch vorgeworfen. Die erste Anklage betrifft die Herstellung, Verbreitung oder Beschaffung von Daten mit der Absicht, eine Computerstraftat zu begehen. Hier drohen bis zu drei Jahre Haft.

Die zweite, schwerwiegendere Anklage lautet auf betrügerisches Erlangen oder Handeln mit persönlichen Finanzinformationen. Dafür sind bis zu fünf Jahre Gefängnis möglich. Die kombinierten Vorwürfe spiegeln die Ernsthaftigkeit der mutmaßlichen, systematisch angelegten Betrugsoperation wider.

„Smishing“: Die unterschätzte Gefahr aus dem Messenger

Der Fall unterstreicht die wachsende Bedrohung durch „Smishing“ – eine besonders tückische Form desCyberbetrugs per SMS. Im Gegensatz zu E-Mail-Phishing, das oft in Spamfiltern hängenbleibt, wirken Textnachrichten persönlicher und dringender. Das erhöht die Erfolgsquote der Kriminellen.

„Diese Betrugsmaschen spielen mit dem Gefühl der Dringlichkeit“, warnt die Polizei. Die Links in den Nachrichten führen täuschend echte Kopien seriöser Webseiten. Die Behörden raten eindringlich: Niemals auf Links in unerwünschten SMS klicken. Bei angeblichen Problemen sollte das Unternehmen stets über offizielle Kanäle kontaktiert werden.

AFP-Detective Inspector Steven Wiggins betont, wie wichtig die Meldung von Betrugsversuchen ist – auch wenn kein finanzieller Schaden entstanden ist. Nur so könne die kriminelle Aktivität verfolgt und die Gemeinschaft geschützt werden.

Nächste Schritte im Verfahren

In den kommenden acht Wochen wird die Staatsanwaltschaft ihre Beweisführung weiter ausbauen. Im Fokus stehen die Analyse der digitalen Beweismittel und die Rückverfolgung mutmaßlich illegaler Geldflüsse über Bank- und Kryptowährungskonten. Die Identifizierung und Benachrichtigung potenzieller Opfer bleibt ein zentraler Teil der Ermittlungen.

Der Ausgang des Verfahrens wird von Cybersecurity-Experten aufmerksam verfolgt. Er dient als erneute Warnung vor der anhaltenden und sich ständig weiterentwickelnden Gefahr digitaler Betrugsmaschen. Die nächste Gerichtsanhörung wird in einigen Monaten erwartet.

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