VW-Tochter Audi beendet schwieriges Jahr mit leichtem Aufwind
14.01.2026 - 11:04:27In den vergangenen zwölf Monaten sanken die weltweiten Auslieferungen der VW DE0007664039-Tochter um 2,9 Prozent auf 1,62 Millionen Autos. Zuletzt zogen die Zahlen allerdings an und lagen seit September jeden Monat über dem Vorjahreswert. Im vierten Quartal ergab sich damit ein Plus von 2,8 Prozent auf 447.786 Autos.
"Unsere Produktoffensive kommt auf die Straße, was sich auch sukzessive in den Auslieferungen widerspiegelt", sagte Vertriebsvorstand Marco Schubert. Insbesondere bei den Elektroautos gehe es nach oben. Dort ergab sich im Gesamtjahr ein Plus von 36 Prozent auf mehr als 223.000 reine Stromer. "Diesen Aufwärtstrend wollen wir auch 2026 fortsetzen", betonte Schubert.
Besonders schwierig war die Situation für Audi im vergangenen Jahr in den USA, wo die Marke 12,2 Prozent bei den Verkäufen einbüßte und nur noch 202.143 Autos loswurde. Da Audi - anders als beispielsweise BMW DE0005190003 - dort kein eigenes Werk hat, leiden die Ingolstädter besonders unter den von US-Präsident Donald Trump verhängten Zöllen. Und das, obwohl Audi die Zusatzkosten durch die Zölle bisher praktisch nicht an die Kunden weitergibt. Zum Vergleich: BMW legte in den USA vergangenes Jahr deutlich zu, Mercedes DE0007100000 büßte in ähnlicher Dimension wie Audi ein.
In China vergleichsweise glimpflich
In Audis wichtigstem Markt China lag das Minus zum Jahresende bei 5 Prozent und 617.514 Autos. Damit haben die Ingolstädter den Rückgang dort deutlich verringert. Nach den ersten neun Monaten hatten sie noch 9 Prozent unter Vorjahr gelegen. Der Markt dort ist derzeit schwach und gleichzeitig wettbewerbsintensiv, weswegen alle europäischen Hersteller dort leiden. BMW beispielsweise büßte mehr als 12 Prozent ein, Mercedes sogar 19 Prozent.
In Deutschland konnte Audi sogar zulegen - um 4 Prozent auf 206.290 Autos. Im restlichen Europa ergab sich ein geringes Minus von 0,5 Prozent.
2025 sei anspruchsvoll gewesen, hieß es von Audi. Nicht nur der intensive Wettbewerb, sondern auch die amerikanische Zollpolitik hätten die gesamte Branche vor große Herausforderungen gestellt.

