athenahealth und b.well wollen Papierformulare in Arztpraxen abschaffen
11.02.2026 - 11:22:12Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung für Senioren wird zur Dringlichkeitsaufgabe. Neue Technologie-Partnerschaften und regulatorische Schubkraft sollen den Weg in eine papierlose Zukunft ebnen – doch die digitale Kluft droht.
Eine Welle von Entwicklungen der letzten Tage hat die digitale Kompetenz älterer Menschen ins Zentrum der Gesundheitsagenda gerückt. Während große Technologie-Partnerschaften Papierformulare abschaffen wollen und US-Behörden digitale Pilotprojekte ausweiten, wächst der Druck, Senioren im Umgang mit Smartphones zu schulen. Die US-Gesundheitsbehörde CMS treibt eine „clipboard-freie“ Zukunft voran. Experten betonen: Intuitive App-Designs und robuste Schulungsprogramme sind jetzt entscheidend, um eine digitale Spaltung in der Altersversorgung zu verhindern.
Kampfansage an das Papier-Formular
In einem bedeutenden Schritt zur Vereinfachung des Patientenerlebnisses haben athenahealth und b.well Connected Health am 9. Februar 2026 einen neuen Workflow für die Point-of-Care-Versorgung angekündigt. Er soll Patienten helfen, Gesundheitsdaten sicher digital zu teilen. Die Zusammenarbeit unterstützt direkt die CMS-Initiative „Health Tech Ecosystem“ und deren Ziel, „den Klemmbrett-Block abzuschaffen“. Manuelle Aufnahmeprozesse sollen durch patientengesteuerte digitale Tools ersetzt werden.
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Für Senioren, die medizinische Einrichtungen häufiger aufsuchen als jede andere Altersgruppe, ist der Wechsel von wiederholten Papierformularen zur Smartphone-Datenteilung Fluch und Segen zugleich. Der neue Ablauf soll Papierformulare und multiple Portal-Logins überflüssig machen. Die Dateneingabe wird über eine einheitliche digitale Schnittstelle gestreamlined. „Die Initiative gibt den Patienten die Kontrolle über ihre Daten und soll Reibungsverluste für Anbieter und Nutzer beseitigen“, so Sam Lambson, Vice President bei athenahealth.
Branchenanalysten weisen jedoch darauf hin: Der Erfolg solcher Tools hängt maßgeblich davon ab, ob ältere Erwachsene Smartphone-Oberflächen bedienen können. Die für 2026 geplante breitere Einführung erhöht den Druck auf Gesundheitsdienstleister, ihre älteren Patienten ausreichend für diese digitalen Zugangspunkte zu schulen.
Politik beschleunigt den digitalen Wandel
Der Push für seniorenfreundliche Digital-Health-Tools wird durch politische Weichenstellungen verstärkt. Eine juristische Analyse vom 10. Februar 2026 hebt hervor, dass die CMS die Einführung digitaler Gesundheitswerkzeuge durch das „ACCESS“-Modell aktiv fördert. Dieses Modell testet ergebnisbasierte Zahlungen für Technologien, die chronische Erkrankungen managen – ein Hauptanliegen der Medicare-Versicherten.
Zudem startete die US-Arzneimittelbehörde FDA ihren „TEMPO for Digital Health Devices“-Pilot, der Anfang 2026 Interessensbekundungen aufnahm. Der Pilot soll den Zugang zu digitalen Geräten fördern und gleichzeitig die Patientensicherheit wahren. Er konzentriert sich auf die Integration digitaler Gesundheitstechnologien in die Versorgung von Patienten mit chronischen Krankheiten.
Diese regulatorischen Schritte folgen auf ein Gesetz vom 3. Februar 2026, das Medicare-Telemedizin-Flexibilitäten bis Ende 2027 verlängert. Indem die Vergütung für virtuelle Versorgung gesichert wird, haben die Politiker digitaler Gesundheit einen zentralen Platz in der Seniorenversorgung zugewiesen. Medizinische Praxen sind zunehmend nicht nur für die Verschreibung von Medikamenten, sondern auch für die „Verschreibung“ und Einweisung in Gesundheits-Apps verantwortlich.
Die Achillesferse: Digitale Grundbildung
Trotz des technologischen und regulatorischen Fortschritts unterstreicht aktuelle Forschung eine anhaltende „Digital Literacy“-Lücke, die einige Senioren abhängen könnte. Eine am 4. Februar 2026 vorgestellte Studie zur Smartphone-Nutzung älterer Menschen in ländlichen Regionen fand heraus: Viele Senioren sind zwar technikbegeistert, kämpfen aber mit den Feinheiten der Smartphone-Bedienung.
Die Forscher beobachteten, dass Senioren mit höherer digitaler Kompetenz mobile Apps erfolgreich zur Terminbuchung und Gesundheitsüberwachung nutzen konnten. Jene ohne diese Fähigkeiten erlebten hingegen Angst und Frustration. Die Autoren empfehlen, digitale Alphabetisierungsprogramme in routinemäßige Gesundheitsdienstleistungen zu integrieren. Diese Empfehlung passt zur „Kill the Clipboard“-Initiative: Damit digitale Aufnahme funktioniert, muss das Praxispersonal möglicherweise als technischer Trainer für ältere Patienten agieren.
Eine Analyse des „European Sting“ vom 10. Februar 2026 argumentiert ähnlich: Die Zukunft inklusiver Gesundheit erfordere einen Wechsel von „gleichheitsbasierter“ Bereitstellung zu „gerechtigkeitsgetriebenem“ Design. Ohne parallele Unterstützungssysteme – wie digitale Lotsen und Schulungsinitiativen – könnten digital-first-Gesundheitsdienste die Ausgrenzung derjenigen verstärken, die im Umgang mit digitalen Tools unsicher sind.
Hybrid-Modelle als Weg der Zukunft
Für das Jahr 2026 wird im Gesundheitssektor ein Anstieg hybrider Versorgungsmodelle erwartet. Digitale Tools werden Standard sein, aber menschliche Unterstützung für technische Fragen bleibt verfügbar. Die athenahealth- und b.well-Partnerschaft signalisiert einen breiteren Trend, bei dem Interoperabilität priorisiert wird, um die kognitive Belastung der Patienten zu verringern.
„Patienten sollten nicht um Gesundheitstechnologiesysteme herumarbeiten müssen, um ihre Daten in die Versorgung einzubringen“, betonte Kristen Valdes, CEO von b.well Connected Health. Diese Philosophie wird wahrscheinlich die nächste Generation seniorengerechter Apps antreiben. Sie werden Sprachschnittstellen, Großschrift-Displays und vereinfachte Navigation priorisieren, um den Schulungsaufwand zu minimieren.
Während der FDA-TEMPO-Pilot noch bis zum 2. März 2026 Teilnehmer sucht und die Telemedizin-Verlängerung bis 2027 Planungssicherheit gibt, verfestigt sich die Infrastruktur für digitale Seniorenversorgung. Die Herausforderung für den Rest des Jahres wird operativ sein: Die Schulungsprogramme hochzuskalieren, die nötig sind, um Smartphone-Besitz in sinnvolle Gesundheitsbeteiligung für Millionen Senioren in dieser neuen digitale Landschaft zu verwandeln.
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