Atem- und Konzentrationsspiele senken Sturzrisiko
03.02.2026 - 07:33:11Stürze im Alter lassen sich durch spielerisches Gehirntraining verhindern. Experten setzen zunehmend auf die Kombination aus Atemübungen und Konzentrationsspielen, um Senioren zu mehr Sicherheit zu verhelfen. Dieser ganzheitliche Ansatz trainiert gezielt die kognitiven Fähigkeiten, die für einen sicheren Gang entscheidend sind – ein echter Paradigmenwechsel in der Sturzprävention.
Warum Gehirn und Atmung den Stand sichern
Gleichgewicht halten ist Kopfarbeit. Es ist ein komplexer Prozess, bei dem Gehirn, Nervensystem und Muskeln ständig kommunizieren. Im Alter verlangsamt sich diese Verarbeitung. Die Folge: Ältere Menschen sind schneller überfordert, wenn sie im Alltag mehrere Dinge gleichzeitig tun müssen – etwa gehen und sich unterhalten.
Genau hier setzt das Dual-Task-Training an. Die bewusste, tiefe Atmung spielt eine Schlüsselrolle. Sie beruhigt das Nervensystem, reduziert Stress und schärft die Körperwahrnehmung. Das Ergebnis ist eine bessere Rumpfstabilität, die Grundlage jeder sicheren Bewegung. Werden motorische Übungen mit Denkaufgaben und Atemkontrolle verknüpft, lernt das Gehirn, auch unter Ablenkung stabil zu agieren.
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So funktionieren die spielerischen Übungen
Die Methode integriert einfache Übungen in den Alltag. Sie erfordern keine Geräte, trainieren aber gezielt die Fähigkeit, mehrere Aufgaben parallel zu steuern.
- Der achtsame Gang mit Zählaufgabe: Gehen Sie langsam durch den Raum und synchronisieren Sie Schritte mit der Atmung – drei Schritte ein, vier Schritte aus. Gleichzeitig zählen Sie von 100 in Siebener-Schritten rückwärts. Diese Übung schult Koordination, Atemkontrolle und Konzentration unter Belastung.
- Farb-Fokus im Einbeinstand: Stehen Sie 20 bis 30 Sekunden auf einem Bein und atmen Sie tief in den Bauch. Währenddessen benennen Sie alle Gegenstände einer bestimmten Farbe im Raum. Das stärkt Bein- und Rumpfmuskulatur und fordert die visuelle Wahrnehmung heraus.
Mehr als nur Gleichgewicht: Die vielfältigen Vorteile
Der Nutzen geht über die Sturzprävention hinaus. Die regelmäßige Praxis kann die allgemeine Mobilität und kognitive Funktion verbessern. Studien deuten auf positive Effekte für Gedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns hin. Die tiefe Atmung reduziert zudem Stress und steigert das Wohlbefinden.
Senioren gewinnen an Bewegungssicherheit und Selbstvertrauen. Dieser ganzheitliche Ansatz bekämpft somit mehrere altersbedingte Herausforderungen gleichzeitig: Muskelabbau, nachlassende geistige Flexibilität und Unsicherheit bei Alltagsbewegungen.
Ein wichtiger Baustein für die Gesundheitsvorsorge
Angesichts des demografischen Wandels gewinnt wirksame Sturzprävention an Bedeutung. Methoden wie Atem-Konzentrations-Spiele sind kostengünstig, niedrigschwellig und hochwirksam. Sie benötigen keine teure Ausstattung und können allein zu Hause oder in der Gruppe durchgeführt werden.
Fachleute aus Geriatrie und Physiotherapie betonen die Notwendigkeit, kognitive Aspekte einzubeziehen. Die Erkenntnis ist klar: Viele Stürze passieren durch Unaufmerksamkeit oder Überforderung in Multitasking-Situationen. Globale Leitlinien empfehlen bereits multimodale Trainingsprogramme. Die spielerische Integration von Atmung und Denksport ist der nächste logische Schritt.
Digitalisierung und Forschung als Zukunftstreiber
Die Zukunft liegt in personalisierten und motivierenden Konzepten. Experten erwarten eine zunehmende Digitalisierung, etwa durch „Exergaming“-Anwendungen. Diese interaktiven Videospiele verbinden motorische und kognitive Aufgaben auf unterhaltsame Weise und geben direktes Feedback.
Parallel treibt die Forschung den Ansatz voran. Projekte wie „iSeFallED“ der Universitätsmedizin Oldenburg untersuchen maßgeschneiderte Trainingsprogramme nach einem Sturz. Ein Fokus liegt auf der Identifizierung von Risikofaktoren wie kognitiven Einschränkungen. Zukünftige Studien sollen die Wirksamkeit der kombinierten Übungen weiter belegen und zur Entwicklung standardisierter Programme führen.
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