ASUS MyExpert: KI-Arbeitsplatz als Antwort auf die digitale Zersplitterung
07.01.2026 - 07:57:12ASUS will mit einer neuen KI-Plattform den digitalen Arbeitsalltag in Unternehmen revolutionieren. Das auf der CES 2026 vorgestellte MyExpert bündelt Dateiverwaltung, Meeting-Assistenz und KI-Tools in einer einzigen, hardwareoptimierten Arbeitsumgebung.
Der taiwanesische Hardware-Hersteller positioniert sich damit aggressiv im lukrativen Markt für „Workspace AI“. Ziel ist es, das Chaos aus unzähligen Einzel-Apps zu beenden, unter dem viele Wissensarbeiter leiden. MyExpert soll nahtlos auf den neuen Commercial-Geräten von ASUS laufen und von deren neuronaler Rechenleistung profitieren.
Eine Kommandozentrale für den Berufsalltag
Das Herzstück der Plattform bildet den „Knowledge Hub“. Eine lokale KI durchsucht und indexiert dabei alle Dokumente und Bilder auf dem Gerät. Nutzer können so ihre gesamte digitale Bibliothek wie eine Datenbank abfragen – ohne jedes File manuell öffnen zu müssen.
Passend zum Thema Enterprise‑KI: Die EU‑KI‑Verordnung bringt für Unternehmen, die lokale oder hybride KI‑Lösungen einsetzen, konkrete Pflichten – von Risikoklassen über Kennzeichnung bis zu umfangreicher Dokumentation. Wer Plattformen wie MyExpert einführt, sollte frühzeitig prüfen, welche Nachweise nötig sind, damit keine Fristen oder Pflichten übersehen werden. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt verständlich, wie Sie Ihr System klassifizieren und rechtssicher einführen. Kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden sichern
Ein weiteres Standbein ist „AI ExpertMeet“, ein Tool für die moderne Meeting-Kultur. Es transkribiert Gespräche automatisch, erstellt To-Do-Listen und liefert Echtzeit-Zusammenfassungen. ASUS betont dabei den Enterprise-Datenschutz: Sensible Firmendaten sollen nicht in externen KI-Modellen landen, sondern geschützt lokal verarbeitet werden.
Starke Hardware als Grundlage
Die Software ist auf die neue Hardware-Generation von ASUS zugeschnitten, darunter das ExpertBook Ultra und der NUC 16 Pro Mini PC. Diese „Copilot+ PCs“ verfügen über spezielle NPUs (Neural Processing Units) mit bis zu 50 Billionen Operationen pro Sekunde.
Genau diese Rechenkraft nutzt MyExpert. KI-Aufgaben wie der „AI Chat“-Assistent oder die Dateisuche laufen direkt auf der NPU des Geräts – nicht in der Cloud. Das verspricht geringere Latenz, mehr Privatsphäre und volle Funktionalität auch offline. Ein „hybrides KI“-Modell, das für mobile Professionals entscheidend sein könnte.
Zur Suite gehören auch „Advanced Tools“ wie „AI Writer“ für Texterstellung und „Mail Master“ zur Zusammenfassung langer E-Mail-Ketten. Alles ist in eine einheitliche Oberfläche integriert, um ständiges Hin- und Herwechseln zwischen Apps zu vermeiden.
Sicherheit als Verkaufsargument
In Zeiten wachsender Datenschutzbedenken setzt ASUS auf Sicherheit als Kernfeature. MyExpert wird als geschützte Alternative zu öffentlichen KI-Tools beworben. Die Architektur erlaubt dynamische Übergänge zwischen lokaler und Cloud-Verarbeitung.
Vertrauliche Daten, die im Knowledge Hub analysiert werden, verlassen das Gerät nicht, es sei denn, der Nutzer synchronisiert sie explizit. Rechenintensivere Aufgaben können bei Bedarf in die Cloud ausgelagert werden. Diese Strategie zielt direkt auf IT-Entscheider, für die Datensouveränität oberste Priorität hat.
Die Software wird fester Bestandteil der ASUS Commercial-Produktlinie 2026 sein – inklusive ExpertCenter Desktops und ExpertBook Laptops. Das Bundling zeigt: ASUS will nicht mehr nur Hardware liefern, sondern ganzheitliche „Solution-as-a-Service“-Pakete für Unternehmen anbieten.
Kampf um die digitale Arbeitsumgebung
Mit MyExpert betritt ASUS das Spielfeld von Software-Giganten wie Microsoft, bringt aber einen entscheidenden Vorteil mit: die tiefe Integration in die eigene Hardware. Während 2026 zum Jahr der „allgegenwärtigen KI“ werden könnte, versucht der Konzern, ein geschlossenes, aber Windows-basiertes Ökosystem für Unternehmen zu schaffen – ähnlich Apples Ansatz, aber für den Business-Bereich.
„Der Wert von KI liegt darin, Arbeit zu vereinfachen und den Alltag zu verbessern“, sagte Co-CEO Samson Hu auf der CES. Eine Aussage, die den Branchentrend widerspiegelt: weg von reinen Tech-Demonstrationen, hin zu praktischen, nutzerfreundlichen Anwendungen mit direktem Produktivitätsgewinn.
Der Rollout von MyExpert startet weltweit im späten ersten Quartal 2026. Branchenbeobachter erwarten, dass ASUS die Plattform später für Dritt-Anbieter öffnen könnte. Der Start markiert jedoch schon jetzt einen strategischen Wandel: Vom Hardware-Hersteller zum Anbieter intelligenter Arbeitsplatzlösungen.
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