Arthrose-Therapie, Wege

Arthrose-Therapie: Neue Wege gegen Gelenkverschleiß

22.01.2026 - 08:52:12

Moderne, nicht-operative Ansätze wie Bewegungstherapie, Gewichtsmanagement und regenerative Verfahren lindern Arthrose-Schmerzen und können Operationen überflüssig machen.

Millionen Deutsche leiden an Arthrose – doch ein künstliches Gelenk ist längst nicht immer nötig. Innovative, nicht-operative Therapien können Schmerzen lindern und Operationen oft vermeiden.

Die konservative Behandlung setzt auf mehrere Säulen. Bewegungstherapie steht an erster Stelle: Gezielte Übungen kräftigen die Muskulatur, verbessern die Beweglichkeit und reduzieren Schmerzen. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren sind ideal. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist das Körpergewicht. Jedes Kilo weniger entlastet Hüfte und Knie erheblich und kann das Fortschreiten der Arthrose bremsen.

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Von Schmerzmitteln zu modernen Injektionen

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kommen Medikamente zum Einsatz. Entzündungshemmende Schmerzmittel helfen akut, sind aber keine Dauerlösung. Eine Stufe weiter gehen Injektionen direkt ins Gelenk. Kortison wirkt stark entzündungshemmend, Hyaluronsäure soll als „Schmiermittel“ fungieren. Eine moderne Alternative ist plättchenreiches Plasma (PRP) aus Eigenblut, das Heilungsprozesse anregen soll.

Revolution aus der regenerativen Medizin

Die größten Hoffnungen wecken regenerative Verfahren. Bei der SVF-Therapie werden Stammzellen aus Eigenfett gewonnen und ins Gelenk injiziert. Sie sollen Entzündungen hemmen und geschädigtes Gewebe regenerieren. Ein weiteres neuartiges Verfahren ist die transarterielle periartikuläre Embolisation (TAPE). Dabei werden krankhafte Blutgefäße im Gelenk verschlossen, was die damit verbundenen Schmerznerven absterben lässt. Diese Methode hilft besonders Patienten, bei denen andere Therapien versagt haben.

Individualisierte Konzepte statt Standardlösung

Die Zukunft der Arthrose-Behandlung liegt in maßgeschneiderten Therapieplänen. Die Kombination aus Bewegung, Gewichtsmanagement und modernen Injektionen wird individuell auf den Patienten zugeschnitten. Experten setzen auf „Hilfe zur Selbsthilfe“ und binden Betroffene aktiv ein. Die Forschung arbeitet an Methoden, die den Knorpelabbau nicht nur verlangsamen, sondern vielleicht sogar umkehren können. Das Ziel ist klar: Immer mehr Menschen sollen länger schmerzfrei – und mit ihren eigenen Gelenken – leben können.

@ boerse-global.de