Arm, Startups

Arm und Startups machen KI endlich offline-tauglich

06.01.2026 - 06:19:11

Die CES 2026 markiert einen Paradigmenwechsel: Neue Chips und Software ermöglichen komplexe KI-Workflows vollständig offline auf Endgeräten, was Geschwindigkeit und Datenschutz revolutioniert.

Die CES 2026 in Las Vegas markiert das Ende der Cloud-Ära für KI. Neue Chips und Software ermöglichen erstmals komplexe KI-Workflows vollständig lokal auf Smartphones und Laptops – schnell, privat und ohne Internet.

Der Fokus der Technologiebranche hat sich in wenigen Tagen radikal verschoben. Statt riesiger Cloud-Modelte dominieren auf der größten Elektronikmesse der Welt Lösungen für “On-Device AI”. Die Botschaft der Hersteller ist klar: Echte Produktivität muss sofort, sicher und unabhängig vom Netz funktionieren.

Arm setzt mit neuer Architektur den Standard

Der britische Chip-Designer Arm liefert die Grundlage für diesen Wandel. Das Unternehmen hat die breite Verfügbarkeit seiner SME2-Architektur bekanntgegeben, die durch die Software-Bibliothek “Arm KleidiAI” ihre volle Kraft entfaltet.

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Diese Kombination soll KI auf Mobilgeräten bis zu fünfmal schneller machen. Besonders bei der Sprachverarbeitung sind die Fortschritte enorm: Die Latenz für Diktier- und Übersetzungsfunktionen wurde um das 4,7-Fache reduziert. Das Ergebnis sind KI-Assistenten, die verzögerungsfrei und komplett offline arbeiten – und so vom netzabhängigen Spielzeug zum verlässlichen Profi-Werkzeug werden.

Startups zeigen, was lokal möglich ist

Während die Chip-Riesen die Hardware liefern, demonstrieren Startups die praktischen Anwendungen. Das Startup Clipto AI sicherte sich gerade eine Finanzierungsrunde bei einer Bewertung von über 250 Millionen Dollar. Ihr Plan für 2026: eine Plattform, die KI-gestützte Video-, Audio- und Bildbearbeitung direkt auf dem Gerät des Nutzers durchführt.

Stundenlange Uploads von 8K-Videos in die Cloud gehören damit der Vergangenheit an. Parallel entwickelt das indische Startup NeoSapien “Always-on”-Wearables als persönliche Assistenten. Diese Geräte erfassen den Nutzerkontext kontinuierlich – ohne biometrische Daten jemals an externe Server zu senden.

Speicherchips lösen den größten Flaschenhals

Damit komplexe KI-Modelle lokal flüssig laufen, müssen enorme Datenmengen blitzschnell verarbeitet werden. Hier kommt Etron Technology ins Spiel. Das Unternehmen präsentiert auf der CES unter dem Namen “MemorAiLink” spezielle ASIC-Speicherlösungen.

Diese Chips sind für Small Language Models (SLMs) optimiert und sollen den Datendurchsatz zwischen Prozessor und Speicher maximieren. Gleichzeitig verbrauchen sie weniger Energie, was die Akkulaufzeit von KI-Laptops deutlich verlängern könnte.

Warum “Agentic AI” alles verändert

Die Entwicklungen sind Teil eines größeren Trend: der “Agentic AI”. Im Gegensatz zu reaktiven Chatbots agieren diese Systeme proaktiv und autonom. Ein Schlüssel dazu ist “On-Device RAG” (Retrieval-Augmented Generation).

Dabei durchsucht die KI eine lokale Datenbank mit persönlichen E-Mails, Notizen und Dokumenten, um kontextuelle Antworten zu generieren. Da diese sensiblen Daten das Gerät nie verlassen, eröffnen sich völlig neue Anwendungen für Unternehmen. IT-Sicherheitsexperten begrüßen den Trend: Ohne Daten in der Cloud gibt es dort auch nichts zu hacken.

Für Verbraucher bedeutet das konkret: Die Wartezeiten bei KI-Tools schwinden, und die Abhängigkeit von einer perfekten Internetverbindung sinkt. Die Hardware für die lokale Intelligenz ist da. Jetzt liegt es an den Entwicklern, Apps zu bauen, die diesen Sprung nach vorne auch im Alltag spürbar machen.

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