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ARI Motors und Faction starten Serienproduktion für US-Markt

15.01.2026 - 11:45:12

ARI Motors und Faction Technology intensivieren ihre Partnerschaft und planen die Produktion von bis zu 200 fahrerlosen Lieferfahrzeugen für den US-Markt im Jahr 2026.

Borna – Der deutsche E-Nutzfahrzeugbauer ARI Motors und das US-Tech-Unternehmen Faction Technology schalten einen Gang höher. Ihre gemeinsame Tochter ARVIA SE soll noch dieses Jahr bis zu 200 fahrerlose Lieferfahrzeuge für den amerikanischen Markt produzieren. Das teilten die Partner am Donnerstag mit.

Die Neuordnung der strategischen Partnerschaft markiert den Übergang von der Entwicklungs- in die kommerzielle Phase. ARI Motors erhöht seinen Anteil am Joint Venture von 25 auf 40 Prozent und festigt seine Rolle als exklusiver Industriepartner für Factions in Europa gefertigte autonome Flotte. Ein früheres Memorandum of Understanding aus dem Spätjahr 2025 wurde durch einen verbindlichen Term Sheet ersetzt.

Straffere Struktur für schnelles Wachstum

Die vereinfachte Eigentümerstruktur ist der Schlüssel zum ambitionierten Zeitplan. Während frühere Verhandlungen noch den kanadischen Partner TUGA Innovations einbezogen, besteht ARVIA SE nun ausschließlich aus ARI Motors und Faction. ARI hält zunächst sogar 100 Prozent der Anteile.

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Dies ändert sich erst, wenn Faction seine Betriebsassets und geistiges Eigentum einbringt. Voraussetzung dafür ist eine Finanzierungsrunde in Höhe von mindestens acht Millionen Euro, die die Partner als „wertschöpfenden Auslöser“ bezeichnen. „Die neue Struktur verbessert unsere wirtschaftliche Position erheblich und zeigt die Skalierbarkeit der Partnerschaft“, erklärt Thomas Kuwatsch von ARI Motors.

Ambitionierte Ziele für 2026

Die Roadmap sieht konkret vor: Bis zu 200 autonome Lieferfahrzeuge sollen 2026 in den europäischen Werken von ARI vom Band rollen. Sie sind für bestehende Kundenprogramme von Faction in den USA bestimmt. Der Partner rechnet mit einem Umsatz von über fünf Millionen Euro aus dieser ersten Serie.

Die Fahrzeuge kombinieren die bewährten Leichtfahrzeug-Plattformen von ARI – wahrscheinlich basierend auf dem ARI 902 – mit Factions „Drive2Deliver“-Technologie. Dieses System setzt auf „überwachte Autonomie“: Künstliche Intelligenz steuert das Fahrzeug, während Remote-Operatoren im Bedarfsfall eingreifen können. Ein Ansatz, der besonders für komplexe urbane Umgebungen entwickelt wurde.

Schlüssel zum lukrativen US-Markt

Die Partnerschaft nutzt die Kostenvorteile europäischer Fertigung, um den wachsenden US-Markt zu bedienen. Dort treiben Personalmangel und steigende Logistikkosten die Nachfrage nach automatisierten Lösungen. Faction hat bereits erhebliches kommerzielles Interesse geweckt.

Bereits 2025 berichteten Branchenkenner von Gesprächen mit großen US-Ketten wie Chick-fil-A über einen mehrjährigen Einsatz tausender Fahrzeuge. Die 200 Einheiten für 2026 könnten der erste Schritt dieser größeren Strategie sein. „ARI’s Expertise in Fahrzeuganpassung und regulatorischer Zulassung in Europa ist ein Schlüsselfaktor“, betont Faction-CEO Ain McKendrick. Die Partnerschaft löse das „Hardware-Problem“, das viele autonome Softwarefirmen plagt.

Know-how-Transfer und Blaupause für die Branche

Der operative Plan umfasst einen gestuften Technologietransfer. Faction wird Technikerteams nach Europa entsenden, um die Integration von Sensoren und Software in ARI’s Montagelinien zu unterstützen. Im Gegenzug hilft ARI bei der Skalierung der Software-Architektur – ein transatlantisches Ökosystem für fahrerlose Logistik entsteht.

Für ARI Motors bedeutet das Geschäft eine strategische Diversifizierung. Das Unternehmen, in Deutschland vor allem für kommunale und gewerbliche Nutzfahrzeuge bekannt, positioniert sich nun als Zulieferer in der globalen autonomen Lieferkette. Kann ARVIA SE die Lieferziele für 2026 erreichen, würde die Partnerschaft zur Blaupause: Wie etablierte Autohersteller und Tech-Startups gemeinsam fahrerlose Fahrzeuge auf die Straße bringen.

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