Arbeitszeitreform, Vertrauensarbeit

Arbeitszeitreform 2026: Vertrauensarbeit braucht jetzt Zeiterfassung

19.01.2026 - 04:42:12

Die geplante Arbeitszeitreform zwingt Unternehmen zum Handeln: Vertrauensarbeitszeit ist nur noch mit lückenloser Dokumentation möglich. Ab 2026 soll eine elektronische Zeiterfassung für alle verpflichtend werden. Die Balance zwischen Flexibilität und Kontrolle steht auf dem Prüfstand.

Bereits heute gilt die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung, basierend auf EuGH- und BAG-Urteilen. Die finale gesetzliche Ausgestaltung durch die Bundesregierung lässt jedoch weiter auf sich warten. Ein Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) von 2023 skizzierte die Pläne.

Der Koalitionsvertrag bestätigt das Vorhaben einer „unbürokratischen Regelung“. Sie soll auch Übergangsfristen für kleine und mittlere Unternehmen vorsehen. Für Betriebe heißt das: Vertrauensarbeitszeit bleibt möglich, aber nicht ohne System.

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Die Woche im Blick: Mehr Spielraum, mehr Verantwortung

Ein Kernpunkt der Debatte ist die mögliche Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden. Das würde längere Tage erlauben, solange der Wochen-Durchschnitt stimmt. Doch diese Flexibilität ist an eine präzise Zeiterfassung geknüpft.

Experten sehen keinen Widerspruch. Die Verantwortung für die korrekte Erfassung kann an die Mitarbeiter delegiert werden – etwa per App. Die letzte Verantwortung für die Einhaltung von Pausen- und Ruhezeiten trägt aber der Arbeitgeber.

Autonomie als Erfolgsfaktor: Was die Daten sagen

Trotz neuer Bürokratie halten viele Unternehmen an der Vertrauensarbeitszeit fest. Der Grund: Studien belegen positive Effekte auf Zufriedenheit und Bindung.

  • Die Konstanzer Homeoffice Studie 2025 ergab ein subjektives Leistungsplus von 5 % bei Beschäftigten in flexiblen Modellen.
  • Eine PwC-Studie vom Dezember 2025 zeigte: 87 % der Arbeitgeber und 89 % der Beschäftigten bewerten die Produktivität im Homeoffice als gleichbleibend oder höher.

Autonomie bleibt also ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im Kampf um Fachkräfte.

Die große Herausforderung: Systeme, die Vertrauen nicht killen

Die größte Hürde für Unternehmen ist die praktische Umsetzung. Sie brauchen Zeiterfassungssysteme, die rechtssicher und nutzerfreundlich sind – und die gewachsene Vertrauenskultur nicht zerstören.

Für den Mittelstand plant das BMAS gestaffelte Übergangsfristen:
* Bis zu einem Jahr für große Betriebe.
* Bis zu fünf Jahre für kleinere Unternehmen.

Die Zukunft der Arbeit liegt in der intelligenten Verbindung von Freiheit und Struktur. Wer es schafft, Vertrauen mit moderner, transparenter Dokumentation zu paaren, ist für 2026 gerüstet.

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