Arbe, Robotics

Arbe Robotics sichert Millionen für autonome Radartechnik

01.02.2026 - 22:51:12

Der israelische Radarspezialist Arbe Robotics schließt eine Kapitalerhöhung ab, um die Serienproduktion seiner 4D-Radartechnologie zu beschleunigen und einen Großauftrag aus China umzusetzen.

Mit 18,5 Millionen Euro frischem Kapital will der israelische Radarspezialist seine Marktposition ausbauen und einen Großauftrag aus China realisieren. Die Finanzierung soll die Serienproduktion einer hochauflösenden 4D-Radartechnologie beschleunigen, die als Schlüssel für selbstfahrende Autos gilt.

Strategische Finanzierung für den Wachstumskurs

Das Unternehmen schloss Ende Januar eine Kapitalerhöhung über umgerechnet 18,5 Millionen Euro ab. Der Erlös aus dem Verkauf von Aktien an institutionelle Investoren fließt in die operative Expansion. Für einen Technologiekonzern in der Skalierungsphase ist eine solche Finanzierung ein entscheidender Schritt, um von der Entwicklung zur Serienfertigung überzugehen.

Die Mittel sind dringend benötigt: Arbe Robotics steht vor der anspruchsvollen Aufgabe, einen Großauftrag zu bedienen und gleichzeitig die Technologie weiterzuentwickeln. Kann das Unternehmen den Spagat zwischen Innovation und Massenproduktion meistern?

Hochauflösendes Radar als Wettbewerbsvorteil

Im Kern der Strategie liegt die eigene 4D-Imaging-Radar-Technologie. Das auf der CES 2026 vorgestellte System erzeugt eine extrem dichte Punktwolke mit über 20.000 Detektionen pro Frame. Diese Detailtiefe soll es künstlicher Intelligenz ermöglichen, die Fahrzeugumgebung präzise zu interpretieren – eine Grundvoraussetzung für hochautomatisiertes Fahren.

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Ein entscheidender Vorteil gegenüber Kameras und Lidar: Radar funktioniert bei jedem Wetter. Regen, Schnee oder Nebel beeinträchtigen die Leistung kaum. Diese Allwettertauglichkeit macht die Technologie für Automobilhersteller besonders attraktiv.

Partnerschaft mit NVIDIA und Schlüsselmarkt China

Um die Datenflut des Radars zu verarbeiten, setzt Arbe auf Künstliche Intelligenz von NVIDIA. Die Partnerschaft zielt auf komplette Wahrnehmungslösungen ab, die Automobilherstellern die Integration erleichtern sollen.

Der konkreteste Erfolg ist ein Design-Win bei einem großen chinesischen Staatskonzern. Ab Dezember 2026 soll das Arbe-Radar in einer Baureihe für Level-4-autonome Fahrzeuge verbaut werden. Tausende Fahrzeuge mit der Technologie könnten 2027 auf den Markt kommen. Die erfolgreiche Umsetzung dieses Projekts wäre ein wichtiger Referenzkundennachweis für den Einstieg in den Massenmarkt.

Radartechnik im Rennen der Sensoren

Der Wettlauf um autonomes Fahren der Stufen 3 und 4 heizt den Sensor-Markt weiter an. Während Kameras und Lidar etabliert sind, gilt hochauflösendes Radar als missing Link für eine redundante und zuverlässige Umfelderkennung. Arbe positioniert sich mit einer radarbasierten, aber lidarähnlichen Auflösung zu einem potenziell kostengünstigeren Preis.

Die aktuelle Kapitalerhöhung, trotz möglicher Verwässerung für bestehende Aktionäre, wird von Branchenbeobachtern als strategische Notwendigkeit bewertet. Sie verschafft dem Unternehmen das nötige finanziellen Polster, um in einem umkämpften Markt mit etablierten Halbleiter- und Automobilzulieferern zu konkurrieren.

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