Apples, Diebstahl-Schutz

Apples Diebstahl-Schutz macht PIN-Spionen das Leben schwer

23.01.2026 - 18:35:12

Die Sicherheitsfunktion 'Schutz für gestohlene Geräte' in iOS 17.3 verhindert den Zugriff auf sensible Daten durch eine biometrische Hürde und eine einstündige Verzögerung.

Seit iOS 17.3 etabliert sich die Funktion als Barriere gegen eine raffinierte Diebstahlmasche. Kriminelle nutzen das sogenannte “Shoulder Surfing”, um den Gerätecode auszuspähen. Mit ihm konnten sie bisher nicht nur das Smartphone, sondern die gesamte digitale Identität des Opfers übernehmen.

Die perfide Masche der PIN-Spione

Die Methode ist einfach und wirkungsvoll. Diebe beobachten ihre Opfer in Bars oder öffentlichen Verkehrsmitteln bei der Code-Eingabe. Nach dem Diebstahl war dieser Code bislang der Master-Schlüssel.

Mit ihm konnten Kriminelle:
* Das Apple-ID-Passwort ändern und den Besitzer aussperren.
* Die “Wo ist?”-Funktion deaktivieren und eine Ortung unmöglich machen.
* Auf gespeicherte Passwörter im iCloud-Schlüsselbund und Zahlungsinformationen zugreifen.

Die Folgen waren verheerend: Verlust persönlicher Daten, Fotos und erheblicher finanzieller Schaden.

Anzeige

Passend zum Thema Diebstahlschutz – viele iPhone-Nutzer kennen die wichtigsten Sicherheitseinstellungen nicht oder finden die Menüs verwirrend. Das kostenlose iPhone Starterpaket erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Gerät sicher einrichten (Face/Touch ID, Gerätecode, Ortungsdienste) und wichtige Schutzfunktionen wie den ‘Schutz für gestohlene Geräte’ aktivieren. Inklusive praktischer Checklisten und dem Newsletter ‘Apfel-Geheimnisse’ für regelmäßige Sicherheitstipps. Ideal für Einsteiger und alle, die Wert auf einfache Sicherheit legen. Jetzt iPhone-Starterpaket kostenlos herunterladen

So macht Apple Dieben einen Strich durch die Rechnung

Der “Schutz für gestohlene Geräte” aktiviert eine mehrstufige Sicherheitsarchitektur, sobald sich das iPhone nicht an vertrauten Orten befindet. Die Funktion basiert auf zwei zentralen Säulen.

Erstens wird für den Zugriff auf sensible Bereiche wie Passwörter oder Zahlungsdaten eine biometrische Authentifizierung per Face ID oder Touch ID zwingend erforderlich. Die Code-Eingabe entfällt an unbekannten Orten komplett.

Die zweite, entscheidende Hürde ist die Sicherheitsverzögerung. Versucht ein Dieb, kritische Einstellungen wie das Apple-ID-Passwort zurückzusetzen oder “Wo ist?” zu deaktivieren, startet das System eine einstündige Wartezeit.

Nach dieser Stunde muss eine zweite erfolgreiche biometrische Authentifizierung folgen. Da der Dieb nicht über die biometrischen Daten verfügt, ist der Vorgang blockiert. Dieses Zeitfenster gibt dem Opfer die Chance, das Gerät in der “Wo ist?”-App als verloren zu markieren und seinen Account zu sichern.

So aktivieren Sie den Diebstahl-Schutz

Die Aktivierung ist unkompliziert, muss aber manuell erfolgen. Voraussetzung sind iOS 17.3, aktivierte Zwei-Faktor-Authentifizierung, ein Gerätecode, Face/Touch ID und Ortungsdienste für “Wichtige Orte”.

So geht’s:
1. Öffnen Sie die Einstellungen.
2. Gehen Sie zu “Face ID & Code” (oder “Touch ID & Code”).
3. Geben Sie Ihren Code ein.
4. Tippen Sie auf “Schutz für gestohlene Geräte”.
5. Aktivieren Sie die Funktion mit “Schutz aktivieren”.

Standardmäßig ist der Schutz nur an unbekannten Orten aktiv. Für maximale Sicherheit können Sie die Verzögerung dauerhaft erzwingen.

Ein wichtiger Schritt im Sicherheits-Wettlauf

Die Einführung markiert eine signifikante Weiterentwicklung. Apple reagiert damit auf zunehmende Diebstähle, die gezielt auf das Ausspähen des Codes abzielen. Der Schwerpunkt verlagert sich von einem einzigen Wissen-Faktor hin zu einer Kombination aus Biometrie und zeitlichem Puffer.

Sicherheitsexperten bewerten den Schritt positiv. Die Funktion schließt eine kritische Lücke und nimmt den Angreifern ihren wichtigsten Vorteil: die Geschwindigkeit. Bleibende Herausforderung ist, dass viele Nutzer von der Funktion nichts wissen und sie aktivieren müssen.

Die Entwicklung zeigt den dynamischen Wettlauf um digitale Sicherheit. Für Nutzer unterstreicht sie die Notwendigkeit, sich proaktiv mit Schutzmechanismen auseinanderzusetzen. Die Wachsamkeit des Einzelnen – besonders der Schutz des PIN-Codes in der Öffentlichkeit – bleibt eine grundlegende Verteidigungslinie.

Anzeige

PS: Noch unsicher, ob Sie alle Schutzoptionen korrekt aktiviert haben? Das Gratis-iPhone-Starterpaket enthält neben einer klaren Schritt-für-Schritt-Anleitung auch praktische Checklisten, Troubleshooting-Tipps und den Newsletter „Apfel-Geheimnisse“, damit Sie neue Sicherheitsfunktionen wie die Verzögerung bei gestohlenen Geräten sofort nutzen können. So prüfen Sie Ihre Einstellungen systematisch und schließen gefährliche Lücken in wenigen Minuten. Das PDF ist kostenlos und eignet sich besonders, wenn Sie gerade ein Update auf iOS 17.3 durchgeführt haben. iPhone-Starterpaket jetzt gratis anfordern

@ boerse-global.de