Apple-Nutzer: Betrüger nutzen Jahreswechsel für neue Attacken
31.12.2025 - 10:00:12Eine neue Welle von Betrugsversuchen überschattet den Jahreswechsel für Apple-Nutzer. Sicherheitsexperten warnen vor aggressiven Kampagnen mit nutzloser “Entsperr-Software” und gezieltem Phishing.
Im Fokus stehen dubiose Software-Tools, die in sozialen Medien massiv beworben werden. Programme wie “i-Ultra Unlock” versprechen die Entfernung der iCloud-Aktivierungssperre auf modernen iPhones – ein technisch unmögliches Unterfangen.
Nutzer zahlen zwischen 50 und 240 Euro für eine Lizenz, erhalten aber nichts. Stattdessen riskieren sie, dass die Software Malware auf ihrem Computer installiert. Die iCloud-Sperre ist ein serverseitiges Sicherheitsmerkmal von Apple. Keine Software kann sie ohne originale Zugangsdaten umgehen.
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Die Betrüger setzen auf gefälschte Erfolgsbewertungen und manipulierte Videos. Besonders perfide: Einige verlangen eine “Vorab-Prüfungsgebühr” für eine Dienstleistung ohne jede technische Grundlage.
Phishing-Alarm: “Ihr iCloud-Speicher ist voll!”
Parallel rollt eine aggressive Phishing-Welle. Tausende Nutzer erhalten E-Mails mit der Warnung: “Letzte Mitteilung: Ihre Fotos und Videos werden gelöscht”.
Der Inhalt soll Panik erzeugen. Apple löscht jedoch niemals Konten wegen Speichermangels oder setzt 24-Stunden-Fristen. Klickt ein Nutzer auf den Link, landet er auf einer gefälschten Apple-Login-Seite. Die gestohlenen Daten geben Kriminellen Zugriff auf das digitale Leben der Opfer.
Oft nutzen Betrüger diese Konten, um Geräte aus der Ferne zu sperren und Lösegeld zu fordern. Ein Teufelskreis entsteht.
Technische Realität vs. Marketing-Lügen
Apple hat die Sicherheitsarchitektur in den letzten Jahren weiter verschärft. Bei neueren Modellen sind bekannte Umgehungswege versperrt.
Legitime Methoden zur Sperrentfernung gibt es nur zwei:
* Über den offiziellen Apple-Support mit Kaufbeleg
* Durch Eingabe der korrekten Apple-ID des Vorbesitzers
Jede Software, die ohne Apple-Server-Kommunikation arbeitet, ist Betrug. Die Installation solcher “Bypass-Tools” erfordert oft das Deaktivieren von Virenscannern – ein Einfallstor für Infostealer, die Passwörter und Kreditkartendaten abgreifen.
Warum die Betrugswelle jetzt zuschlägt
Die Zunahme korreliert mit steigenden Smartphone-Preisen und dem wachsenden Markt für gebrauchte Geräte. Viele Käufer prüfen nicht, ob die “Wo ist?”-Funktion deaktiviert ist.
Ein gesperrtes iPhone ist für den ehrlichen Käufer wertlos. Diese Verzweiflung macht anfällig für betrügerische “Lösungen”. Der Markt für diese Fake-Tools hat sich zu einer Millionenindustrie entwickelt.
Die Betrüger professionalisieren sich: Sie nutzen KI-gestützte Übersetzungstools und kopieren das Apple-Design bis ins Detail. Frühere Hinweise wie schlechtes Deutsch fallen weg.
So schützen Sie sich
Für Verbraucher bleibt Skepsis die wichtigste Waffe. Experten raten zu drei einfachen Regeln:
- Kauf gebrauchter iPhones: Nur zuschlagen, wenn das Gerät vor Ort zurückgesetzt ist und keine Apple-ID mehr verknüpft ist.
- Software: Niemals Programme installieren, die tiefgreifende Systemeingriffe für angebliche “Wunderlösungen” versprechen.
- E-Mails: Bei Speicherplatz-Warnungen nie auf Links klicken. Den Status immer direkt in den iOS-Einstellungen prüfen.
Die Botschaft ist klar: Es gibt keine magische Software für gesperrte iPhones. Wer das Gegenteil behauptet, will nur Ihr Geld.
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