HomePod 2, Apple HomePod

Apple HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue HomePod 2 Smartspeaker wirklich?

06.02.2026 - 22:59:33

Der HomePod 2 bringt 3D Audio, starken Bass und tiefere HomeKit-Integration in Apples Wohnzimmer. Ist der Apple HomePod als Smartspeaker endlich reif für anspruchsvolle Ohren – oder nur für Hardcore-Apple-Fans?

Wenn Musik im Raum nicht nur spielt, sondern greifbar wird, zeigt sich, was ein Smartspeaker wirklich kann. Der Apple HomePod 2 zielt genau darauf: dichte Klangbühne, kräftiger Bass, verlässliche Sprachsteuerung – verpackt in einem unauffälligen Zylinder, der mehr HiFi sein will als Küchenradio. Aber ist der HomePod 2 das Upgrade, auf das Apple-Fans gewartet haben, oder bleibt er ein luxuriöses Spielzeug?

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Apple positioniert den Apple HomePod klar als audiophilen Smartspeaker in einem Markt, der von Amazon Echo und Google Nest dominiert wird. Der HomePod 2 tritt in die Fußstapfen des ersten Modells, korrigiert aber einige alte Schwächen: bessere Raumakustik-Erkennung, modernerer Funk (u.a. Thread, Matter-Support) und ein Fokus auf 3D Audio mit Dolby Atmos. Wer sich im Apple-Ökosystem bewegt, bekommt damit eine Art Klang-Hub fürs ganze Zuhause.

Optisch bleibt Apple konservativ. Der Apple HomePod ist erneut ein kompakter Zylinder mit akustisch transparentem Mesh, wahlweise in Weiß oder Mitternacht. Oben sitzt das hintergrundbeleuchtete Touchfeld, das beim HomePod 2 größer und „lebendiger“ wirkt. Siri-Animationen füllen nun fast die komplette Oberseite, was im Alltag tatsächlich hilft: Man sieht sofort, ob der Smartspeaker zuhört oder rechnet.

Unter dem Stoff steckt das, was den HomePod 2 für Klangfans interessant macht. Ein nach oben gerichteter High-Excursion-Woofer erzeugt den Tiefton, flankiert von einem Ring aus fünf Hochtönern, die den Raum gezielt beschallen. In Kombination mit Raumerkennung über integrierte Mikrofone passt der Smartspeaker sein Klangbild ständig an. Der Vorgänger setzte noch auf sieben Tweeter – der Schritt auf fünf wirkt auf dem Papier wie ein Rückschritt, in der Praxis ist die Abstimmung aber erwachsener geworden.

Im Betrieb hört man, dass der HomePod 2 auf kontrollierten Punch statt auf überzogene Loudness-Kurve zielt. Der Bass drückt überraschend präzise für einen so kleinen Körper, ohne das restliche Spektrum zuzuschmieren. Stimmen stehen sauber im Vordergrund, Sibilanten bleiben angenehm zurückhaltend. Gerade bei Singer-Songwriter, Jazz oder akustischer Musik klingt der Apple HomePod erstaunlich intim, während elektronische Tracks von der energischen Tieftonwiedergabe profitieren. Hier zeigt sich, dass der HomePod 2 ernsthaft als Musikquelle konzipiert wurde – nicht als smarter Küchenwecker.

Seine eigentliche Stärke zeigt der HomePod 2, sobald 3D Audio ins Spiel kommt. In Verbindung mit Apple Music und Dolby-Atmos-Mixes projiziert der Smartspeaker eine breite, zum Teil fast kuppelartige Bühne in den Raum. Der Effekt hängt stark von der Aufnahme ab, doch bei guten Atmos-Produktionen entsteht eine angenehm umhüllende Klangwolke. Der Sweet Spot ist im Vergleich zu klassischem Stereo weniger kritisch; die Musik bleibt auch abseits der Mitte räumlich kohärent.

Im Vergleich zum ersten HomePod wirkt der HomePod 2 im Hochton seidiger und weniger aggressiv, die Mitten haben mehr Körper. Der Vorgänger neigte dazu, gerade in halligen Räumen etwas hart zu klingen, wenn man laut gehört hat. Das neue Modell bleibt länger souverän, bevor es Richtung Kompression kippt. Gegenüber typischen Konkurrenten wie Amazon Echo Studio oder Sonos One liegt der Apple Smartspeaker tonal näher an einem „HiFi-Lautsprecher mit DSP“ als an einem reinen Assistentenwürfel. Wer zwei HomePod 2 zu einem Stereo-Paar koppelt, bekommt hier tatsächlich eine kompakte, wohnzimmertaugliche Anlage.

Ein wichtiger Punkt für Apple-Fans: Der HomePod 2 integriert sich nahtlos in das Ökosystem. Mit iPhone, iPad oder Mac fungiert der Smartspeaker als AirPlay-2-Ziel, als Steuerzentrale für HomeKit und – in Verbindung mit Apple TV 4K – als Soundbar-Ersatz. Gerade letztere Kombination macht Laune: Zwei HomePod 2 als TV-Speaker erzeugen für ihre Größe ein erstaunlich breites und dynamisches Klangbild, inklusive Unterstützung für Dolby Atmos bei kompatiblen Inhalten. Explosionen bekommen Substanz, Dialoge bleiben klar verständlich.

Herzstück der Smart-Funktionen bleibt Siri. Und ja: Siri ist nicht die kreativste Assistentin am Markt, aber im HomePod 2 wirkt sie fokussierter. Sprachbefehle werden zuverlässig erkannt, selbst bei lauter Musik – ein klarer Fortschritt im Alltag. „Endlich versteht Siri auch im Wohnzimmer, was man will“, trifft es ziemlich gut. Die lokale Verarbeitung vieler Anfragen sorgt dafür, dass Antworten flotter kommen und nicht permanent die Cloud bemüht werden muss.

Für das Smart Home dient der Apple HomePod darüber hinaus als Steuerzentrale (Home Hub) und als Thread-Border-Router. Das bedeutet: Er kann Matter-Geräte unterschiedlicher Hersteller im Haus einbinden und steuern, egal ob Lampen, Thermostate oder Sensoren – solange sie den Standard unterstützen. Das öffnet das vormals eher abgeschottete Apple HomeKit in Richtung eines breiteren Ökosystems. Wer bereits auf HomeKit setzt, bekommt mit dem HomePod 2 eine zentrale Instanz, die sowohl Klang als auch Geräteverwaltung übernimmt.

Natürlich bleibt der HomePod 2 nicht ohne Kompromisse. Für Android-Nutzer ist er faktisch unattraktiv, da viele Features stark ans iPhone gekoppelt sind. Multiroom funktioniert zwar hervorragend über AirPlay 2, aber vor allem in der Apple-Welt. Ein Amazon Echo oder ein Google Nest sind offener, wenn man plattformübergreifend unterwegs ist. Außerdem bietet Apple kaum klassische Klangregler; der Fokus liegt auf automatischer Anpassung. Wer gerne manuell an Bass und Höhen dreht, wird mit dem minimalistischen Ansatz des Apple Smartspeaker nicht restlos glücklich.

Im direkten Vergleich mit Alternativen wirkt der HomePod 2 wie ein Gerät mit klarer Haltung: akustisch ambitioniert, visuell zurückhaltend, funktional sehr Apple-zentriert. Der Echo Studio punktet mit offenerem Ökosystem und teils günstigeren Straßenpreisen, der Sonos One (bzw. sein Nachfolger Era 100) mit flexibler Multiroom-Architektur. Der HomePod 2 kontert mit besserer Integration in Apple-Dienste, sehr guter Sprachaufnahme und einem insgesamt reiferen, ausgewogenen Klangbild – besonders, wenn man zwei Stück im Stereo-Verbund einsetzt.

Wer bereits im Apple-Kosmos lebt, spürt im Alltag sofort die Synergien. Handsoff-Musikübergabe vom iPhone zum HomePod 2, Intercom-Funktion in der Wohnung, Home-App-Steuerung aller kompatiblen Geräte – das wirkt wie aus einem Guss. Gerade in Haushalten, in denen ohnehin Apple TV, Apple Music und iPhones dominieren, spielt der Apple HomePod seine Stärken aus und wird schnell zur zentralen Audiostation des Hauses.

Unterm Strich ist der HomePod 2 kein Gadget, das man „mal eben“ kauft, sondern eine bewusste Entscheidung: für guten Klang, für Apple-Dienste und für ein recht geschlossenes, aber sehr komfortables Smart-Home-Setup. Wer genau diese Mischung sucht, bekommt einen der klangstärksten Smartspeaker seiner Klasse, der mehr HiFi als Spielzeug ist – vorausgesetzt, man bringt das passende Ökosystem mit.

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