Apple-Chef, Cook

Apple-Chef Cook bereitet Generationenwechsel vor

06.02.2026 - 17:37:12

Apple-CEO Tim Cook hat die systematische Suche nach seinem Nachfolger eingeleitet. Hardware-Chef John Ternus gilt als aussichtsreichster Kandidat für die künftige Führung des Tech-Konzerns.

Tim Cook hat intern klargestellt: Die Suche nach seinem Nachfolger läuft. Der Apple-CEO will die Führungsriege des Tech-Riesen für die nächsten 15 Jahre aufstellen. Favorit für die Spitze ist Hardware-Chef John Ternus.

Cupertino – Die Ära Tim Cook bei Apple neigt sich zwar nicht dem Ende entgegen, doch die Planung für die Zeit danach tritt in eine entscheidende Phase. In einer internen Mitarbeiterveranstaltung diese Woche sprach der 65-jährige CEO erstmals direkt und deutlich über die Nachfolgeregelung. Sein Fokus liege „besessen“ darauf, die Führungspipeline für die kommenden 15 Jahre zu sichern. Dies ist das stärkste Signal dafür, dass der Wechsel an der Spitze des wertvollsten Technologiekonzerns der Welt systematisch vorbereitet wird.

John Ternus: Der designierte Kronprinz

Im Zentrum der Nachfolgedebatte steht John Ternus. Der 50-jährige Vice President of Hardware Engineering gilt intern und bei Analysten als aussichtsreichster Kandidat. Der Apple-Veteran mit 25 Jahren Firmenzugehörigkeit verantwortet bereits die Hardware aller Kernprodukte wie iPhone, Mac und iPad.

Seine Position wurde Ende letzten Jahres stillschweigend gestärkt: Cook übertrug ihm die Führung der legendären Design-Abteilung. Dieser Schritt, der nicht öffentlich bekannt gegeben wurde, wird als gezielte Vorbereitung gewertet. Ternus soll so Einblick in die gesamte Produktentwicklung – von der Hardware bis zur Software-Ästhetik – erhalten.

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Ternus wird als pragmatischer Macher beschrieben, der ehrgeizige Ingenieursarbeit mit wirtschaftlicher Disziplin verbindet. Er war maßgeblich an Schlüsselprojekten wie der Umstellung der Macs auf hauseigene Apple-Silicon-Chips beteiligt. Seine wachsende Präsenz auf Produktbühnen und seine erweiterten strategischen Aufgaben festigen seinen Status als Favorit.

Großes Führungs-Roulette bei Apple

Die Nachfolgeplanung fällt mit einer umfassenden Verjüngung der Führungsetage zusammen. Ein zentraler Auslöser war der Rücktritt von COO Jeff Williams im November 2025. Der langjährige Operations-Chef, einst selbst als Cook-Nachfolger gehandelt, verließ das Unternehmen nach 27 Jahren.

Seine umfangreichen Aufgaben wurden neu verteilt. Sabih Khan übernahm die COO-Rolle. Zugleich erhielten andere Top-Manager mehr Verantwortung: Software-Chef Craig Federighi steuert nun auch watchOS, und Services-Boss Eddy Cue übernahm die Gesundheits- und Fitness-Initiativen.

Cook bezeichnete diese Wechsel als „natürlichen Prozess“ in einem Unternehmen mit langjährigen Führungskräften. Die Umstrukturierung sei langfristig geplant und solle Stabilität gewährleisten.

Warum Apple auf Kontinuität setzt

Die Strategie des Konzerns ist klar: Der nächste CEO soll aus den eigenen Reihen kommen. Dies soll Brüche vermeiden und das einzigartige Ökosystem aus Ingenieurskunst, Design und Betriebsabläufen bewahren. Der Übergang vom visionären Gründer Steve Jobs zum operativen Mastermind Tim Cook war ein historischer Kraftakt. Der nächste Wechsel wird ebenso richtungsweisend.

Indem Ternus schrittweise mit mehr Unternehmensbereichen – von der Lieferkette über das Engineering bis zur Design-Strategie – vertraut gemacht wird, bereitet der Vorstand einen Leader vor, der die komplexe Apple-Kultur von Grund auf kennt. Ein externer Kandidat hätte in der berüchtigt abgeschotteten Unternehmenskultur eine steile Lernkurve vor sich.

Wann kommt der tatsächliche Wechsel?

Ein unmittelbarer Abgang von Tim Cook steht jedoch nicht bevor. Beobachter erwarten, dass der CEO das Unternehmen noch durch mindestens eine größere Produkteinführung führen wird – etwa das erste faltbare iPhone, das in den kommenden Jahren erwartet wird.

Erst danach dürfte der Staffelstab weitergegeben werden. Denkbar ist, dass Cook in einen Aufsichtsratsvorsitz wechselt, um weiterhin strategisch beratend tätig zu sein. Klar ist: Apple plant nicht nur einen neuen CEO, sondern den evolutionären Wandel seines gesamten Führungsteams, um die Herausforderungen der nächsten Dekade zu meistern.

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