Apotheken werden zu Demenz-Früherkennern
02.02.2026 - 01:32:11Deutsche Apotheken etablieren sich als erste Anlaufstelle für die Früherkennung von Demenz. Spezielle Schulungen und digitale Modellprojekte rüsten die Teams aus, um kognitive Einschränkungen früh zu erkennen. Ein Pilotprojekt in Bayern testet jetzt, wie gut das funktioniert.
Diese Entwicklung schließt eine Lücke im Gesundheitssystem. Denn eine frühe Diagnose ist entscheidend für den Krankheitsverlauf. Apotheken nutzen ihre vertraute und leicht erreichbare Position, um Betroffene schneller in die medizinische Versorgung zu lotsen.
Pilotprojekt DARE: Der digitale Gedächtnistest
Im Großraum München läuft das Modellprojekt DARE (Demenzfreundliche Apotheken als Ressource). In 14 Apotheken können Menschen ab 60 Jahren ihr Gedächtnis kostenlos mit digitalen Tests prüfen lassen.
Passend zum Thema Früherkennung in Apotheken: Wenn Ihnen wiederholt Namen oder Termine entfallen oder Sie sich Sorgen machen, liefert ein anonymer 7‑Fragen‑Selbsttest in nur zwei Minuten eine erste Einschätzung. Der Test wurde mit Experten entwickelt, ist sofort auswertbar und kann helfen einzuschätzen, ob ein Arztbesuch sinnvoll ist – ganz ohne Termin und diskret. Ideal für Menschen ab 50 und deren Angehörige. Jetzt anonymen 7‑Fragen‑Selbsttest starten
Das bis Juli 2027 laufende Projekt wird vom bayerischen Gesundheitsministerium mit rund 315.000 Euro gefördert. Zeigt ein Test Auffälligkeiten, verweist das geschulte Personal an Fachärzte. Die Studie soll klären, ob solche Apotheken-Screenings effektiv sind.
Der Schlüssel: Gut geschultes Personal
Die Basis für diese neue Rolle bilden Fortbildungen. Initiativen wie „Demenz Partner“ bereiten Apotheker und PTAs auf den sensiblen Umgang mit der Krankheit vor.
In den Kursen lernen sie, Anzeichen zu erkennen und einfühlsam zu beraten. Allein in Baden-Württemberg haben sich bereits 170 Mitarbeiter aus 100 Apotheken schulen lassen. Erfolgreiche Teilnehmer erhalten eine Urkunde, die ihre Kompetenz nach außen sichtbar macht.
Warum die Apotheke der ideale Ort ist
Apotheken haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind niedrigschwellig erreichbar. Viele Menschen scheuen den Gang zum Arzt, besuchen aber regelmäßig ihre Stamm-Apotheke.
Apotheker kennen ihre Kunden oft lange und bemerken als Erste subtile Veränderungen – wie wiederholte Fragen oder Verwirrtheit. Diese Beobachtung kann der Anstoß für ein diskretes Gespräch und den Vorschlag eines Tests sein.
Eine neue Rolle im Gesundheitssystem
Die Integration der Früherkennung ist mehr als eine neue Dienstleistung. Sie bedeutet eine strategische Aufwertung der Apotheke. Angesichts des demografischen Wandels wächst der Bedarf an wohnortnahen Angeboten.
Langfristig zielen Projekte wie DARE darauf ab, eine abrechenbare Grundlage für solche Screenings zu schaffen. Sollte die Studie positive Ergebnisse liefern, könnten Demenz-Tests in Apotheken bundesweit zum Standard werden. Für Betroffene und Angehörige wäre das ein großer Gewinn an früher Hilfe und vertrauter Begleitung.
PS: Gewissheit in nur zwei Minuten – das kann Entlastung bringen. Wer erste Gedächtnisauffälligkeiten bemerkt, findet mit dem kostenlosen, anonymen 7‑Fragen‑Demenz‑Selbsttest eine schnelle Orientierung. Das Ergebnis gibt praktische Hinweise, ob weitere Abklärungen sinnvoll sind, und ist speziell für Betroffene und Angehörige konzipiert. Diskret, gratis und sofort per Link verfügbar. So lässt sich frühzeitig handeln oder beruhigend feststellen, dass kein Handlungsbedarf besteht. Jetzt kostenlosen Demenz‑Selbsttest anfordern


