Apotheken im digitalen Umbruch: E-Rezept und ePA werden Pflicht
22.01.2026 - 02:23:12Die deutschen Apotheken stehen vor einer Zeitenwende. Ab sofort gelten die digitalen Gesundheitsreformen des Digitalgesetzes (DigiG) flächendeckend. Die verbindliche Einführung des E-Rezepts und der elektronischen Patientenakte (ePA) zwingt Tausende Apotheken zum digitalen Neustart. Auf einer Reihe von Fachkonferenzen diskutiert die Branche Anfang 2026 die Folgen.
Das Ziel der Reform ist ein vernetzteres und effizienteres Gesundheitssystem. Die digitale Infrastruktur soll die Arzneimittelsicherheit erhöhen und die Kommunikation zwischen Patienten, Ärzten und Apotheken vereinfachen. Der Fokus liegt nun auf der praktischen Umsetzung: Wie gelingt die sichere Integration in den Apothekenalltag?
Das Herzstück der Reform: E-Rezept und digitale Patientenakte
Kern der digitalen Gesundheitsstrategie ist das E-Rezept. Es ist seit Jahresbeginn der verbindliche Standard für die Arzneimittelverschreibung. Parallel dazu läuft der flächendeckende Rollout der elektronischen Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Versicherten.
Patienten erhalten so einen digitalen Überblick über ihre Medikation. Das soll Wechselwirkungen verringern und Ärzte im Behandlungsprozess unterstützen. Laut Bundesgesundheitsministerium soll das DigiG den Alltag für Mediziner und Patienten vereinfachen.
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Apotheker können Rezepte digital abrufen und den Abgabeprozess beschleunigen. Patienten verwalten ihre Verordnungen über die ePA‑App und behalten die Hoheit über ihre Gesundheitsdaten – inklusive der freien Apothekenwahl. Das Gesetz erweitert zudem die Möglichkeiten für telemedizinische Leistungen, indem es frühere Mengenbeschränkungen aufhebt.
Branche sucht Antworten auf Fachkonferenzen
Angesichts dieser tiefgreifenden Veränderungen trifft sich die Gesundheitswirtschaft auf mehreren Schlüsselveranstaltungen. Am 28. Januar startet die digitale Fachmesse „Pharma Deutschland InnoVention 2026“. Sie widmet sich den Schwerpunkten Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Experten diskutieren dort kritische Themen: von Künstlicher Intelligenz (KI) und Cybersicherheit im Gesundheitswesen bis zu neuen Entwicklungen in der Patientenversorgung. Prominente Redner, darunter Regierungsvertreter, geben Einblicke in den sich wandelnden regulatorischen Rahmen.
Am 5. März 2026 folgt die Online-Veranstaltung „Apotheke digital“ als Teil der „INTERPHARM online“-Reihe. Sie bietet praktische Einblicke, wie moderne Technologien den Apothekenalltag transformieren. Sessions behandeln Telepharmazie, KI-gestützte Assistenzsysteme und Methoden zur Prozessoptimierung.
Die großen Hürden: Cybersecurity und Investitionen
Die langfristige Vision eines digital vernetzten Gesundheitssystems stößt auf breite Zustimmung. Der unmittelbare Übergang stellt Apotheken jedoch vor erhebliche operative Herausforderungen.
Zu den größten Sorgen zählt der robuste Schutz sensibler Patientendaten vor Cyberangriffen. Ebenso wiegt die technologische Investition, um die Apothekensysteme upzugraden. Die erfolgreiche Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs) hängt von ihrer nahtlosen Integration in die Arbeitsabläufe ab – ein zentraler Diskussionspunkt.
Die Reform erweitert zudem die Rolle des Apothekers. Er wird zum Schlüsselspieler in einem dezentraleren Gesundheitssystem. Die Änderungen geben Apothekern mehr Flexibilität, etwa bei der Substitution nicht verfügbarer Medikamente. Um die neuen digitalen Werkzeuge voll auszuschöpfen, sind fortlaufende Schulungen für die Apothekenteams entscheidend.
Ausblick: Auf dem Weg zum vernetzten Ökosystem
Die digitale Transformation der Apotheken ist ein entscheidender Schritt zu einem effizienteren, patientenzentrierten Gesundheitssystem. Die kommenden Monate werden zeigen, wie erfolgreich die Umsetzung gelingt.
Die Erkenntnisse aus den Expertendiskussionen Anfang 2026 sind dafür wegweisend. Langfristig soll die Integration von E‑Rezept und ePA den Weg für weitere Innovationen ebnen: von erweiterter Datenanalyse für die Public Health bis zum breiteren Einsatz von Telemonitoring.
Das Ziel ist ein Gesundheitssystem, in dem Daten sicher und effizient zwischen allen Beteiligten fließen. Die Fähigkeit der Branche, diesen Wandel aktiv zu gestalten, wird die Zukunft der Arzneimittelversorgung in Deutschland prägen.
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