Phishing-Welle, Betrugskampagne

apoBank warnt vor neuer Phishing-Welle

03.02.2026 - 19:46:11

Eine neue Betrugskampagne zielt mit täuschend echten E-Mails auf Kunden der Deutschen Apotheker- und Ärztebank ab. Die Bank gibt klare Verhaltensregeln und eine Notfall-Hotline heraus.

Eine gezielte Phishing-Welle zielt auf Kunden der Deutschen Apotheker- und Ärztebank ab. Die Betrüger versuchen mit gefälschten E-Mails an sensible Zugangsdaten zu gelangen. Die apoBank hat eine offizielle Warnung herausgegeben.

Die Masche nutzt psychologischen Druck: Kunden erhalten Mails, die ein angeblich bald ablaufendes TAN-Verfahren wie die apoTAN-App vortäuschen. Um eine angebliche Kontosperrung zu verhindern, sollen sie über einen Link eine „Verlängerung“ bestätigen. Dieser führt jedoch auf täuschend echte Phishing-Seiten der Kriminellen.

So funktioniert der Betrug

Die Angreifer gehen raffiniert vor. Sie erzeugen Dringlichkeit, oft mit einer Frist von 72 Stunden. So bleibt wenig Zeit, die Nachricht kritisch zu prüfen. Teilweise sprechen sie Praxis-Inhaber sogar direkt mit ihrem Firmennamen an, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.

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Typische Warnsignale sind:
* Eine Absender-E-Mail-Adresse, die nicht zur offiziellen Domain der apoBank gehört.
* Die Aufforderung, persönliche Daten über einen Link einzugeben.
* Unpersönliche Anreden gepaart mit Drohungen von Kontoeinschränkungen.

Die apoBank stellt klar: Sie fordert Kunden niemals per E-Mail auf, über einen Link ihr TAN-Verfahren zu aktualisieren oder Zugangsdaten preiszugeben.

Das können betroffene Kunden tun

Die Bank hat klare Handlungsempfehlungen für den Ernstfall:
* Nicht klicken: Öffnen Sie keine Links oder Anhänge verdächtiger E-Mails.
* Keine Daten eingeben: Geben Sie niemals Zugangsdaten auf einer Seite ein, die Sie per E-Mail-Link erreichen.
* Direkt zugreifen: Nutzen Sie fürs Online-Banking stets die offizielle Website oder die Banking-App.
* Löschen: Verdächtige Nachrichten sollten umgehend und unbeantwortet gelöscht werden.

Sollten Sie bereits Daten eingegeben haben, ist schnelles Handeln entscheidend:
1. Rufen Sie sofort die Betrugs-Hotline der apoBank an: +49 211 59794 7777.
2. Ändern Sie unverzüglich Ihre Online-Banking-Zugangsdaten.
3. Prüfen Sie Ihr Konto auf unautorisierte Buchungen.
4. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Ein altbekanntes Ziel für Kriminelle

Die apoBank ist kein neues Ziel. Bereits im vergangenen Jahr gab es Angriffswellen mit gefälschten Briefen und QR-Codes. Andere Maschen lockten mit angeblichen Meinungsumfragen und falschen Versprechen. Die Professionalität der Angriffe nimmt stetig zu – die Täter nutzen teilweise internes Fachwissen, um glaubwürdiger zu wirken.

Teil eines besorgniserregenden Trends

Der Angriff ist kein Einzelfall. Nahezu alle großen deutschen Banken und Sparkassen sehen sich mit ähnlichen Phishing- oder Smishing-Kampagnen (Betrug per SMS) konfrontiert. Die Methoden werden immer vielfältiger und dreister.

Eine neuere Eskalationsstufe ist der hybride „Abhol-Betrug“. Dabei manipulieren Täter ihre Opfer zunächst am Telefon und erscheinen dann als falsche Bankmitarbeiter an der Haustür, um Bankkarten persönlich abzuholen. Experten sehen Deutschland aufgrund seiner Wirtschaftskraft als Hauptziel internationaler Cyberkrimineller.

@ boerse-global.de