APA, OeNB

APA OeNB: EU-US-Handelsdeal bringt Chancen, aber auch erhebliche...

22.10.2025 - 10:06:32

APA OeNB: EU-US-Handelsdeal bringt Chancen, aber auch erhebliche RisikenNeuer OeNB-Blog zeigt EuropĂ€ische Unternehmen profitieren gegenĂŒber Drittstaaten, verlieren aber im direkten Vergleich zu US-Konkurrenten - hohe Umsetzungsrisiken bleibenWien (APA-ots) - Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) analysiert in ihrem aktuellen Blog-Beitrag (Autor: Paul Ramskogler) das neue Handels- und Investitionsabkommen zwischen der EU und den USA.

APA ots news: OeNB: EU-US-Handelsdeal bringt Chancen, aber auch erhebliche Risiken

Neuer OeNB-Blog zeigt EuropĂ€ische Unternehmen profitieren gegenĂŒber Drittstaaten, verlieren aber im direkten Vergleich zu US-Konkurrenten - hohe Umsetzungsrisiken bleiben

Wien (APA-ots) - Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) analysiert in ihrem aktuellen Blog-Beitrag (Autor: Paul Ramskogler) das neue Handels- und Investitionsabkommen zwischen der EU und den USA. Ergebnis: WĂ€hrend europĂ€ische Unternehmen gegenĂŒber Drittstaaten wie China oder der Schweiz deutlich an WettbewerbsfĂ€higkeit gewinnen, entstehen spĂŒrbare Nachteile im Vergleich zu US-Produzenten. Zudem bestehen erhebliche Umsetzungsrisiken.

Paul Ramskogler (OeNB) beleuchtet in seinem aktuellen Blog- Beitrag die wirtschaftlichen Auswirkungen des im Juli 2025 geschlossenen Handels- und Investitionsabkommens zwischen der EuropĂ€ischen Union und den Vereinigten Staaten. EuropĂ€ische Unternehmen gewinnen tatsĂ€chlich Vorteile gegenĂŒber fast allen anderen Importeuren. Sogar im Vergleich zu der Zeit vor EinfĂŒhrung der Zölle. GegenĂŒber US-Mitbewerbern gibt es aber spĂŒrbare Verluste an WettbewerbsfĂ€higkeit. Dazu kommt erhebliche Unsicherheit.

Das Framework sieht Investitionen europĂ€ischer Unternehmen in den USA von bis zu 600 Milliarden US-Dollar vor. Nach EinschĂ€tzung des Autors ist fraglich, ob dieses Volumen in der vorgesehenen Zeit erreicht werden kann. Historisch wurde ein derart hohes Investitionsniveau noch nie in so kurzer Zeit realisiert. Auch auf der Beschaffungsseite - etwa bei Rohöl, FlĂŒssigerdgas, Nuklearenergie und KI-Chips - bestehen Umsetzungsrisiken, da viele Entscheidungen marktwirtschaftlich getroffen werden und politisch kaum steuerbar sind.

Auf der Handelsseite zeigt sich ein gemischtes Bild: Die EU verliert an preislicher WettbewerbsfĂ€higkeit gegenĂŒber den USA und dem Vereinigten Königreich, verbessert ihre Position aber gegenĂŒber Drittstaaten wie China oder der Schweiz. Das Abkommen stabilisiert somit die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen, offenbart jedoch eine zunehmende Asymmetrie zwischen den Partnern.

Der Blog-Beitrag kommt zu dem Schluss, dass das Abkommen trotz offener Fragen wirtschaftlich vorteilhafter ist als eine handelspolitische Eskalation. Er betont aber, dass die EU ihre strategische Rolle in den globalen Handelsbeziehungen neu definieren muss.

Der vollstÀndige Beitrag ist im OeNB-Blog abrufbar:

https://www.oenb.at/Presse/oenb-blog.html

RĂŒckfragehinweis: Oesterreichische Nationalbank Mag.a Marlies Schroeder, MiM Telefon: (+43-1) 404 20-6900 E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at Website: https://www.oenb.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/156/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0046 2025-10-22/10:00

@ dpa.de