Angriff auf das nächste Hoch im DAX – geniale Chance oder tickende Zeitbombe?
05.02.2026 - 17:42:08Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX bewegt sich aktuell in einer spannenden Phase: keine Panik, kein Crash, aber auch keine sorglose Party. Stattdessen ein nervöses Hin und Her, bei dem jeder Dip gierig beäugt wird und jeder kleine Rücksetzer sofort die Crash-Propheten auf den Plan ruft. Der Index pendelt in einer Zone, in der die großen Adressen ihre Karten neu mischen: institutionelle Gewinnmitnahmen treffen auf frische Dip-Käufer. Das Bild: ein reifer Bullenmarkt, der langsam ausgelaugt wirkt, aber noch genügend Energie für den nächsten Ausbruchsversuch in Richtung Allzeithoch in sich trägt.
Charttechnisch sieht man eine ausgeprägte Seitwärtsphase mit klar erkennbaren Unterstützungs- und Widerstandsbereichen. Die Bullen verteidigen die tieferen Zonen konsequent, während die Bären immer wieder versuchen, die Rallye auszubremsen. Es ist dieses typische Spätzyklus-Gefühl: der Markt klettert an der Wand der Angst nach oben – aber jeder weiß, dass ein größerer Rücksetzer jederzeit wie aus dem Nichts einschlagen kann.
Die Story: Was bewegt den DAX gerade wirklich? Die Schlagzeilen werden dominiert von drei Themenblöcken: EZB, Konjunktur und Unternehmensgewinne.
1. EZB und Christine Lagarde – Zinswende, aber mit Warnsignal
Aus der Perspektive der europäischen Märkte ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank weiterhin der wichtigste Taktgeber. CNBC Europe berichtet, dass der Fokus der Anleger klar auf den nächsten Signalen aus Frankfurt liegt: Die Inflation hat sich abgekühlt, läuft aber in einigen Euroländern noch oberhalb des EZB-Ziels. Das gibt der Notenbank formal zwar Spielraum für eine weniger aggressive Linie, aber sie will auf keinen Fall zu früh Entwarnung geben.
Die Marktlogik: Jeder Hinweis auf eine weichere Rhetorik der EZB stützt die Bullen – Wachstumsfantasie, billigere Refinanzierung, Rückenwind für hoch bewertete Wachstums- und Tech-Werte. Gleichzeitig schwingt die Angst mit, dass die EZB mit ihren früheren Zinserhöhungen die Eurozone bereits so stark gebremst hat, dass eine technische oder sogar echte Rezession in Deutschland und Teilen Europas kaum vermeidbar ist. Genau dieses Spannungsfeld sorgt dafür, dass der DAX zwar bullish wirkt, aber immer wieder von Phasen plötzlicher Schwäche durchzogen wird.
2. Deutsche Konjunktur – Müdigkeit statt Dynamik
Die Makrodaten aus Deutschland malen ein gemischtes Bild. Auf CNBC Europe ziehen sich die immer gleichen Stichworte durch die Berichte: schwache Industrieproduktion, nachlassende Exportdynamik, Unsicherheit in der Autoindustrie und im Maschinenbau. Die deutsche Wirtschaft ist weit weg von einem kraftvollen Aufschwung. Viele Analysten sprechen von einer strukturellen Schwächephase – Energiepreise, Bürokratie, geopolitische Risiken.
Für den DAX bedeutet das: Klassische Zykliker (Industrie, Chemie, Auto) bleiben anfällig für Enttäuschungen. Jede schwache Konjunkturzahl wird zum Vorwand für Gewinnmitnahmen. Gleichzeitig stützen stabile oder überraschend bessere Daten die Hoffnung, dass Deutschland zumindest eine harte Rezession vermeiden kann. Der Markt spielt aktuell dieses Szenario: kein Boom, aber auch kein Totalschaden – ein schleppendes Umfeld, das selektives Stock-Picking wichtiger macht als blindes ETF-Hodln.
3. Earnings-Season: SAP, Siemens & Co. als Taktgeber
Auf Einzeltitelebene prägen vor allem die großen DAX-Schwergewichte das Bild: Software- und Tech-nahe Werte wie SAP bleiben gefragt, weil Investoren auf KI-Stories, Cloud-Umsätze und hohe Margen setzen. Positive Ausblicke werden mit Kursphantasie belohnt, während jede vorsichtige Prognose die Stimmung sofort eintrübt. Industriegiganten wie Siemens stehen stellvertretend für das globale Investitionsklima – Auftragsbücher, Margen und Aussagen zum China-Geschäft werden vom Parkett akribisch seziert.
Die Autohersteller kämpfen mit einer toxischen Mischung aus Preisdruck im E-Auto-Segment, schärferem Wettbewerb aus China und hoher Investitionslast. CNBC berichtet immer wieder über Sorgen um die deutsche Auto-Dominanz – genau das, was internationale Investoren vorsichtiger werden lässt. Kurz: Die alten DAX-Säulen stehen unter Beobachtung, die neuen Gewinner kommen eher aus Tech, Gesundheit und Software.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/results?search_query=DAX+Analyse
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/
Wenn du dir die Feeds anschaust, siehst du genau dieses Spannungsbild: Auf YouTube pumpen einige Creator den nächsten Bullenmarkt-Narrativ, sprechen von langem Aufwärtstrend und struktureller Deutschland-Rallye. Auf TikTok dominieren kurze Clips, in denen schnelle DAX-Scalps, Daytrading-Setups und Angst vor einer plötzlichen roten Kerze gezeigt werden. Instagram liefert dazu das übliche „Börsen-Lifestyle“-Setting, garniert mit Charts, die immer kurz vor dem vermeintlich sicheren Ausbruch stehen.
- Key Levels: Im aktuellen Marktumfeld zählen weniger exakte Kursmarken als vielmehr Zonen: oben die Widerstandsbereiche rund um das bisherige Allzeithoch, unten eine breite Unterstützungszone, in der immer wieder frische Käufer in den Markt springen. Dazwischen eine Range, in der Intraday-Trader die Swings spielen und längerfristige Anleger versuchen, nicht in die falsche Richtung auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.
- Sentiment: Die Bullen haben insgesamt noch die Oberhand, aber die Bären sitzen nicht mehr nur auf der Ersatzbank. Man spürt eine Mischung aus FOMO und Skepsis: Viele sind investiert, wollen aber gleichzeitig jede Möglichkeit nutzen, Gewinne zu sichern. Das erzeugt ein fragiles Gleichgewicht, in dem Nachrichtenereignisse – EZB-Kommentare, US-Daten, Gewinnwarnungen – plötzlich heftige Ausschläge auslösen können.
Technische Szenarien – was jetzt wichtig wird
Szenario 1: Der bullishe Ausbruch
Die Bullen setzen auf einen klaren Ausbruch über die bisherigen Hochs. Dafür braucht es vor allem zwei Dinge: freundliche Signale der EZB (keine Überraschungs-Horrormeldungen zu den Zinsen) und stabile bis positive Quartalszahlen der DAX-Schwergewichte. In diesem Szenario wird jeder Rücksetzer zügig gekauft, Pullbacks bleiben moderat, und das Parkett spricht von „Kaufinteresse bei Schwäche“ – ein typisches Spätzyklus-Bullenmarkt-Muster.
Szenario 2: Fette Bullenfalle und schmerzhafter Rücksetzer
Das Bärenlager hofft auf das genaue Gegenteil: ein letzter Squeeze nach oben, bei dem alle, die bisher gezögert haben, doch noch hinterherspringen – nur um dann von einer Kombination aus enttäuschenden Wirtschaftsdaten, schwächeren Unternehmensausblicken und hawkishen Notenbanktönen überrascht zu werden. In so einem Setup kippt die Stimmung schnell, Gewinnmitnahmen verstärken sich gegenseitig, Algorithmen drehen auf Short, und aus einer ruhigen Korrektur wird ein abrupter, nervöser Rückgang.
Szenario 3: Zähe Seitwärtsphase, Range-Trading pur
Zwischen Euphorie und Crash liegt das wahrscheinlichste Szenario, das aber am unattraktivsten klingt: eine ausgedehnte Seitwärtsphase. Die Volatilität bleibt überschaubar, aber niemals ganz weg. Trader verdienen ihr Geld in diesem Setup mit klar definierten Range-Trades, während langfristige Investoren eher passiv zusehen und Dividenden kassieren. Die große Story kommt dann erst mit einem neuen Makro-Impuls – etwa einer deutlichen Zinswende, einem geopolitischen Schock oder einem unerwartet starken globalen Aufschwung.
Fazit: Der DAX steht an einem Punkt, an dem weder Panik noch blindes Draufhalten Sinn machen. Die Rallye der letzten Monate hat gezeigt, dass die Bullen immer noch Kraft haben – aber die Luft wird dünner, je näher der Index an seine bisherigen Hochs heranläuft. Die Risiken liegen auf der Makroseite (EZB, Konjunktur, geopolitische Spannungen), die Chancen bei den Unternehmen, die sich an die neue Welt anpassen: Digitalisierung, KI, Energiewende, globale Diversifikation.
Für dich als Trader oder Anleger bedeutet das:
- Keine All-in-Mentalität mehr – Positionsgrößen bewusst steuern.
- Dips bewusst prüfen: Ist es nur Rauschen oder verändert sich die Story fundamental?
- Auf Branchenrotation achten: Tech und Software können weiter outperformen, klassische Zykliker bleiben anfällig für Enttäuschungen.
- Risikomanagement ist kein Buzzword, sondern dein Überlebenswerkzeug. Stopps, Szenarien, Exit-Strategien – alles muss vor dem Trade stehen, nicht danach.
Ob der DAX den Angriff auf neue Hochs tatsächlich durchzieht oder ob wir in eine Bullenfalle laufen, entscheidet am Ende die Kombination aus Makrodaten, Notenbank-Rhetorik und Unternehmensgewinnen. Du kannst den Markt nicht kontrollieren – aber du kannst kontrollieren, wie vorbereitet du bist, wenn der nächste große Move startet.
Wer jetzt strukturiert denkt, sauber plant und nicht jedem Hype hinterherläuft, hat die Chance, aus der aktuellen Gemengelage mehr zu machen als nur zuzuschauen: gezielte Trades, clevere Einstiege in Qualitätswerte und ein Bewusstsein dafür, dass jeder Bullenmarkt irgendwann endet – aber oft später, als die meisten Bären es ertragen können.
Am Ende gilt: Der DAX ist kein Feind und kein Freund – er ist ein Spielfeld. Die Frage ist nicht, ob er steigt oder fällt. Die Frage ist, ob du einen Plan hast, wie du ihn spielst.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


