Angriff auf das Allzeithoch oder fiese Bullenfalle im DAX 40?
05.02.2026 - 08:59:41Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell in einer klar positiven Grundstimmung, die Bewegung der letzten Tage wirkt wie eine entschlossene Aufwärtswelle. Die Kurse haben sich deutlich von den letzten Tiefs nach oben abgesetzt, zwischendurch gibt es immer wieder kleinere Rücksetzer, die aber eher nach gesunden Gewinnmitnahmen aussehen als nach Panik. Insgesamt dominiert auf dem Frankfurter Parkett eine bullische Grundtendenz, die nach Fortsetzung der Deutschland-Rallye riecht – aber genau das macht die Lage auch gefährlich, weil zu viel Euphorie gern in eine schmerzhafte Bullenfalle mündet.
Die Story: Was treibt diese Bewegung? Der Fokus liegt klar auf der Geldpolitik der EZB, den Inflationsdaten aus der Eurozone und der konjunkturellen Großwetterlage in Deutschland. CNBC Europe berichtet, dass die Marktteilnehmer weiterhin jede Andeutung der EZB aufsaugen, ob und wie schnell weitere Zinsschritte kommen – diesmal in die andere Richtung: Nach einer Phase hoher Leitzinsen setzt sich immer stärker die Erwartung durch, dass Christine Lagarde und ihr Team perspektivisch auf einen vorsichtigen Lockerungskurs schwenken könnten. Grund: Die Inflation in der Eurozone zeigt eine spürbare Abkühlungstendenz, während gleichzeitig die Konjunkturindikatoren für Deutschland zwischen schwach und verhalten-stabil pendeln.
Für den DAX bedeutet das: Die Bullen spielen das Narrativ, dass der Zinsgipfel hinter uns liegt und die Bewertung von Qualitätsaktien aus Deutschland wieder attraktiver wird. Besonders im Fokus stehen Schwergewichte wie SAP, die mit soliden Zahlen und Fantasie im Bereich Cloud und KI als Stabilitätsanker gelten. Auch die Industrie-Flagschiffe wie Siemens profitieren von der Aussicht, dass die Zinsen nicht ewig oben bleiben und Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Energiewende weiterlaufen.
Auf der anderen Seite bleibt die deutsche Autoindustrie ein Sorgenkind. CNBC berichtet immer wieder von dem Spagat der deutschen Hersteller zwischen Elektro-Offensive, Preisdruck aus China und strukturellem Umbau. Das sorgt im DAX für eine Art Zweiklassengesellschaft: Tech- und Industriewerte werden von vielen Investoren bevorzugt, während klassische Auto-Titel eher als Wackelkandidaten gelten. Das bremst die Rallye zwar nicht komplett aus, sorgt aber für Nervosität unter den Bullen.
Dazu kommt die Makro-Ebene: Rezessionsängste sind noch nicht komplett vom Tisch. Die deutsche Wirtschaft kämpft mit schwacher Nachfrage, hohen Energiekosten und politischer Unsicherheit. Trotzdem scheinen viele Marktteilnehmer aktuell im Modus „Wall of Worry“ zu sein: Man kauft den Markt trotz aller Risiken, weil die Alternativen – etwa Anleihen bei stabilisierten oder fallenden Zinsen – nicht mehr den gleichen Reiz haben wie noch vor einigen Monaten. Dieses Set-up ist klassisch für einen Bullenmarkt, aber eben auch anfällig für plötzliche Sentiment-Kipppunkte.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/watch?v=daxanalyse
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/
Auf YouTube dominieren derzeit Videos mit klar bullischem Unterton: Viele Trader reden von Breakout-Szenarien, von „Angriff auf neue Hochs“ und dem Mindset, jeden Dip aggressiv zu kaufen. Auf TikTok geht es ähnlich zu: Kurzclips zu „Finanzen Deutschland“ pushen die Story, dass der DAX trotz aller Krisen ein Stabilitätsanker in Europa bleibt. Auf Instagram zeigen die gängigen Börsen-Accounts Charts, die klar nach Aufwärtskanal aussehen – gleichzeitig tauchen aber zunehmend Posts auf, die vor einer möglichen Überhitzung warnen. Das Social-Media-Sentiment ist also eher gierig als ängstlich, mit einem spürbaren Hauch von FOMO.
- Key Levels: Charttechnisch sind aktuell vor allem die Zonen unmittelbar unterhalb des Allzeithochs entscheidend. Dort liegt ein massiver Widerstandsbereich, an dem es zuletzt immer wieder zu deutlichen Gewinnmitnahmen gekommen ist. Auf der Unterseite sind mehrere gestaffelte Unterstützungsbereiche zu sehen, die als Puffer dienen: Fällt der Index aus seiner aktuellen Aufwärtsstruktur heraus, droht schnell ein Rutsch zurück in eine breitere Seitwärtszone mit erhöhter Volatilität. Diese wichtigen Zonen entscheiden darüber, ob wir den Ausbruch nach oben sehen oder einen frustrierenden Rücklauf.
- Sentiment: In Frankfurt haben aktuell eher die Bullen das Ruder in der Hand, aber die Bären sind alles andere als geschlagen. Viele Shortseller lauern nur darauf, dass der Index an den oberen Widerständen scheitert, um dann einen scharfen Konter zu fahren. Das Orderbuch wirkt zweigeteilt: Auf der Long-Seite dominieren institutionelle Käufer, die Schritt für Schritt aufbauen, auf der Short-Seite schnelle Trader, die auf den schnellen Crash spekulieren. Wer im Markt ist, spürt deutlich: Es herrscht ein Mix aus Euphorie und unterschwelliger Angst, den Anschluss zu verpassen.
Technische Szenarien – wie spielst du den Move?
Aus Trading-Sicht lassen sich grob drei Set-ups ableiten:
1. Der bullische Ausbruch
Die erste Variante: Der DAX setzt seine starke Bewegung fort, durchbricht den Widerstandsbereich und startet eine neue Aufwärtswelle. Dieses Szenario wird unterstützt, wenn:
- die EZB in ihren Statements weiter betont, dass die Inflation unter Kontrolle kommt,
- keine neuen geopolitischen Schocks auftreten,
- Schwergewichte wie SAP, Siemens oder die großen Finanzwerte mit positiven Quartalszahlen oder optimistischen Ausblicken überraschen.
Trader-Play: Breakout-Trades über den Widerstand, eng abgesichert, mit dem Ziel, die Aufwärtsdynamik zu reiten. Dips in Richtung der jüngsten Unterstützungszone werden konsequent als Chance zum Nachkaufen genutzt.
2. Die Bullenfalle
Das zweite Szenario: Der Index läuft dynamisch an den Widerstand, bricht vielleicht sogar kurz drüber, kippt aber dann brutal nach unten weg. Klassischer Fake-Ausbruch. Der Katalysator könnte eine überraschend harsche EZB-Rede, schwache Konjunkturdaten oder ein enttäuschender Ausblick eines DAX-Schwergewichts sein.
Trader-Play: Wer aggressiv ist, achtet auf Fehlausbrüche mit langen oberen Dochten im Chart und nutzt diese als Short-Einstieg. Die Stops gehören knapp über die jüngsten Hochs, Zielzonen sind die tieferliegenden Unterstützungsbereiche, in denen sich wieder Käufer zeigen könnten.
3. Die Seitwärts-Schleife
Die dritte Variante ist weniger spektakulär, aber extrem realistisch: Der DAX pendelt in einer breiten Range – oben limitieren Widerstände, unten fangen Unterstützungen den Markt immer wieder auf. In so einem Umfeld werden Trendtrader zermürbt, während Range-Trader auf ihre Kosten kommen.
Trader-Play: Kaufen an Unterstützung, verkaufen an Widerstand, keine großen Helden-Stories, sondern sauberes Risikomanagement. Wer langfristig unterwegs ist, nutzt eine solche Phase gern zum schrittweisen Positionsaufbau in Qualitätsaktien, ohne dem Index hinterherzujagen.
Makro-Faktor EZB – die eigentliche Game-Changerin
Über allem steht die Frage: Wie lange bleibt die EZB noch im vorsichtig-strengen Modus? Christine Lagarde hat immer wieder betont, dass der Kampf gegen die Inflation Priorität hat. Doch je mehr sich die Teuerungsraten abkühlen und je klarer wird, dass die europäische Konjunktur auf der Kippe steht, desto größer wird der Druck auf die Notenbank, die Zügel zu lockern. Die Märkte preisen bereits die Perspektive ein, dass in der kommenden Zeit wieder mehr Liquiditätsspielraum entsteht. Genau dieses Narrativ ist Benzin für den DAX.
Aber: Wenn die Inflation unerwartet wieder anzieht – etwa wegen steigender Energiepreise oder neuer Lieferkettenprobleme – könnte die EZB gezwungen sein, die Zinsen länger hoch zu halten. Dann wäre der aktuelle Optimismus sehr anfällig. Die Marktpsychologie kann von „Dip kaufen“ zu „Cash ist King“ kippen, und zwar schneller, als vielen lieb ist.
Fazit: Der DAX 40 steht aktuell zwischen Euphorie und Skepsis – perfekt für aktive Trader, gefährlich für FOMO-Anleger. Die Bewegung wirkt wie eine kraftvolle Aufwärtsphase innerhalb eines übergeordneten Bullenmarkts, doch die Risiken sind real: schwache deutsche Konjunktur, wackelige Autoindustrie, geopolitische Unsicherheiten und eine EZB, die sich noch nicht klar als „Freund der Märkte“ positioniert hat.
Für dich heißt das: Kein Blindflug. Wer den Index tradet, sollte die entscheidenden Widerstände und Unterstützungszonen kennen, das Sentiment im Auge behalten und die Notenbank-Statements quasi live mitlesen. Bullen können weiter auf den Ausbruch setzen – aber nur mit sauber platzierten Stopps und einem Plan B, falls die Rallye in eine Bullenfalle dreht. Bären sollten sich klarmachen, dass gegen einen intakten Aufwärtstrend zu kämpfen teuer werden kann, wenn sie zu früh oder zu groß short gehen.
Am Ende entscheidet nicht die perfekte Prognose, sondern dein Risikomanagement. Der DAX bietet Chancen, aber er verzeiht keine Selbstüberschätzung. Handle wie ein Pro: Szenarien planen, Set-ups definieren, Risiko begrenzen – dann kann diese volatile Phase zu deiner persönlichen Opportunity werden.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


