Angriff auf 20.000 Punkte oder brutale Bullenfalle im DAX?
23.01.2026 - 15:16:21Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 läuft aktuell in einer spannungsgeladenen Zone, in der sich die Kurse in einer nervösen, aber grundsätzlich aufwärtsgerichteten Struktur bewegen. Keine brutale Crash-Stimmung, aber auch kein sorgloser Höhenrausch – eher ein vorsichtig optimistischer Bullenmarkt mit immer wieder knackigen Rücksetzern, in denen die Profis gnadenlos den Dip kaufen.
Das Bild: Der Index schwankt dynamisch um eine breit angelegte Aufwärtszone, testet immer wieder die oberen Regionen eines mehrmonatigen Aufwärtstrends und attackiert die Region rund um das bisherige Allzeithoch. Immer wenn es nach einer grünen Rallye aussieht, knallen Gewinnmitnahmen rein – doch die Bären schaffen es bisher nur, kurzfristige Schreckmomente auszulösen, keine echte Trendwende.
Die Story: Makro, EZB und Deutschland-Faktor
Was treibt diese Achterbahnfahrt auf dem Frankfurter Parkett? Drei große Themen geben aktuell den Takt an:
1. EZB, Christine Lagarde und das Zins-Narrativ
Die Europäische Zentralbank bleibt der dominierende Player. Nach dem aggressiven Zinszyklus der letzten Jahre spielt der Markt jetzt das große Ratespiel: Wie schnell kommen die Zinssenkungen, und wie tief gehen sie wirklich? Jede Andeutung von Christine Lagarde wird seziert – Formulierungen wie „datenabhängig“, „Vorsicht“ oder „Inflationsrisiken“ reichen, um intraday für heftige Spikes im DAX zu sorgen.
Die Inflation in der Eurozone hat sich spürbar abgekühlt, aber sie ist noch nicht komplett da, wo die EZB sie haben will. Gleichzeitig bröckelt an vielen Stellen das Wachstum: Deutschlands Industrie kämpft mit schwacher globaler Nachfrage, hohen Energiekosten und teuren Finanzierungen. Genau dieser Spagat zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsangst erzeugt das aktuelle Setup: Die Bullen wetten darauf, dass die EZB die Zügel bald lockert, die Bären warnen vor einer zu frühen Euphorie, falls sich die Teuerung wieder belebt.
2. Deutschland-Realität: Industrieblues vs. Tech-Hoffnung
Der DAX ist längst nicht mehr nur „Old Economy“, aber die klassischen Schwergewichte prägen die Stimmung weiterhin. Aus dem CNBC-Europafokus stechen regelmäßig dieselben Themen heraus:
- Auto-Sektor: Deutsche Premiumhersteller stehen im Dauerduell mit China und US-Elektroplayern. Preisdruck, Margenangst und politische Risiken (Zölle, Subventionsstreit) sorgen für wackelige Phasen. Positive Absatz- oder Margenmeldungen führen oft zu kurzen, kräftigen Squeeze-Bewegungen – aber jeder Hauch von Preiskämpfen löst sofort wieder Unsicherheit aus.
- Industrie und Maschinenbau: Konzerne wie Siemens & Co. profitieren von langfristigen Themen wie Automatisierung, Digitalisierung und Energiewende. Starke Auftragsbücher und solide Marge geben dem DAX Rückenwind, aber sobald die Rede von Investitionszurückhaltung oder Projektverzögerungen ist, sieht man sofort nervöse Abgaben.
- Tech & Software: Titel wie SAP und der ganze Cloud-/AI-Narrativ stützen die übergeordnete Bullenstory. Solange hier Fantasie mit KI, Datenplattformen und wiederkehrenden Umsätzen lebt, halten diese Werte den Index über Wasser, auch wenn die klassische Industrie mal schwächelt.
3. Rezessionsangst vs. Soft Landing
Die CNBC-Europakommentare zeigen klar: Der Markt schwankt zwischen „Soft Landing“ – also einer sanften Konjunkturabkühlung ohne harten Crash – und der Angst, dass die Zinsbremse doch zu stark war. Jede frische Konjunkturzahl aus Deutschland (ifo, ZEW, Einkaufsmanagerindizes, Arbeitsmarkt) wird zum Trigger. Besser als erwartete Daten befeuern die grüne Rallye, schwache Zahlen schüren das Narrativ vom „kranken Mann Europas“.
Unterm Strich bleibt: Der DAX preist weder eine katastrophale Rezession noch einen sorglosen Boom ein. Es ist eine wackelige Gratwanderung – perfekt für Trader, die Volatilität lieben und klare Setups suchen.
Social Pulse – Die Big 3:
Auf Social Media kocht die Debatte um den DAX wie immer höher als in den nüchternen Nachrichtenfeeds. Die Retail-Crowd ist wach, aber gespalten:
YouTube: Check diese Analyse: Aktuelle DAX Analyse auf YouTube
TikTok: Markttrend: #dax40 Trend auf TikTok
Insta: Stimmung: DAX40 Hashtag auf Instagram
Auf YouTube dominieren detaillierte Chartanalysen mit Fokus auf Widerstände, potenzielle Bullenfallen und Breakout-Szenarien. Auf TikTok dagegen sieht man kurze Clips im Stil „DAX kurz vorm Ausbruch“ oder „Crash-Gefahr – so sichere ich mein Depot ab“. Auf Instagram mischt sich FOMO („Deutschland-Rallye noch nicht vorbei“) mit ernüchterten Posts von Anlegern, die die letzten Dips zu aggressiv gekauft haben.
- Key Levels: Charttechnisch dreht sich vieles um einige markante, aber hier nur grob zu beschreibende Zonen: Eine breite Unterstützungsregion darunter, in der immer wieder Käufer in den Markt springen und den Dip aggressiv aufsammeln, und eine massive Widerstandszone weiter oben, knapp im Bereich des bisherigen Allzeithochs. Genau dort prallt der Index bisher immer wieder ab. Ein klarer Ausbruch darüber – mit Volumen und Anschlusskäufen – würde das Tor für die nächste Etappe in Richtung der psychologisch aufgeladenen Marke von 20.000 Punkten öffnen. Scheitert der DAX erneut und rutscht dynamisch unter die mittelfristige Aufwärtstrendlinie, droht dagegen ein tieferer Rücksetzer in Richtung der tieferen Unterstützungszonen.
- Sentiment: Aktuell haben leicht die Bullen die Oberhand, aber sicher ist hier gar nichts. Viele Profis sind zwar konstruktiv eingestellt, aber hedgen ihre Long-Positionen mit Optionen oder kurzfristigen Shorts. Die Bären setzen darauf, dass die Kombination aus Gewinnmitnahmen, schwachen Makrodaten und möglicher Enttäuschung bei den Zinssenkungsfantasien einen schärferen Rückgang auslöst.
Technische Szenarien: Wie spielst du den DAX jetzt?
Szenario 1: Der saubere Ausbruch nach oben
In diesem Setup gelingt dem DAX ein dynamischer Move über die hartnäckige Widerstandszone, gefolgt von einer Bestätigung durch Anschlusskäufe und hohes Volumen. Katalysatoren könnten sein:
- Deutlich dovishe Signale der EZB – klarer Pfad zu mehreren Zinssenkungen.
- Überraschend starke Earnings der DAX-Schwergewichte, vor allem bei SAP, Siemens und den großen Industrie- und Auto-Titeln.
- Bessere Konjunkturdaten, die das Soft-Landing-Narrativ stützen.
In diesem Fall wird die psychologische Marke rund um 20.000 Punkte zum offiziellen Angriffsziel der Bullen. Trader setzen dann verstärkt auf Breakout-Strategien: Rückläufe an vorherige Widerstände, die nun als Unterstützung dienen, werden zum „Dip zum Kaufen“.
Szenario 2: Fiese Bullenfalle und tieferer Rücksetzer
Hier läuft der DAX noch einmal dynamisch nach oben, scheitert aber knapp unterhalb der Allzeithochregion. Das Volumen zieht nicht sauber an, und Newsflow oder Makrodaten enttäuschen. Erste Gewinnmitnahmen drehen sich dann in eine Kettenreaktion: Stop-Loss-Orders werden ausgelöst, kurzfristige Trader gehen in Deckung, und plötzlich kippt die Stimmung.
Der Index rutscht unter zentrale, vielbeachtete Zonen und testet die tiefer liegenden Unterstützungen. Social Media dreht in Richtung Panik-Talk („War’s das mit der Rallye?“), während institutionelle Anleger selektiv nachkaufen. Wer hier planlos agiert, wird gnadenlos zwischen Volatilität und Slippage zerrieben.
Szenario 3: Zähe Seitwärtsphase, Volatilität nur intraday
Sehr unbeliebt, aber extrem realistisch: Der DAX läuft in eine breite Seitwärtsrange. Oben die hartnäckige Widerstandszone, unten eine stabile Support-Zone, dazwischen viel Lärm. Für Swing-Trader ohne klaren Plan ist das frustrierend, für erfahrene Trader mit Range-Strategien dagegen eine Goldgrube. Buy-the-dip an der Unterkante, Short-Setups an der Oberkante, intraday-Scalps nach News – so sieht professionelles Parkett-Trading in Phasen ohne klaren Trend aus.
Fazit: Chance des Jahres oder Setup für den nächsten Nervenzusammenbruch?
Der aktuelle DAX-Spot ist nichts für schwache Nerven, aber ideal für Trader, die Struktur, Risiko-Management und Disziplin ernst nehmen. Makroökonomisch hängt alles am Zusammenspiel von EZB-Zinskurs, deutscher Konjunktur und globaler Nachfrage nach Industrie- und Techprodukten. Psychologisch schwingt der Markt zwischen FOMO („ich will den Ausbruch auf keinen Fall verpassen“) und Crash-Angst („das kann doch nicht ewig so weitergehen“).
Dein Job als Trader oder aktiver Investor:
- Klare Szenarien definieren – was ist dein Plan beim Ausbruch nach oben, was beim Bruch wichtiger Unterstützungszonen?
- Keine All-In-Zockerei – Positionen staffeln, Stops setzen, Risiko pro Trade begrenzen.
- News und EZB-Kommunikation aktiv verfolgen – Lagarde & Co. sind aktuell fast so wichtig wie jeder einzelne Quartalsbericht.
- Social Media als Stimmungsbarometer nutzen, aber nicht als Signalquelle. Die lautesten Stimmen liegen oft am weitesten daneben.
Der DAX steht an einem Punkt, an dem sowohl ein spektakulärer Angriff auf neue Höhen als auch ein schmerzhafter Reality-Check möglich sind. Wer hier mit kühlem Kopf, sauberem Setup und Respekt vor dem Risiko agiert, kann die aktuelle Phase als eine der spannendsten Trading-Chancen der letzten Jahre nutzen – alle anderen werden rückblickend sagen: „Ich war dabei, aber ohne Plan.“
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


