DAX40, DaxIndex

Angriff auf 20.000 Punkte oder böse Bullenfalle im DAX?

23.01.2026 - 15:45:12

Der DAX steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe: Zwischen Zinshoffnungen, globalen Rezessionsängsten und frischem Newsflow aus Frankfurt schiebt sich der Leitindex in eine spannende Zone. Kommt jetzt der Ausbruch nach oben – oder der brutale Rücksetzer, der alle Dip-Käufer grillt?

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Vibe Check: Der DAX zeigt sich aktuell nervös, aber keineswegs panisch. Nach einer dynamischen Aufwärtsphase sieht man zunehmend stärkere Schwankungen: mal bullischer Schub, dann wieder deutliche Gewinnmitnahmen. Charttechnisch wirkt der Markt reif für einen großen Move – entweder ein kraftvoller Ausbruch in Richtung neues Allzeithoch oder ein scharfer Rücklauf, bei dem schwache Hände aus dem Markt gespült werden. Die Range wird enger, die Kerzen volatiler, das Orderbuch in Frankfurt füllt sich mit Stopp-Orders direkt unter den kurzfristigen Unterstützungen. Genau das ist die perfekte Mischung für einen explosiven nächsten Schritt.

Die Story: Was treibt dieses Hin und Her? Drei große Themen dominieren gerade das Parkett:

1. EZB, Zinsen und Christine Lagarde
Auf der Makro-Seite hängt alles an der Frage: Wie schnell und wie stark wird die EZB in den kommenden Monaten die Zinsen senken? Die neuesten Kommentare von Christine Lagarde und Co. deuten an, dass die Phase aggressiver Zinserhöhungen vorbei ist, aber die Notenbank will nicht in die Falle vorschneller Lockerungen tappen. Inflation in der Eurozone kühlt zwar ab, ist aber in Teilen – vor allem bei Dienstleistungen – weiterhin zäh. Für den DAX heißt das: Die Bullen spekulieren auf einen geldpolitischen Rückenwind im Laufe des Jahres, die Bären warnen dagegen, dass die EZB aus Angst vor einer neuen Inflationswelle zu lange auf hohen Zinsen bleiben könnte.

Gerade zyklische Werte im DAX – Industrie, Chemie, Auto – reagieren extrem sensibel auf jede Nuance im Wording der EZB. Schon ein leicht optimistischer Unterton zu Wachstum und Inflation kann eine grüne Rallye auslösen, während ein betont vorsichtiger Auftritt von Lagarde die Stimmung abrupt drehen lässt.

2. Deutsche Konjunktur – schwach, aber mit Hoffnungsschimmern
Auf CNBC Europe dominieren Berichte über die schwächelnde deutschen Industrie, hohe Energiepreise und die strukturellen Probleme im Standort Deutschland. Trotzdem tauchen erste Signale auf, dass der Tiefpunkt der Rezession zumindest näherrückt. Einige Einkaufsmanagerindizes stabilisieren sich, die Auftragseingänge im Exportbereich zeigen leichte Erholungstendenzen, und der Markt spielt das Narrativ: "Schlechte Nachrichten werden weniger schlecht".

Für den DAX heißt das: Der "Germany is dead"-Trade wird zunehmend hinterfragt. Investoren schauen selektiver hin. Während klassische Altindustrie teilweise weiter unter Druck steht, treten Qualitätswerte aus Tech, Software und Gesundheit in den Vordergrund. Genau deshalb ziehen Schwergewichte wie SAP oder defensive Champions das Indexniveau nach oben, auch wenn die Stimmung in der Old Economy noch immer eher gedrückt ist.

3. Unternehmenszahlen und Sektorrotation
Quartalszahlen aus dem DAX liefern das nächste große Puzzleteil. Bei vielen Konzernen zeigt sich: Margen stabiler als befürchtet, Cashflows solide, aber Ausblicke extrem vorsichtig formuliert. Das führt zu einer selektiven Rotation: Anleger schichten von überbewerteten Highflyern in unterbewertete Qualitätswerte um, traden kurzfristige Rebounds in zyklischen Werten, sichern aber gleichzeitig mit Absicherungen auf Indexebene ab.

Typisches Bild: Nach guten Zahlen kommt es häufig zu "Sell the News"-Bewegungen, weil der Markt vorab schon vieles eingepreist hat. Nach schwachen Zahlen sieht man dagegen brutale Intraday-Abstürze, die dann in den folgenden Tagen von mutigen Dip-Käufern aufgegriffen werden. Dieser Mix verstärkt das Gefühl eines nervösen, aber chancenreichen Marktes.

Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/watch?v=QvY6f-g3A8w
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/

Auf YouTube dominieren derzeit Videos mit knackigen DAX-Analysen: Viele Trader sprechen von einer "entscheidenden Zone", manche warnen vor einer klassischen Bullenfalle, andere sehen die Rallye als gerade erst gestartet. Auf TikTok wird der DAX zunehmend zum Spielplatz junger Anleger, die kurzfristige Bewegungen traden, während auf Instagram vor allem die großen Tagesbewegungen und auffälligen Einzelaktien aus dem Index im Fokus stehen.

  • Key Levels: Der Markt konzentriert sich aktuell auf mehrere wichtige Zonen. Oben diskutieren Trader einen massiven Widerstandsbereich knapp unter dem bisherigen Allzeithoch, der schon mehrfach als Bremsklotz fungiert hat. Ein klarer Ausbruch darüber könnte frisches Momentum freisetzen und einen Angriff auf symbolische psychologische Marken auslösen. Unten verlaufen mehrere kurz- bis mittelfristige Unterstützungen, deren Bruch schnell in einen heftigen Rücksetzer kippen könnte – inklusive Stop-Loss-Lawine, wenn algorithmische Systeme gleichzeitig verkaufen.
  • Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt? Aktuell wirkt es wie ein Patt mit leichtem Vorteil für die Bullen. Rücksetzer werden noch relativ zügig wieder aufgekauft, aber jedes neue Hoch wird kritisch beäugt. Viele Profis fahren mit reduzierter Positionsgröße, halten Cash-Reserven und hedgen über Optionen. Privatanleger dagegen sind gespalten: Ein Teil glaubt an die Fortsetzung der Deutschland-Rallye, ein anderer Teil wartet misstrauisch auf den nächsten Crash.

Technische Szenarien – wie kann es weitergehen?

Szenario 1: Der bullische Ausbruch
In diesem Setup gelingt dem DAX der Sprung über den hart umkämpften Widerstandsbereich. Idealerweise passiert das begleitet von hohem Volumen und breiter Marktteilnahme: Nicht nur ein, zwei Index-Schwergewichte ziehen, sondern Banken, Tech, Industrie und Konsum laufen synchron nach oben. Social Media füllt sich dann schnell mit "FOMO"-Posts, viele Trader jagen den Move, Short-Positionen werden panisch eingedeckt. Charttechnisch wäre das das Signal für eine Fortsetzung des übergeordneten Bullenmarktes mit Perspektive auf neue historische Höchststände.

Szenario 2: Die Bullenfalle
Genau so gefährlich: Der DAX sticht kurz über den Widerstand, lockt Breakout-Trader in den Markt – und dreht dann brutal nach unten. Dieses klassische Muster sieht man besonders häufig, wenn die fundamentale Lage gemischt ist und viele Marktteilnehmer eigentlich auf einen Rücksetzer warten. In diesem Fall wären schnelle rote Kerzen, beschleunigte Abgaben und deutliche Gewinnmitnahmen bei den bisherigen Highflyern zu erwarten. Dip-Käufer müssen dann genau hinschauen, ob sie wirklich Stärke akkumulieren – oder nur in fallende Messer greifen.

Szenario 3: Zermürbende Seitwärtsphase
Wenig spektakulär, aber sehr realistisch: Der DAX pendelt in einer breiten Range rauf und runter, ohne klare Richtung. Für kurzfristige Trader ist das ein Paradies, für Trendfolger ein Albtraum. In so einer Phase werden klassische Buy-and-Hold-Anleger ungeduldig, viele drehen an ihren Strategien herum – und verschenken dadurch Performance. Gleichzeitig bauen Profis in ruhigen Stunden positioniert und selektiv langfristige Engagements auf, wenn Bewertungen und Story zusammenpassen.

Wie kann man das spielen?

Wer aktiv tradet, arbeitet in dieser Marktphase am besten mit klar definierten Risikolevels. Stoppkurse gehören zwingend zur Strategie, Hebelprodukte müssen sehr bewusst eingesetzt werden. Für mittel- bis langfristige Anleger bietet die aktuelle Unsicherheit dagegen Chancen, in Tranchen einzusteigen, statt all-in zu gehen. Qualitätsaktien aus dem DAX mit stabilen Bilanzen, starken Cashflows und globaler Aufstellung sind in einem Umfeld aus unsicherem Wachstum und möglichen Zinssenkungen besonders spannend.

Wichtig: Nicht blind der Social-Media-Herde hinterherlaufen. Nur weil auf TikTok oder Instagram ein DAX-Chart gehypt wird, heißt das nicht, dass das Chance-Risiko-Verhältnis passt. Eigene Analyse, klarer Plan, sauberer Risikomanagement-Fokus – sonst endet der vermeintliche Bullenmarkt schnell im persönlichen Crash.

Fazit: Der DAX steht an einem kritischen Punkt zwischen Hoffnung und Skepsis. Die Makro-Story mit EZB, Inflation und schwacher, aber nicht völlig kollabierender Wirtschaft ist komplex. Die Unternehmenszahlen zeichnen ein Bild von soliden, aber vorsichtigen Konzernen. Das Sentiment schwankt zwischen "Fear of Missing Out" und Dauerwarnung vor der nächsten Rezessionswelle. Genau das macht diese Marktphase so spannend: Risiko und Chance liegen extrem dicht beieinander.

Wer jetzt strukturiert vorgeht, seine Positionsgrößen im Griff hat und sich nicht von jeder Schlagzeile verunsichern lässt, kann diese Volatilität zu seinem Vorteil nutzen. Der nächste große Move im DAX – ob grüne Rallye oder heftiger Absturz – wird viele überraschen. Die Frage ist nur: Bist du dann planlos dabei, oder hast du deinen Fahrplan schon heute klar definiert?

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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