Android-Update, Sicherheitslücke

Android-Update stoppt gefährliche „TapTrap“-Lücke

05.01.2026 - 17:13:11

Die Sicherheitslücke TapTrap kann kritische Berechtigungen durch unsichtbare Systemdialoge erlangen. Hersteller verteilen nun Patches, Nutzer sollten Updates umgehend installieren.

Sicherheitsexperten warnen vor einer neuen Android-Schwachstelle, die Nutzer ahnungslos gefährliche Berechtigungen erteilen lässt. Die entscheidenden Patches rollen jetzt aus.

Die Sicherheitslücke mit dem Namen „TapTrap“ stellt eine neue Dimension von Angriffen auf Android-Smartphones dar. Sie nutzt Bildschirmanimationen, um kritische Systemabfragen – etwa für Kamera-, Standort- oder Administratorrechte – unsichtbar zu machen. Nutzer glauben, sie tippen auf ein harmloses Spiel, bestätigen aber im Hintergrund eine versteckte Berechtigungsanfrage. Forscher der TU Wien und der Universität Bayreuth hatten die Schwachstelle aufgedeckt, die Android-Versionen 13 bis 16 betrifft.

Unsichtbare Gefahr: So funktioniert der Angriff

Anders als herkömmliche „Overlay“-Angriffe manipuliert TapTrap die systemeigenen Übergangsanimationen zwischen App-Bildschirmen. Die Technik erlaubt es, einen sensiblen Systemdialog zu starten und ihn gleichzeitig durch eine nahezu unsichtbare Animation zu verbergen. Die Transparenz kann fast auf Null gesetzt werden.

„Der Nutzer interagiert mit dem, was er sieht – einem Spiel oder einer App. Seine Tipp-Gesten gehen jedoch durch diese unsichtbare Schicht hindurch und bestätigen die versteckte Aktion“, erklärt ein Sicherheitsanalyst. Die Attacke benötigt keine speziellen Berechtigungen und könnte theoretisch von einer aus einem Store heruntergeladenen App ausgeführt werden. Bisherige Schutzmechanismen wie die Overlay-Erkennung waren gegen diese Methode wirkungslos.

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Kritische Updates: Jetzt installieren!

Die Dringlichkeit der Warnungen liegt im fragmentierten Android-Ökosystem begründet. Zwar veröffentlichte Google bereits im Dezember 2025 einen Patch. Doch erst jetzt erreichen die Updates Millionen Geräte verschiedener Hersteller.

Seit dem 5. Januar 2026 verteilt Samsung das Januar-Sicherheitsupdate für seine Flaggschiffe wie die Galaxy-S25-Serie mit One UI 8.5. Dieses Update enthält den entscheidenden Fix. Auch andere Hersteller wie Motorola und Xiaomi rollen die Patches aus. Nutzer sollten umgehend in den Einstellungen unter „Softwareupdate“ prüfen, ob ein Patch vom 1. Dezember 2025 oder später bereitsteht.

Ein Sicherheitshinweis vom 2. Januar betont, dass das Update über 100 Probleme behebt, wobei TapTrap als besonders tückisch gilt. Die Lücke täuscht die menschliche Wahrnehmung, statt nur einen Codefehler auszunutzen.

Was Nutzer jetzt tun können

Die wichtigste Maßnahme ist die sofortige Installation des verfügbaren Sicherheitsupdates. Für Besitzer älterer Geräte, die keine monatlichen Updates mehr erhalten, gibt es einen temporären Workaround: Das Abschalten von Systemanimationen kann den Angriffsvektor neutralisieren.

Dazu müssen in den „Entwickleroptionen“ oder „Bedienungshilfen“ die Skalierungen für Fensteranimationen, Übergangsanimationen und Animator-Dauer auf „Animation aus“ gestellt werden. Da der Exploit auf die Animationsdauer angewiesen ist, wird er so unwirksam.

Branche reagiert: Strengere UI-Kontrollen kommen

Die Entdeckung von TapTrap zwingt die Mobilfunkbranche zu einem Umdenken. Sicherheitsexperten erwarten, dass künftige Android-Versionen strengere Sichtbarkeitsprüfungen für Fenster erzwingen werden, die sensible Eingaben entgegennehmen. Bis dahin bleibt das Update der beste Schutz.

Bisher sind keine aktiven, breit angelegten Angriffe mit dieser Methode bekannt. Die Industrie bleibt jedoch alarmiert, obwohl der aktuelle Patch die bekannte Schwachstelle schließt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Angreifer Varianten des Exploits entwickeln.

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