Android-Update, QR-Code-Zwangstanz

Android-Update beendet den QR-Code-Zwangstanz

02.01.2026 - 20:01:12

Googles System-Update ermöglicht es Android-Nutzern, QR-Codes direkt vom Bildschirm zu scannen und beendet umständliche Workarounds. Die KI-Funktion Circle to Search wurde dafür erweitert.

Google schließt mit einem System-Update eine jahrelange Lücke in Android: Nutzer können QR-Codes jetzt direkt vom eigenen Bildschirm scannen, ohne zu einem zweiten Gerät greifen zu müssen. Das Ende der umständlichen Screenshot-Workarounds markiert einen Schritt hin zu einem selbstständigeren Smartphone.

Der lange Weg zum einfachen Scan

Das Problem war paradox: QR-Codes, einst als bequeme Brücke zwischen analoger und digitaler Welt erfunden, wurden zur Hürde, sobald sie auf dem Display erschienen, das sie scannen sollte. Wer einen Code aus einer E-Mail, einem Messenger oder einem Webbrowser öffnen wollte, musste bisher kreativ werden – einen Screenshot machen und in einer separaten App öffnen oder ein zweites Handy zücken.

Mit dem Dezember-Update 2025 für Google-Systemdienste und der Verfeinerung der KI-Funktion „Circle to Search“ hat der Konzern diese Reibung nun beseitigt. Die Neuerung nutzt die systemweite Such-Overlay-Technologie, um Codes in Echtzeit zu erkennen und direkt Aktionen anzubieten.

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„Die Bedeutung dieses Updates liegt nicht nur im QR-Code-Scan selbst“, kommentiert ein Mobile-Interface-Analyst. „Es geht darum, dass das Telefon versteht, was auf seinem eigenen Display passiert. Google baut an einem ‚intentionsbewussten‘ Betriebssystem.“

So funktioniert die neue Direkt-Erkennung

Die verbesserte Funktionalität setzt an zwei Stellen an, die im aktuellen Update optimiert wurden:

1. Integration in „Circle to Search“
Die eleganteste Methode nutzt die KI-unterstützte Suchfunktion. Erscheint ein QR-Code in einer App oder Webseite, genügt ein langer Druck auf die Navigationsleiste, um das Overlay zu aktivieren. Ein Kreis um den Code oder ein einfaches Antippen reicht aus.
* Sofortige Erkennung: Das System identifiziert den Code sofort und unterscheidet ihn von anderen Bildelementen.
* Direkte Aktion: Statt einer generischen Suchergebnisseite öffnet sich ein Pop-up. Von hier aus kann der Nutzer den Link öffnen, Inhalte kopieren oder eine hinterlegte Aktion starten – etwa einen WLAN-Zugang einrichten, ohne die aktuelle App verlassen zu müssen.

2. Überarbeiteter System-Scanner
Laut Berichten von WebProNews bringt der „neu gestaltete QR-Code-Scanner“ aus dem Dezember-Update mehr Stabilität und Leistung. Während die Funktion zuvor auf die Kameranutzung fokussiert war, unterstützt die Technologie nun eine systemweite Erkennung. Das sorgt dafür, dass Codes auf dem Bildschirm („on-content“) ebenso effizient verarbeitet werden wie physische Vorlagen.

Wettbewerbsvorteil und Nutzerfokus

Das Update kommt zu einer Zeit, in der QR-Codes für digitale Tickets, Rechnungen oder Authentifizierungen allgegenwärtig sind. Die Nachfrage, mit einem auf dem eigenen Display angezeigten Code zu interagieren, ist exponentiell gewachsen.

Die Neuerung schließt nicht nur eine jahrelange Usability-Lücke, die von Nutzern oft kritisiert wurde. Sie bringt Android auch näher an die Fähigkeiten von iOS‘ „Live Text“ heran – allerdings mit einer typisch Google-haften, KI-getriebenen Implementierung. Während Apple-Nutzer Codes vor allem in Fotos erkennen können, setzt Google auf Echtzeit-Interaktion über ein Overlay in jeder App.

Die Ankündigung ist Teil einer größeren Produktivitätsoffensive von Google für 2026. Neben dem QR-Code-Scanner enthält das Update auch Verbesserungen für Dokumenten-Tools und den Split-Screen-Modus. Die Features rollen derzeit für Pixel-Geräte aus und sollen in den kommenden Wochen auch für andere Android-Smartphones, etwa von Samsung, verfügbar werden.

Die Zukunft dürfte noch mehr bringen: Analysten erwarten, dass „Circle to Search“ über einfache Codes hinauswächst. Denkbar sind automatisch ausgefüllte Formulare aus gescannten Daten oder die sofortige Übersetzung ganzer Dokumente direkt im Overlay. Der erste Schritt zu diesem „intentionsbewussten“ Smartphone ist mit diesem Update nun getan.

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