AndroidMulDrop3923, Dropper

Android.MulDrop.3923: Neuer Dropper startet 2026 mit Tarnkappe

04.01.2026 - 21:40:12

Sicherheitsforscher warnen vor der Schadsoftware Android.MulDrop.3923, die sich vor Erkennung tarnt und Banking-Trojaner nachlädt. Die Bedrohung nutzt Overlay-Angriffe für Datendiebstahl.

Sicherheitsforscher haben eine aggressive neue Android-Dropper-Variante entdeckt. Die als Android.MulDrop.3923 klassifizierte Schadsoftware wurde heute in die Virenbibliotheken aufgenommen. Sie markiert einen beunruhigenden Start ins Cybersicherheitsjahr 2026.

Die Malware fungiert als trojanisches Pferd und ebnet den Weg für weitere Infektionen. Technische Analysen der Sicherheitsfirma Dr. Web zeigen ihre komplexe Struktur: Sie legt verdächtige Konfigurationsdateien an und lädt dynamische Bibliotheken, um tief in das System einzudringen.

Sandbox-Erkennung macht Jagd schwer

Ein zentrales Merkmal ist die Sandbox-Erkennung. Bevor die Malware aktiv wird, prüft sie, ob sie in einer isolierten Testumgebung von Forschern läuft. Erkennt sie eine solche Sandbox, stellt sie ihre Aktivitäten ein. Diese Tarnung erschwert die automatisierte Erkennung in App-Stores erheblich.

Die eigentliche Gefahr liegt im Nachladen weiterer Schadsoftware. MulDrop.3923 ist darauf programmiert, den Code der Bedrohung Android.Packed.66.origin auszuführen. Dabei handelt es sich um gepackte – also verschleierte – Malware, die oft Banking-Trojaner oder Spyware enthält.

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Overlay-Angriffe klauen Zugangsdaten

Zusätzlich setzt die Variante auf optimierte Overlay-Angriffe. Die Schadsoftware legt unsichtbare Fenster über legitime Apps. Der Nutzer gibt seine Zugangsdaten dann unwissentlich in ein Formular der Angreifer ein, während er glaubt, seine Bank-App zu bedienen.

Die Entdeckung steht nicht allein da. In den letzten 72 Stunden tauchten auch neue Varianten des Banking-Trojaners Android.BankBot.Coper auf. Cyberkriminelle nutzen den Jahreswechsel oft für neue Kampagnen, da Nutzer dann unaufmerksamer sind.

So schützen Sie Ihr Gerät

Angesichts der Tarnmechanismen raten Experten zu erhöhter Vorsicht. Die wichtigste Verteidigung ist das Nutzerverhalten.

  • Offizielle Quellen nutzen: Laden Sie Apps nur aus offiziellen Stores wie Google Play herunter. Seien Sie skeptisch bei “gecrackten” Premium-Apps oder Spiel-Mods.
  • Berechtigungen prüfen: Verweigern Sie weitreichende Berechtigungen, insbesondere für Accessibility Services (Bedienungshilfen). Diese werden oft missbraucht, um heimlich Installationen durchzuführen.
  • Schutz aktivieren: Halten Sie Google Play Protect eingeschaltet und führen Sie regelmäßig Scans mit einer seriösen Sicherheitslösung durch. Aktuelle Virensignaturen sind entscheidend.

Der Fund von MulDrop.3923 deutet auf die Trends für 2026 hin: Modulare Bedrohungen, die unauffällig im Hintergrund agieren, werden zunehmen. Der Wettlauf zwischen Tarnung und Erkennung beschleunigt sich weiter.

@ boerse-global.de