Ams Osram Aktie: Herausforderung unbeachtet?
26.11.2025 - 18:22:30Die Deutsche Bank reduziert das Kursziel für Ams Osram drastisch um fast 25 Prozent. Grund sind enttäuschende Quartalszahlen und Schwächen im Autosegment, während Asset-Verkäufe stocken.
Die Schonfrist ist vorbei. Nach enttäuschenden Quartalszahlen hagelt es bei Ams Osram nun eine Kurszielstreichung nach der anderen. Heute setzt die Deutsche Bank den Rotstift an – und nennt dabei Gründe, die Anleger aufhorchen lassen sollten. Kann der Konzern seine ehrgeizigen Sanierungsziele überhaupt noch erreichen?
Deutsche Bank kassiert Prognose ein
Robert Sanders von Deutsche Bank Research streicht das Kursziel für den Halbleiter- und Lichtspezialisten drastisch zusammen: von 12,50 auf nur noch 9,50 Franken. Das entspricht einem Abschlag von fast einem Viertel. Die formale “Buy”-Empfehlung wirkt da fast wie Hohn.
Der Hauptgrund für den Kahlschlag: Der Ausblick auf das Schlussquartal enttäuscht auf ganzer Linie. Besonders die Auto-LED-Sparte schwächelt massiv – ausgerechnet jenes Segment, das eigentlich als Wachstumstreiber fungieren sollte.
Das explosive Dreiergespann der Probleme
Was die Lage bei Ams Osram besonders brisant macht: Die Herausforderungen verstärken sich gegenseitig. Drei kritische Faktoren bilden einen gefährlichen Cocktail:
- Veräußerungen auf Eis: Vom geplanten Verkauf von Unternehmensteilen fehlt jede konkrete Spur
- Schuldenberg wächst: Ohne Erlöse aus Asset-Verkäufen drohen die ambitionierten Entschuldungsziele zu scheitern
- Kostenkeule unvermeidbar: Das Management steht unter massivem Druck, weitere Sparrunden einzuleiten
Die Rechnung ist simpel und brutal: Kein Geld aus Verkäufen bedeutet keine Schuldenreduzierung. Und das bei einem Unternehmen, dessen Schuldenlast bereits jetzt die Handlungsfähigkeit einschränkt.
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Talfahrt ohne Boden?
Mit einem aktuellen Kurs von 7,72 Franken in Zürich notiert die Aktie bereits deutlich unter dem neuen Kursziel der Deutschen Bank. Die Papiere haben sich damit fast 40 Prozent vom 52-Wochen-Hoch bei 13,84 Euro entfernt. Ein RSI von 16,4 signalisiert zwar technisch überverkaufte Verhältnisse – doch ohne operative Trendwende bleibt das pure Theorie.
Die Deutsche Bank ist längst nicht allein mit ihrer pessimistischen Sicht. Jefferies strich die Empfehlung bereits auf “Hold” und visiert 8,30 Franken an. JPMorgan geht mit einem Ziel von 7,45 Franken sogar noch weiter. Die Analystengemeinde hat ihre Hoffnung offenbar weitgehend begraben.
Solange das Management keine konkreten Erfolge bei den angekündigten Asset-Verkäufen vorweisen kann, bleibt die Aktie ein hochriskantes Unterfangen. Die Kombination aus operativer Schwäche, stockenden Veräußerungen und wachsendem Schuldendruck lässt wenig Spielraum für positive Überraschungen. Anleger müssen sich wohl auf weitere Sparrunden einstellen – und damit auf zusätzlichen Druck auf die operative Performance.
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