Ams Osram Aktie: Alarmzeichen vermehrt?
03.02.2026 - 15:54:33Der hochverschuldete Halbleiterkonzern Ams Osram steht vor entscheidenden Tagen. Während der Aktienkurs mit aktuell 8,75 Euro weiter schwächelt, verdichten sich die Hinweise auf einen baldigen Teilverkauf des Geschäfts, um die drückende Schuldenlast zu senken. Im Raum stehen namhafte Interessenten und ein konkreter Zeitplan bis zur Vorlage der Jahreszahlen.
Die wichtigsten Fakten:
* Termin: Jahreszahlen Q4/2025 am 10. Februar 2026
* Verkaufsziel: Erlöse von deutlich über 500 Millionen Euro
* Interessenten: Infineon und ein österreichisches Investorenkonsortium
* Schuldenabbau: Rückkauf von Wandelanleihen (ca. 200 Mio. Euro) bereits erfolgt
* Politisches Risiko: Drohende Rückforderung von Fördermitteln (ca. 427 Mio. Euro)
Bieterrennen um Premstätten
Das Management hat bestätigt, dass sich die Verhandlungen über den Verkauf von Unternehmensteilen in einem fortgeschrittenen Stadium befinden. Ziel ist es, die im April 2025 angekündigte Entschuldung durch Verkaufserlöse von über 500 Millionen Euro zu beschleunigen. Im Zentrum der Gespräche steht der Standort Premstätten bei Graz mit seinen rund 1.300 Mitarbeitern.
Medienberichten zufolge haben sich zwei prominente Lager für die Übernahme in Stellung gebracht: Der deutsche Chiphersteller Infineon sowie ein österreichisches Investorenkonsortium. Zwar betonte Ams Osram, den Standort langfristig sichern zu wollen, konkrete Zusicherungen zum Ausgang der Gespräche blieben jedoch aus. Der Aufsichtsrat befasste sich bereits in einer außerordentlichen Sitzung mit den Plänen.
Bilanzkosmetik vor den Zahlen
Parallel zu den Verkaufsgesprächen hat der Konzern erste Fakten in der Bilanz geschaffen. Am 21. Januar 2026 schloss Ams Osram einen Rückkauf eigener Wandelanleihen ab und tilgte damit Verbindlichkeiten im Nennwert von knapp 200 Millionen Euro unter Par. Dies senkt das ausstehende Volumen der 2027 fälligen Anleihe auf rund 560 Millionen Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ams Osram?
Dieser Schritt war notwendig, denn die Altlasten wiegen schwer. Seit der Übernahme von Osram und dem folgenschweren Aus für ein wichtiges microLED-Projekt im März 2024 kämpft der Konzern mit Nettofinanzverbindlichkeiten von zuletzt rund zwei Milliarden Euro. Der Aktienkurs spiegelt diese Belastung wider: Mit einem RSI von 16,4 ist das Papier technisch massiv überverkauft und notiert gut 36 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Politische Hürden
Der geplante Teilverkauf birgt neben der wirtschaftlichen auch eine politische Sprengkraft. Für den Ausbau in Premstätten wurden massive öffentliche Gelder zugesagt – rund 200 Millionen Euro über den „European Chips Act“ und weitere 227 Millionen Euro durch die Republik Österreich. Regierungsvertreter machten bereits deutlich, dass diese Mittel zurückgefordert würden, sollte es zu einer Produktionsverlagerung oder Schließung kommen.
Am 10. Februar 2026 muss Ams Osram Farbe bekennen. Die anstehenden Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 werden zeigen, ob die operative Basis stabil genug ist, um den Sanierungskurs zu tragen und die Investoren zu beruhigen.
Ams Osram-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ams Osram-Analyse vom 3. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Ams Osram-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ams Osram-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ams Osram: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


