Ampelmann und Siemens Gamesa testen Drohnen für Offshore-Wartung
23.01.2026 - 19:01:12Ein neues Drohnensystem soll die Logistik auf hoher See revolutionieren und die Wartung von Windkraftanlagen sicherer und effizienter machen.
Der niederländische Offshore-Spezialist Ampelmann und der Windkraftriese Siemens Gamesa haben erfolgreich ein innovatives Frachtdrohnensystem getestet. Die Versuche fanden im vergangenen Winter im Windpark Hollandse Kust Noord in der niederländischen Nordsee statt. Sie markieren einen wichtigen Schritt hin zur Automatisierung der Materialversorgung für Offshore-Windräder.
Logistik-Revolution auf hoher See
Die Herausforderung ist bekannt: Der Transport von Werkzeugen und Ersatzteilen vom Versorgungsschiff zur Gondel in schwindelnder Höhe ist aufwendig und riskant. Bislang müssen Techniker oft schwere Ausrüstung den Turm hinauftragen oder auf Kranoperationen warten. Das kostet wertvolle Zeit.
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Genau hier setzt das neue System an. Eine spezielle Frachtdrohne transportierte im Dezember 2025 Material von einem Service-Operations-Vessel (SOV) zu den Turbinen und zurück. Das Ziel: eine „Just-in-Time“-Versorgung direkt an den Arbeitsplatz. So können Techniker gezielt anfordern, was sie benötigen, und sich auf die eigentliche Wartung konzentrieren.
„Der erfolgreiche Test zeigt, wie wir Abläufe optimieren und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen können“, so ein Branchenkenner. Weniger manuelle Handhabung und weniger Kran-Einsätze bedeuten weniger Risiko für das Personal.
Bewährungsprobe unter Realbedingungen
Die Tests fanden unter realen Bedingungen im Windpark Hollandse Kust Noord statt. Dieser Park mit 69 Siemens-Gamesa-Turbinen ist seit Ende 2023 in Betrieb. Die Drohne meisterte mehrere Flüge und bewies ihre Seetauglichkeit.
Das System von Ampelmann ist für den harten Offshore-Einsatz konzipiert. Es kann Nutzlasten von über 30 Kilogramm über eine Entfernung von bis zu fünf Kilometern vom Mutterschiff transportieren. Die notwendige Betriebszulassung der europäischen Luftfahrtbehörde EASA liegt bereits vor.
Auf dem Weg zur industriellen Wartung
Dieser Test ist nicht der erste seiner Art, aber ein bedeutender Meilenstein. Ampelmann hat bereits Erfahrung mit KI-gesteuerten Drohnen in deutschen Windparks wie DanTysk und Sandbank gesammelt. Die Zusammenarbeit mit einem Global Player wie Siemens Gamesa auf einer großen, aktiven Anlage verleiht dem Konzept jedoch zusätzliches Gewicht.
Die Branche treibt die Automatisierung voran, um die wachsenden Windparks wirtschaftlich und sicher zu betreiben. Gerade bei Anlagen, die immer weiter von der Küste entfernt entstehen, steigen die logistischen Herausforderungen und Kosten. Autonome Drohnensysteme gelten als Schlüssel, um die Wartung zu industrialisieren.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Geringere Stillstandszeiten der Turbinen, reduzierte Betriebskosten und ein kleinerer CO2-Fußabdruck durch effizientere Schiffeinsätze. Nach dem Proof-of-Concept geht es nun darum, die Technologie zu skalieren und zum Standard in der Offshore-Windindustrie zu machen.
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