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AMD Ryzen AI 400: Desktop-Prozessoren erhalten KI-Namen

07.01.2026 - 23:10:13

AMD führt die Ryzen AI 400-Serie ein und setzt mit integrierter KI-NPU einen neuen Standard für Desktop-PCs. Die Prozessoren erfüllen als erste für den Einbau konzipierte Chips die Voraussetzungen für Microsofts Copilot+.

AMD schickt seine nächste Generation von Desktop-APUs unter dem Namen Ryzen AI 400 ins Rennen. Die Chips erfüllen als erste für den Einbau konzipierte Prozessoren die Voraussetzungen für Microsofts Copilot+ PC. Damit setzt der Halbleiterhersteller ein klares Zeichen: Die KI-Leistung wird zum zentralen Merkmal, auch auf dem Desktop.

Die Ankündigung auf der CES 2026 in Las Vegas überraschte die Branche. Statt der erwarteten „Ryzen 9000G“-Serie führt AMD die neue Ryzen AI 400-Nomenklatur ein. Diese vereinheitlicht die Bezeichnungen für mobile und Desktop-Prozessoren. Für Verbraucher wird es so einfacher, direkt nach KI-fähiger Hardware zu suchen. Der traditionelle „G“-Suffix für Desktop-APUs wird damit obsolet – eine integrierte Hochleistungs-Grafik und KI werden zum neuen Standard.

Technisches Power-Paket: Zen 5 und RDNA 3.5

Unter der Haube steckt die neueste Architektur-Generation. Die Ryzen AI 400-Chips basieren auf AMD Zen 5 in einer Hybrid-Kern-Konfiguration. Die Spitzenmodelle sollen bis zu 12 CPU-Kerne bieten, darunter vier leistungsstarke Zen-5- und acht effiziente Zen-5c-Kerne.

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Die integrierte Grafikeinheit setzt auf die aktualisierte RDNA 3.5-Architektur. In der Top-Konfiguration kommen bis zu 16 Compute Units (CUs) zum Einsatz – ein deutlicher Sprung gegenüber den 12 CUs der Vorgängerserie Ryzen 8000G. Dank des höheren thermischen Budgets des AM5-Sockels (65W TDP) taktet die GPU bis zu 3,10 GHz. Das macht die APUs zu einer ernsthaften Option für preisbewusste Gamer und könnte einfache dedizierte Grafikkarten überflüssig machen.

Die Krönung: Erster Copilot+ Desktop-Prozessor

Das Herzstück der neuen Serie ist die KI-Beschleunigung. Die verbesserte XDNA 2 NPU (Neural Processing Unit) liefert bis zu 60 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde). Diese Leistung übertrifft die mobilen Vorgängervarianten und qualifiziert die Ryzen AI 400 offiziell für Microsofts Copilot+-Zertifizierung.

Bislang waren Copilot+-Funktionen fast ausschließlich Laptops vorbehalten. Mit den neuen AMD-Chips erhalten nun auch Bastler und Nutzer von Standard-Desktops Zugang zu lokalen KI-Workloads. Dazu zählen Echtzeit-Unterstützung bei der Videobearbeitung, das lokale Verarbeiten von Sprachmodellen und eine tiefere Integration von KI in Windows 11 – alles direkt auf dem heimischen AM5-Mainboard.

Markt unter Druck: AMD zieht an Intel vorbei

Die Einführung der Ryzen AI 400-Serie verändert das Einsteiger- und Mittelklasse-Segment am Desktop-Markt grundlegend. AMD bietet eine „All-in-One“-Lösung, die Hochleistungs-CPU, gamingtaugliche Grafik und KI-Beschleunigung in einem Chip vereint. Das spricht eine breite Zielgruppe an – vom Gelegenheitsspieler bis zum ambitionierten Heimarbeitsplatz-Nutzer.

Die Ankündigung erhöht den Druck auf den Rivalen Intel, der auf der CES seine „Panther Lake“-Prozessoren (Core Ultra 3) präsentiert. AMD sichert sich mit der frühen Einführung einer leistungsstarken NPU auf einem sockelgebundenen Desktop-Platform jedoch einen klaren First-Mover-Vorteil im DIY-KI-PC-Markt. Die Verfügbarkeit der Ryzen AI 400-Chips wird für das erste Quartal 2026 erwartet.

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