AMD: Grafikkraft nur noch für die Spitze
27.01.2026 - 18:32:12AMD reserviert seine nächste Grafikarchitektur exklusiv für teure Top-Chips – der Mainstream muss bis 2029 warten. Das ist das Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung, die den Markt für Laptop-Prozessoren tief spalten wird.
Zwei-Klassen-Gesellschaft bei AMD-Chips
Der Plan des Halbleiterherstellers ist klar: Es wird künftig zwei getrennte Wege für seine beschleunigten Prozessoreinheiten (APUs) geben. Für den Massenmarkt – also Standard-Büro- und Mittelklasse-Laptops – bleibt die aktuelle RDNA-3.5-Grafikarchitektur bis mindestens 2029 die Basis. Sie steckt bereits in den aktuellen Ryzen-AI-300- und 400-Serien.
Die nächste Generation, RDNA 5, ist dagegen ausschließlich für die teuren Premium- oder „Halo“-APUs vorgesehen. Diese Top-Chips, die unter dem Codenamen „Medusa Halo“ laufen, sollen die neue Grafikarchitektur mit der künftigen Zen-6-CPU-Architektur kombinieren. Das Ziel: eine Leistung, die mit dedizierten Grafikkarten konkurrieren kann – und das in einem stromsparenden Design.
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Was die „Halo“-APUs versprechen
Die exklusive Ausstattung mit RDNA 5 deutet auf einen gewaltigen Technologiesprung hin. Frühe Entwicklungsarbeiten im Open-Source-Compiler LLVM für ein Ziel namens „GFX13“ – vermutlich RDNA 5 – legen einen Startzeitraum um Mitte 2027 nahe.
Ältere Berichte zum „Medusa Halo“-Projekt spekulierten über Konfigurationen mit bis zu 48 Recheneinheiten. Das wäre ein deutlicher Sprung gegenüber den 40 Einheiten in der aktuellen Top-APU „Strix Halo“. Solche integrierten Grafikkerne könnten die Leistung künftiger High-End-Grafikkarten erreichen. Das macht sie zur idealen Basis für ultradünne Gaming-Laptops und kompakte Desktop-PCs.
Folgen für den Massenmarkt
Für den durchschnittlichen Laptop-Käufer hat die Strategie konkrete Auswirkungen. Deutliche Grafikleistungs-Sprünge von Jahr zu Jahr wird es bei den meisten AMD-Produkten nicht mehr geben. Bei Büro- und Mittelklasse-Notebooks sind nur noch kleine Optimierungen an RDNA 3.5 zu erwarten.
Der Hauptgrund für ein Upgrade verschiebt sich damit von der Grafik zur CPU-Leistung. Der große Attraktion wird die Einführung von Zen 6 sein. Für einen großen Teil des Marktes friert AMD den Fortschritt bei der integrierten Grafik effektiv ein. Die Architektur RDNA 4, die für dedizierte Desktop-GPUs entwickelt wird, wird für APUs komplett übersprungen.
Strategische Neuausrichtung mit klarem Ziel
Hinter dem Schritt steckt eine kalkulierte Geschäftsentscheidung. AMD konzentriert seine fortschrittlichste Grafiktechnologie dort, wo sie hohe Margen bringt: im Enthusiasten- und Premium-Segment. Mit den „Halo“-APUs will das Unternehmen direkt mit Hochleistungschips wie Apples M-Serie oder Intels Xe-Grafik konkurrieren.
Die Roadmap ist damit vorgezeichnet: Stabilität mit RDNA 3.5 im Mainstream bis zum Ende des Jahrzehnts und ein aggressiver Vorstoß an der Spitze mit RDNA 5 und Zen 6 ab 2027. Wer die beste integrierte Grafik will, muss künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für alle anderen bleibt die zuverlässige, aber in die Jahre kommende RDNA-3.5-Architektur der Standard.
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