AMD-Aktie, Rekordgewinn

AMD-Aktie stürzt trotz Rekordgewinn ab

05.02.2026 - 00:32:12

AMD meldet Rekordumsatz und starkes KI-Wachstum, doch die Aktie verliert deutlich. Grund sind enttäuschte Wachstumserwartungen und der harte Wettbewerb mit Nvidia.

Künstliche Intelligenz als zweischneidiges Schwert: Der Chip-Hersteller AMD präsentiert Rekordzahlen, doch der Markt bestraft die Aktie. Der Grund? Wachstumsängste im Schatten des Rivalen Nvidia.

Die Aktie des Halbleiterherstellers Advanced Micro Devices (AMD) erlebt einen paradoxen Absturz. Trotz eines Rekordquartals und einer optimistischen Prognose verliert der Wert diese Woche bis zu 17 Prozent. Der Grund liegt in den überzogenen Erwartungen an das Wachstum im KI-Sektor, wo AMD gegen den übermächtigen Konkurrenten Nvidia antritt.

Rekordzahlen werden vom Markt ignoriert

Die Reaktion der Anleger überdeckt eine außergewöhnlich starke Bilanz. Für das vierte Quartal 2025 meldete AMD einen Umsatzrekord von 10,27 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 34 Prozent im Jahresvergleich. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,53 Dollar. Beide Werte übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich.

Der Treiber des Wachstums war das Data-Center-Geschäft, das Herzstück der KI-Strategie. Der Umsatz in dieser Sparte schnellte um 39 Prozent auf 5,38 Milliarden Dollar. Die Nachfrage nach den EPYC-Serverprozessoren und den Instinct-KI-Beschleunigern ist ungebrochen. Auch die PC- und Gaming-Sparten legten kräftig zu.

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Warum bestraft der Markt solch starke Zahlen?

Die Sorgen der Investoren konzentrieren sich auf zwei Punkte: das Wachstumstempo und die Margenentwicklung. Für das erste Quartal 2026 prognostiziert AMD einen Umsatz zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar. Die Mitte dieser Spanne liegt zwar 32 Prozent über dem Vorjahreswert und über den Analystenschätzungen. Doch sie bedeutet auch ein leichtes sequenzielles Minus von etwa fünf Prozent zum Rekordquartal.

In einem Markt, der ungebremstes exponentielle Wachstum erwartet, reicht das nicht aus. Vor allem, weil der Abstand zu Nvidia weiterhin riesig erscheint. Zudem trübt die volatile China-Komponente die Aussichten. Im vierten Quartal stammten noch 390 Millionen Dollar aus lizenzierten Chip-Lieferungen nach China. Für Q1 2026 sind davon nur noch etwa 100 Millionen Dollar eingeplant. Diese Unsicherheit belastet die Planbarkeit.

Das Jahr der Wende steht bevor

Trotz der kurzfristigen Marktreaktion bleibt die Konzernführung zuversichtlich. CEO Lisa Su bezeichnet 2026 als ein entscheidendes „Jahr der Wende“ für AMD. Die Nachfrage nach KI-Technologien explodiere. Die zweite Jahreshälfte soll einen starken Schub durch die nächste Generation von KI-Serverprodukten bringen, inklusive Lieferungen an Schlüsselkunden wie OpenAI.

Mit neuen Beschleunigern wie dem MI325 und weiteren EPYC-Prozessoren will das Unternehmen sein Data-Center-Geschäft weiter anschieben. Die aktuelle Korrektur spiegelt die Nervosität der Anleger wider. Die langfristige Herausforderung für AMD bleibt jedoch unverändert: Die technologische Stärke muss in finanzielle Ergebnisse umgemünzt werden, die auch den skeptischsten Beobachter an der Wall Street überzeugen.

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