Amazon und Samsung machen die Wand zum Familien-Hub
08.01.2026 - 19:12:12Die Digitalbilderrahmen auf der CES 2026 sind keine Nischenprodukte mehr. Sie mutieren zum zentralen Nervensystem des vernetzten Zuhauses. Große Player wie Amazon und Samsung treiben diese Entwicklung mit neuen Displays voran, die Unterhaltung, Organisation und Familienkommunikation in einem Gerät vereinen.
Ember Artline: Amazons Einstieg ins Wohnzimmer
Amazon greift mit seiner neuen Ember Artline-Serie direkt den Platzhirsch Samsung an. Das am 6. Januar vorgestellte Gerät kombiniert ein hochwertiges 4K QLED-Mattdisplay mit tiefer Alexa+-Integration. Es soll als zentraler Treffpunkt für die Familie dienen.
Das 55-Zoll-Modell startet bei 899 Euro. Die sogenannte Omnisense-Technologie schaltet das Gerät ein, sobald eine Person den Raum betritt. Die Kernfunktion für Familien ist die Anbindung an Amazon Photos. Nutzer können per Sprachbefehl Diashows von bestimmten Urlauben abrufen, die eine KI kuratiert. Verwandte können zudem Fotos aus der Ferne auf den Rahmen hochladen – eine Funktion, die vor allem für räumlich getrennte Familien interessant ist.
Samsungs The Frame wird zum Pro
Samsung reagiert auf den wachsenden Wettbewerb mit einer Erweiterung seiner „The Frame“-Serie. Das Highlight ist ein neues 98-Zoll-Modell für große Wohnräume. Wichtiger für den Alltag ist jedoch das The Frame Pro mit einer neuen Wireless One Connect Box.
Diese Box unterstützt Wi-Fi 7 und macht die Installation deutlich einfacher. Der Bildschirm kann nun völlig kabellos wie ein echtes Gemälde aufgehängt werden. Eingebettet ist zudem der Vision AI Companion. Dieses Feature verwandelt den Rahmen in einen interaktiven Guide: Nutzer können Fragen zum gezeigten Kunstwerk stellen oder andere Smart-Home-Geräte steuern. Aus dem Kunst-TV wird so ein smartes Wohnzimmer-Dashboard.
Skylight Calendar 2: Der praktische Organizer
Während Amazon und Samsung auf Ästhetik setzen, fokussiert sich Skylight auf die praktische Familienorganisation. Das Unternehmen stellte den Skylight Calendar 2 vor, eine überarbeitete Version seines 15-Zoll-Displays.
Das Gerät fungiert als zentrale Kommandozentrale. Es synchronisiert Kalender von Google, Outlook und Apple iCloud in einer farbcodierten Übersicht für den gesamten Haushalt. Neue Features für 2026 sind verbesserte Aufgabenlisten und Essensplanung. Eltern können Kindern Aufgaben zuweisen, die spielerisch abgearbeitet werden.
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Die „Magic Import“-Funktion ist ein großer Zeitgewinn. Nutzer leiten E-Mails – etwa mit Schulnewslettern oder Trainingszeiten – an das Gerät weiter. Eine KI extrahiert automatisch die relevanten Termine und trägt sie in den Familienkalender ein. Damit adressiert Skylight direkt die mentale Belastung durch Familienlogistik.
Nischeninnovationen: Von E-Ink bis zum digitalen Fenster
Abseits der großen Drei zeigen kleinere Hersteller innovative Ansätze. Arzopa präsentierte den D14 Digital Photo Frame, ein 40-Zoll-Display, das die Grenze zwischen Bilderrahmen und digitalem Fenster verwischt. Es zeigt bewegte Fotos und Videos, die sonst ungenutzt auf Smartphones schlummern.
Das Startup Fraimic setzt auf künstliche Intelligenz für die Wanddekoration. Sein E-Ink-Canvas generiert Kunstwerke auf Basis von Nutzer-Eingaben oder dem „Wort des Tages“ der Familie. Es ist weniger Organizer, sondern mehr ein interaktives Kunstobjekt für das gemeinsame Zuhause.
Analyse: Die Wand wird zur Ökosystem-Schlacht
Die Flut an Smart-Frame-Ankündigungen zeigt einen gereiften Markt. Die Industrie bewegt sich weg von auffälligen schwarzen Bildschirmen hin zu einer „ruhigen Technologie“, die sich der Wohnraumästhetik unterordnet.
Der Wettbewerb zwischen Amazon und Samsung ist bezeichnend. Amazons Markteintritt signalisiert, dass das „Furniture-as-a-Service“-Modell profitabel ist. Wer den Bildschirm an der Wand kontrolliert, hat eine permanente Werbefläche im Zentrum des Familienlebens. Doch die Ökosystem-Fragmentierung bleibt ein Problem. Während ein plattformunabhängiger Skylight-Kalender universell funktioniert, entfalten Amazon- oder Samsung-Geräte ihre volle Stärke oft nur innerhalb des eigenen Dienstekosystems.
Ausblick: KI als Familienmanager
Für das Jahr 2026 werden Software-Updates wichtiger sein als neue Hardware. Die nächste Grenze ist eine KI, die Familienbeziehungen proaktiv managt. Denkbar sind Rahmen, die Videoanrufe vorschlagen, wenn sich der Geburtstag eines Verwandten nähert, oder automatisch Fotos von „heute vor X Jahren“ zeigen, um Gespräche anzuregen.
Der smarte Bilderrahmen wird zum Familien-Betriebssystem. Wenn die CES 2026 ein Indikator ist, werden die Wände unserer Häuser bald deutlich intelligenter – und zum heimlichen Mittelpunkt des digitalen Familienlebens.
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