Amazon, Mega-Deal

Amazon plant Mega-Deal mit OpenAI für 50 Milliarden Euro

30.01.2026 - 04:01:11

Amazon verhandelt über eine strategische Beteiligung von bis zu 50 Milliarden Euro an OpenAI. Ziel ist es, die AWS-Cloud als zentrale Plattform für die KI-Ökonomie zu etablieren.

Amazon verhandelt über eine strategische Beteiligung von bis zu 50 Milliarden Euro an OpenAI. Der Deal würde den KI-Wettlauf neu definieren und den Cloud-Riesen zum zentralen Infrastruktur-Anbieter für die Branche machen.

Was steckt hinter dem Jahrhundert-Deal? Konzernchef Andy Jassy führt die Gespräche mit OpenAI-CEO Sam Altman persönlich. Sie sind Teil einer Mega-Finanzierungsrunde, mit der OpenAI bis zu 100 Milliarden Euro einsammeln will. Das würde die Bewertung des ChatGPT-Erfinders auf rund 830 Milliarden Euro treiben – ein beispielloser Wert.

Besonders pikant: Amazon ist bereits milliardenschwerer Hauptinvestor bei Anthropic, dem größten Rivalen von OpenAI. Die Doppelstrategie zeigt, worum es dem Konzern wirklich geht: Er will die Cloud-Plattform AWS als unverzichtbare Basis für die KI-Ökonomie etablieren. Egal, welches KI-Modell sich durchsetzt – die Rechenarbeit soll auf Amazons Servern laufen.

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Infrastruktur-Bindung statt einfacher Kapitalspritze

Die 50 Milliarden Euro wären nur der Anfang. Der Deal sieht eine tiefe Verzahnung der Geschäfte vor. OpenAI würde sich langfristig verpflichten, seinen immensen Rechenbedarf über AWS zu decken. Gleichzeitig könnte das KI-Unternehmen Amazons hauseigene KI-Chips wie Trainium nutzen. Ein klassisches Rundum-Sorglos-Paket: Das investierte Kapital fließt direkt zurück in Amazons Cloud-Dienste.

Diese Strategie wird zur neuen Normalität, denn die Rechnung für KI-Infrastruktur explodiert. Allein zwischen 2025 und 2029 plant OpenAI, rund 115 Milliarden Euro für Rechenleistung auszugeben. Neben Amazon sind auch der japanische Investor Softbank (30 Milliarden Euro) und Chiphersteller Nvidia im Gespräch. Sogar Staatsfonds aus dem Mittleren Osten sollen angefragt worden sein.

Wettlauf gegen Microsoft und Google

Für Amazon ist die Investition eine klare Kampfansage. Der Konzern will verhindern, dass Konkurrenten wie Microsoft – der exklusiver Partner von OpenAI ist – oder Google Cloud die Oberhand in der KI-Ära gewinnen. Die Summe ist gewaltig: Sie entspricht 40 Prozent der für 2026 geplanten Gesamtinvestitionen von 125 Milliarden Euro.

Kann sich Amazon diese Doppelstrategie leisten? Die Märkte reagieren bereits nervös. Doch für den Konzern geht es um alles oder nichts. Die Kontrolle über die KI-Infrastruktur gilt als Schlüssel zum technologischen Supremat des nächsten Jahrzehnts.

IPO und regulatorische Hürden

Für OpenAI kommt die Finanzierung zum richtigen Zeitpunkt. Das Unternehmen bereitet angeblich einen Börsengang für das vierte Quartal 2026 vor. Mit frischem Kapital wäre es für den Mega-IPO bestens aufgestellt.

Doch der Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern. Und er wird sicherlich die Aufmerksamkeit von Kartellbehörden weltweit auf sich ziehen. Eine Allianz dieser Größenordnung zwischen einem Cloud-Monopolisten und dem führenden KI-Innovator könnte regulatorische Bedenken wecken. Die Verhandlungen entscheiden nicht nur über die Zukunft beider Unternehmen, sondern über das Kräftegleichgewicht der gesamten Tech-Branche.

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