Amazon-Kunden, Phishing-Welle

Amazon-Kunden: Neue Phishing-Welle lockt mit Rückerstattung

07.02.2026 - 17:23:11

Kriminelle versenden täuschend echte E-Mails, um an Kundendaten zu gelangen. Verbraucherschützer warnen vor der Masche und nennen Schutzmaßnahmen.

Eine neue Betrugswelle zielt auf Amazon-Kunden in Deutschland ab. Kriminelle versenden gefälschte E-Mails, die eine angebliche Rückerstattung versprechen, um an persönliche und finanzielle Daten zu gelangen. Verbraucherschützer warnen eindringlich vor dieser raffinierten Masche.

Die E-Mails sind dem offiziellen Amazon-Design täuschend echt nachempfunden. Sie behaupten, eine Rückerstattung – beispielsweise über 129,89 Euro – sei bearbeitet. Um das Geld zu erhalten, sollen Kunden ihre Zahlungsdaten über einen Link „bestätigen“. Dieser führt jedoch auf eine gefälschte Seite, die Log-in-Daten und Bankinformationen abgreift.

So funktioniert die Datenfalle

Die Masche setzt auf psychologischen Druck. Die Täter geben kurze Fristen vor, oft nur wenige Tage, um die angebliche Rückerstattung zu beanspruchen. Das soll schnelles Handeln erzwingen und eine genaue Prüfung verhindern. Die Aussicht auf unerwartetes Geld überwindet bei vielen die natürliche Skepsis.

Nach dem Klick auf den Link landen Opfer auf einer gefakten Amazon-Anmeldeseite. Geben sie dort ihre Zugangsdaten ein, erlangen die Betrüger vollen Kontozugriff. Anschließend fordern sie häufig Kreditkartendaten oder Bankverbindungen, angeblich für die Auszahlung.

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Diese Alarmsignale verraten die Fälschung

Nutzer können die Phishing-Versuche an mehreren Merkmalen erkennen:
* Unpersönliche Anrede: Echte Amazon-Mails verwenden den hinterlegten Kundennamen. Betrüger schreiben oft nur „Guten Tag“.
* Verdächtige Absenderadresse: Die E-Mail kommt nicht von einer echten Amazon-Domain, sondern von Adressen mit leichten Abweichungen oder Tippfehlern.
* Aufforderung zur Dateneingabe: Amazon fordert Kunden niemals per E-Mail auf, Passwörter oder vollständige Zahlungsinformationen preiszugeben.

Die wichtigste Regel: Klicken Sie niemals auf Links in verdächtigen E-Mails. Prüfen Sie Nachrichten stattdessen immer, indem Sie sich direkt über die offizielle Amazon-Website oder App in Ihr Konto einloggen.

Amazon löscht Zehntausende Betrugsseiten

Die aktuelle Masche ist Teil eines anhaltenden Trends. Kriminelle missbrauchen die Namen großer Unternehmen und passen ihre Methoden ständig an. Sie nutzen neben E-Mails auch SMS (Smishing) und Anrufe, oft mit Themen wie Kontosperrungen oder verdächtigen Aktivitäten.

Amazon selbst geht gegen die Betrüger vor. Im Jahr 2024 veranlasste der Konzern die Löschung von über 55.000 Phishing-Websites und 12.000 betrügerischen Telefonnummern. Die Täter profitieren davon, dass ihre gefälschten Nachrichten in der Flut echter Amazon-Benachrichtigungen untergehen.

Wie Sie sich schützen können

Experten raten zu grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen:
* Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr Amazon-Konto. Selbst wenn das Passwort geklaut wird, bleibt das Konto geschützt.
* Seien Sie skeptisch bei allen unaufgeforderte Nachrichten, die Dringlichkeit suggerieren oder „zu gut klingen, um wahr zu sein“.
* Melden Sie verdächtige E-Mails direkt an Amazon, damit das Unternehmen dagegen vorgehen kann.
* Seriöse Anti-Phishing-Software kann helfen, betrügerische Seiten zu blockieren.

Die goldene regel bleibt: Im Zweifel lieber den direkten Weg über die offizielle App oder Website wählen.

@ boerse-global.de