Amazon-Kunden, Visier

Amazon-Kunden im Visier perfider Phishing-Mails

06.02.2026 - 00:09:12

Verbraucherschützer warnen vor täuschend echten Betrugs-E-Mails, die sensible Bank- und Kontodaten abgreifen. Experten raten zu Vorsicht und geben konkrete Schutzmaßnahmen.

Eine neue Phishing-Welle zielt mit gefälschten Rückerstattungen auf Amazon-Kunden. Verbraucherschützer warnen vor täuschend echten E-Mails, die sensible Daten abgreifen wollen.

Die Betrüger locken mit der Aussicht auf unerwartetes Geld. In den Nachrichten behaupten sie, eine Rückerstattung – oft ein spezifischer Betrag wie 129,89 Euro – stehe zur Auszahlung bereit. Um das Geld zu erhalten, sollen die Empfänger über einen Link ihre Zahlungsinformationen „bestätigen“. Dahinter steckt der Versuch, Bankverbindungen, Kreditkartendaten und Amazon-Logins zu erbeuten.

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So erkennen Sie die betrügerische Falle

Die aktuellen Phishing-Mails weisen typische Warnsignale auf:
* Eine unpersönliche Anrede ohne Ihren vollen Namen.
* Die Erzeugung von Handlungsdruck durch eine kurze Frist (z.B. „bis zum 7. Februar“).
* Die Aufforderung, sensiblen Daten über einen externen Link einzugeben.

Experten raten: Klicken Sie niemals auf Links in solchen unerwarteten E-Mails. Prüfen Sie stattdessen Nachrichten und Rückerstattungen immer direkt in Ihrem Amazon-Konto unter „Meine Bestellungen“.

Immer professioneller: Die Masche der Kriminellen

Phishing ist kein neues Phänomen, aber die Angriffe werden immer raffinierter. Die Täter kopieren Logos, Designs und den Tonfall des E-Commerce-Riesen täuschend echt. Sie nutzen den guten Ruf großer Marken, um das Vertrauen der Kunden auszubeuten.

Amazon selbst bekämpft diese Betrugsversuche intensiv. Das Unternehmen betont, dass es Kunden niemals per E-Mail zur Eingabe von Passwörtern oder vollständigen Zahlungsdaten auffordern wird. Offizielle Kommunikation ist stets im Nachrichtencenter des eigenen Kontos einsehbar.

So schützen Sie sich wirksam

Die Betrüger setzen auf eine Mischung aus Gier (unerwartetes Geld) und Angst (knappe Frist). Schalten Sie Ihr kritisches Denken nicht aus. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen:
* Keine Links klicken: Öffnen Sie keine Links oder Anhänge aus verdächtigen Nachrichten.
* Direkt ins Konto: Loggen Sie sich immer manuell über die offizielle Website oder App ein.
* Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen: Aktivieren Sie 2FA für Ihr Amazon-Konto.
* Passwörter ändern: Verwenden Sie einzigartige, starke Passwörter.

Sollten Sie auf einen Betrug hereingefallen sein, handeln Sie sofort: Ändern Sie Ihre Passwörter und informieren Sie Ihre Bank oder Kreditkartengesellschaft. Verdächtige E-Mails können Sie an die Verbraucherzentrale oder direkt an Amazon melden.

@ boerse-global.de