Börsen/Aktien, Ausblick

Am US-Aktienmarkt könnten sich am Dienstag die erratischen Kursschwankungen fortsetzen.

01.04.2025 - 14:30:09

Aktien New York Ausblick: Verluste - Weiter volatil vor Zollankündigungen

Zum Handelsauftakt werden die wichtigsten Indizes im Vergleich zum Vortag zunächst schwächer erwartet. Die Nervosität wächst, denn US-Präsident Donald Trump will am Mittwoch sein umfangreiches Zoll-Programm bekanntgeben.

Konjunkturseitig wird es erst kurz nach dem Börsenstart interessant, denn es stehen mit den ISM-Daten zum verarbeitenden Gewerbe wichtige Stimmungsindikatoren in der US-Industrie auf der Agenda.

Rund eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 0,6 Prozent tiefer auf 41.745 Punkte. Den Tech-Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 sah IG 0,4 Prozent im Minus bei 19.195 Punkten.

Zum Wochenstart hatten die wichtigsten Indizes zunächst kräftige Verluste verzeichnet. Der Dow hatte aber noch ins Plus. Der Nasdaq 100, der zeitweise unter 19.000 Punkte auf den tiefsten Stand seit Mitte September 2024 abgesackt war, konnte seine Verluste zugleich fast vollständig wettmachen.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners in Frankfurt sprach von "politisch getriebenen Börsen", die sich durch extrem schnell drehende Stimmungen und überdurchschnittlich hohe Schwankungen auszeichneten. Allgemein lautet der Tenor der Marktanalysten, dass Zollangst die Gemüter dominiere. Die Anleger seien verunsichert und zurückhaltend, da immer noch unklar sei, wie weit Trump mit seinen Drohungen in dem von ihm angezettelten Handelskrieg tatsächlich gehen werde. Das Thema nährt immer stärker Befürchtungen einer allgemeinen Wirtschaftsschwäche.

Zu den ISM-Daten hieß es seitens der Landesbank Helaba, dass sie "der wohl am meisten beachtete Stimmungswert in den USA" seien, der wichtige Hinweise auf die wirtschaftliche Dynamik liefere. Die Vorgaben seien per saldo schwach, was nicht zuletzt auch auf die wankelmütige US-Politik zurückzuführen sei, da diese "letztlich mit der Einführung und Erhöhung von Zöllen gegenüber vielen Handelspartnern für höhere Kosten und auch für Verunsicherung sorgt".

Unter den Einzelwerten könnte ein Blick auf die US-Autobauer interessant sein, - insbesondere auf GM US37045V1008 und Ford US3453708600. US-Autobauer setzen sich daher bei der US-Regierung dafür ein, bestimmte Autokomponenten auszuschließen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Die EU kündigte unterdessen ein breites Spektrum an möglichen Vergeltungsmaßnahmen an. Eine Analyse von Bloomberg Economics ergab, dass - ein maximalistischer Ansatz zugrunde gelegt - der durchschnittliche US-Zollsatz um bis zu 28 Prozentpunkte erhöht werden könnte. Das wiederum würde zu einem Rückgang des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts um 4 Prozent führen.

Vorbörslich zeigten sich GM nach ihren jüngst deutlichen Kursverlusten unverändert, während Ford nach einer deutlichen Vortageserholung um 0,2 Prozent nachgaben. Tesla US88160R1014 stiegen unterdessen vorbörslich in einem neuen Erholungsversuch um 1,8 Prozent.

Die Aufmerksamkeit dürfte sich außerdem auf Johnson & Johnson US4781601046 richten, die vorbörslich um 3,7 Prozent absackten. Ein US-Richter ließ einen dritten Versuch des Konsumgüter- und Pharmaherstellers scheitern, die Insolvenz einer seiner kleinen Niederlassungen zu nutzen, um Krebsklagen wegen Babypuder zu beenden.

Obendrein standen Microvast, Progress Software oder auch PVH mit Zahlen und Ausblicken im Fokus. So sprangen Microvast US59516C1062 vorbörslich um 10,0 Prozent hoch, nachdem der Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien mit seinem Jahresumsatz 2024 die eigene Prognose übertroffen hatte. Progress Software US7433121008 gewannen 7,2 Prozent, da der Anbieter von Unternehmenssoftwareprodukten nach einem soliden Quartal die Jahresziele anhob.

Der Modekonzerns PVH US7185921084 mit Marken wie Calvin Klein und Tommy Hilfiger legte ebenfalls solide Zahlen vor und gab einen ermutigenden Ausblick, wie Händler sagten. Diese Aktie gewann vor dem Börsenauftakt knapp 16 Prozent.

@ dpa.de

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