Alzheimer-Diagnostik: Bluttests revolutionieren Früherkennung
21.01.2026 - 22:53:12Eine einfache Blutprobe könnte bald Alzheimer Jahre vor den ersten Symptomen anzeigen. Neue, mehrfach zertifizierte Bluttests analysieren eine Kombination von Biomarkern und stellen die bisherige Diagnostik auf den Kopf. Sie versprechen eine frühere, präzisere und deutlich patientenfreundlichere Erkennung der Krankheit.
Bisher waren aufwendige PET-Scans oder invasive Liquorpunktionen nötig, um die typischen Proteinablagerungen im Gehirn nachzuweisen. Die neuen blutbasierten Biomarker-Tests umgehen diese Hürden. Ihr großer Vorteil: Sie sind kostengünstig, schnell durchführbar und könnten bald in der Hausarztpraxis zum Einsatz kommen.
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So funktioniert die Multi-Analyt-Signatur
Die Tests messen nicht einen, sondern mehrere Schlüsselproteine gleichzeitig. Diese “Signatur” bildet die Alzheimer-Pathologie umfassend ab:
* Amyloid- und Tau-Proteine: Das Verhältnis von Aβ42 zu Aβ40 sowie phosphoryliertes Tau (p-Tau) zeigen die krankheitstypischen Ablagerungen an.
* p-tau217: Dieser Biomarker hat sich als besonders präziser Indikator für Amyloid-Plaques erwiesen.
* Zusatzmarker: Proteine wie GFAP (zeigt Entzündungsreaktionen) und Neurofilament-Leichtketten (weisen auf allgemeinen Nervenzellabbau hin) runden das Bild ab.
Die Kombination dieser Werte liefert eine differenzierte Risikobewertung. In Studien erreichten solche Tests eine Genauigkeit von über 90 Prozent im Vergleich zu PET-Scans.
Erste Tests sind bereits zugelassen
Die Forschung hat die Klinik erreicht. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat bereits erste Tests wie den „Lumipulse G pTau217/β-Amyloid 1-42“-Test zugelassen. Er ist für Erwachsene ab 55 mit kognitiven Symptomen vorgesehen. Ein weiterer Test, „Elecsys pTau181“, dient vor allem dem zuverlässigen Ausschluss einer Alzheimer-Pathologie.
Diese Entwicklung entlastet spezialisierte Gedächtnissprechstunden. Hausärzte können nun eine erste, einfache Abklärung vornehmen und nur auffällige Fälle überweisen. Das verkürzt Wartezeiten und senkt die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich.
Mehr Hoffnung für Patienten und Forschung
Für Betroffene bedeutet die frühe und sichere Diagnose einen enormen Fortschritt. Sie ermöglicht es, rechtzeitig Lebensplanungen anzupassen und Unterstützung zu organisieren. Vor allem aber ist sie die Voraussetzung für neue Therapien, die im frühesten Krankheitsstadium am wirksamsten sind.
Auch die Arzneimittelforschung profitiert massiv. Die Tests erlauben eine schnelle und präzise Identifizierung von Studienteilnehmern – etwa Personen mit Biomarkern im Blut, aber noch ohne spürbare Symptome. Das beschleunigt die Entwicklung präventiver Behandlungen.
Wird die Blutprobe zum neuen Standard?
Experten sehen in den Bluttests einen Wendepunkt. Sie werden etablierte Verfahren zunächst ergänzen, könnten sie langfristig aber weitgehend ersetzen. Die Forschung arbeitet bereits an der nächsten Stufe: der Kombination von Biomarker-Daten mit weiteren biologischen Ebenen für hochpersonalisierte Risikoprofile.
Auch wenn die Testergebnisse stets im Gesamtkontext durch einen Arzt bewertet werden müssen, ist die Botschaft klar: Der Kampf gegen Alzheimer beginnt jetzt früher und mit viel präziseren Werkzeugen.
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