Alsergrund: Historischer Mangel an Premium-Mietwohnungen
06.01.2026 - 08:45:12Der Wiener Bezirk Alsergrund startet mit einem historischen Nachfrageüberhang bei Premium-Mietwohnungen ins Jahr 2026. Besonders rund um das AKH und die Universität Wien ist das Angebot massiv verknappt. Neue Marktberichte bestätigen die angespannte Lage.
Während in Wien noch Feiertagsruhe herrscht, bereiten sich Makler auf einen stürmischen Start vor. Analysen zeigen: Der prognostizierte Neubau-Einbruch ist Realität. Im prestigeträchtigen 9. Bezirk tendiert die Leerstandsquote in Top-Lagen gegen Null.
Fertigstellungszahlen auf historischem Tief
Die Kernursache ist ein drastischer Rückgang bei Neubau-Fertigstellungen. 2026 verzeichnet den geringsten Zuwachs an Mietflächen seit über einem Jahrzehnt. Branchenschwergewichte wie EHL Immobilien hatten diese Entwicklung bereits vorhergesagt.
Die durchschnittlichen Angebotsmieten in Wien stiegen im Jahresvergleich um knapp zehn Prozent und überschritten die Marke von 20 Euro pro Quadratmeter. Im Premium-Segment des Alsergrunds liegen die Preise teils deutlich höher. Viele geplante Mietprojekte wurden verschoben oder in Eigentumswohnungen umgewandelt.
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Servitenviertel und AKH-Umgebung als Epizentren
Besonders betroffen sind die Mikro-Lagen rund um das Servitenviertel und die Achse Währinger Gürtel/AKH. Die Mischung aus Altbauflair und Nähe zu Spitzenmedizin macht diese Gegenden traditionell begehrt – 2026 hat sich die Dynamik jedoch verschärft.
Laut Analysten werden sanierte Altbauwohnungen und Neubau-Erstbezüge oft “unter der Hand” vergeben, bevor sie online erscheinen. Ein neues Inserat in der Rögergasse generiert binnen 48 Stunden hunderte Anfragen. Besonders gefragt sind 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen mit Balkon oder Loggia.
Ärzte und internationale Studenten im Wettbewerb
Wer treibt die Preise? Zwei kaufkräftige Gruppen konkurrieren direkt: Mediziner und internationale Studierende. Die Nähe zum AKH und zur Medizinischen Universität zieht Ärzte und Pflegepersonal an.
Gleichzeitig drängen vermehrt internationale Fachkräfte und wohlhabende Studierende auf den Markt. Sie sind bereit, Premium-Mieten zu zahlen. Die steigende Zahl an Serviced Apartments deckt den Bedarf an unbefristeten Mietverhältnissen für Jungmediziner und Uni-Angestellte nicht. Selbst unsanierte Bestandswohnungen erreichen heute Preise, die vor zwei Jahren undenkbar waren.
Innenbezirke entkoppeln sich vom Markt
Die Lage im Alsergrund ist symptomatisch für eine Zweiteilung des Wiener Marktes. Während Randbezirke moderate Steigerungen verzeichnen, entkoppeln sich die Innenbezirke zunehmend.
2026 ist von einer klaren Knappheitspsychologie geprägt. Die Baukostenkrise der Vorjahre schlägt nun voll auf das Angebot durch. Marktbeobachter sehen Parallelen zu Entwicklungen in München oder Zürich, wo Zentrumsnähe zum Luxusgut wurde. Die Zurückhaltung großer Investoren bei Neubauprojekten rächt sich nun.
Wann kommt die Entspannung?
Für Wohnungssuchende bleibt die Perspektive herausfordernd. Experten gehen davon aus, dass die Mietpreise 2026 auf dem Hochplateau verharren oder sogar noch leicht steigen werden.
Eine spürbare Entspannung durch neue Großprojekte wird frühestens 2027 oder 2028 erwartet. Bis dahin raten Makler zu schnellen Entscheidungen und Kompromissbereitschaft bei der Ausstattung. Die Verweildauer attraktiver Inserate liegt auf einem Rekordtief. Der Kampf um den Alsergrund dürfte das dominierende Thema des Wiener Immobilienfrühlings bleiben.
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