Allianz-Studie, Burnout-Gefahr

Allianz-Studie: Burnout-Gefahr steigt in deutschen Chefetagen

14.01.2026 - 02:40:12

Deutsche Führungskräfte stehen durch neue Geschäftsrisiken unter extremem Druck. Leadership-Resilienz wird laut Studie zur strategischen Überlebenskompetenz für Unternehmen.

Eine Welle neuer Geschäftsrisiken setzt Deutschlands Manager unter enormen Druck und erhöht die Burnout-Gefahr deutlich. Das zeigt der aktuelle Allianz Risk Barometer 2026. Für Personalabteilungen wird die psychische Gesundheit der Führungskräfte damit zur strategischen Überlebensfrage.

Der Risikoreport benennt Betriebsunterbrechungen und geopolitische Unsicherheiten als größte Sorgen deutscher Unternehmen. Für Führungskräfte bedeuten diese Makro-Risiken Dauer-Krisenmanagement, extremen Entscheidungsdruck und die Aufgabe, Teams durch unberechenbare Zeiten zu steuern. Die Verantwortung, dabei Stabilität zu wahren und gleichzeitig ambitionierte Ziele zu erreichen, schafft einen perfekten Nährboden für chronischen Stress und Erschöpfung. Die Studie prognostiziert für 2026 eine weitere Zunahme dieses Drucks – mit direkten Folgen für die mentale Gesundheit in den Vorstandsetagen.

Leadership-Resilienz wird zur Überlebenskompetenz

Als Antwort auf diese Belastungen rückt Leadership-Resilienz in den Fokus. Es geht um mehr als Stressbewältigung: Resilienz ist die Fähigkeit, in hochgradig unsicheren Situationen handlungsfähig, ausgeglichen und orientierungsgebend zu bleiben. Diese Kernkompetenz schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern vermittelt dem gesamten Team Stabilität. Die gute Nachricht: Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft, sondern lässt sich systematisch trainieren. In einer von Umbrüchen geprägten Zeit wird sie zur entscheidenden strategischen Ressource.

Personalabteilungen müssen umdenken

Die Hauptverantwortung für die Stärkung der Führungsresilienz liegt bei den Personalabteilungen. Ihre Rolle wandelt sich vom Administrations- zum strategischen Gestaltungs-Partner. Ein zentraler Schritt ist die Enttabuisierung psychischer Belastungen in der Führungskultur. Manager müssen offen über Überlastung sprechen können, ohne Karrierenachteile zu fürchten.

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Konkrete Maßnahmen sind vertrauliche Coaching-Angebote für Führungskräfte und Schulungen, um Warnsignale für Überlastung frühzeitig zu erkennen. Der Trend für 2026 geht klar weg von reaktivem Eingreifen bei drohender Arbeitsunfähigkeit. Stattdessen setzt man auf eine präventive Logik, die auf kontinuierlicher Leistungsbeobachtung und Risikoindikatoren basiert.

Psychische Gesundheit als harter Wirtschaftsfaktor

Die Dringlichkeit des Themas wird durch den angespannten Arbeitsmarkt verstärkt. Bei Fachkräftemangel können sich Unternehmen den Verlust von Leistungsträgern durch Burnout nicht mehr leisten. Psychische Gesundheit beeinflusst Innovationskraft, Qualität und Kundenbindung direkt. Umfragen zeigen zudem, dass insbesondere jüngere Mitarbeiter bereit sind zu kündigen, wenn die Arbeit ihre Gesundheit gefährdet. Ein proaktives Gesundheitsmanagement macht Unternehmen also nicht nur resilienter, sondern auch attraktiver im Kampf um Talente.

2026 wird zum Lackmustest für die Unternehmenskultur

Das laufende Jahr wird für viele Firmen zur Bewährungsprobe ihrer Personalstrategie. Die Fähigkeit, ein psychisch gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen, wird über den nachhaltigen Erfolg entscheiden. Investitionen in Resilienz-Programme und ganzheitliche Gesundheitskonzepte werden stark zunehmen. Der Fokus verschiebt sich darauf, Führungskräfte auch als Manager psychosozialer Risiken zu verstehen und zu qualifizieren. Langfristig setzt sich jene Haltung durch, die Arbeit so gestaltet, dass sie Menschen und Unternehmen gleichermaßen trägt.

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