Alle reden wieder über die Sex Pistols: Warum der Kult-Punk jetzt ein Comeback im Internet feiert
11.01.2026 - 04:11:41Du dachtest, die Sex Pistols gehören nur in den Geschichtsunterricht der Musik? Falsch gedacht. Der Kult-Punk aus London ballert sich gerade wieder in Feeds, Playlists – und in die Köpfe einer neuen Generation.
Ob auf TikTok, in Dokus oder in Retro-Playlists: Der Name Sex Pistols taucht ständig auf. Zeit, dir den ultimativen Überblick zu geben – mit den wichtigsten Songs, dem Internet-Hype und dem Stand bei möglichen Live-Shows.
Das läuft gerade auf Repeat: Die aktuellen Hits
Die Sex Pistols droppen zwar keine neuen Singles mehr, aber ein paar Songs drehen immer wieder ihre Ehrenrunde in Playlists, Serien und Social Clips – richtige Gänsehaut-Klassiker, die sich wie ein Punk-Ohrwurm ins Hirn brennen.
- "Anarchy in the U.K." – der absolute Signature-Track. Aggressiv, roh, null Kompromisse. Genau der Song, der in Dokus, Sport-Clips und Fan-Edits immer wieder aufpoppt.
- "God Save the Queen" – einst Skandal, heute Kult. Ein bitterböser Kommentar auf das Establishment, der immer wieder zu Protest-Videos, politischen Reels und edgy TikToks recycelt wird.
- "Pretty Vacant" – der vielleicht unterschätzteste Ohrwurm der Band. Etwas melodischer, aber immer noch mit dieser "Alles ist egal"-Attitüde, die perfekt zu Coming-of-Age- und Retro-Montagen passt.
Vom Sound her bekommst du genau das, was du von einer der einflussreichsten Punkbands erwartest: raue Gitarren, rotzige Vocals, null Perfektion – dafür pure Energie. Kein Hochglanz, kein Autotune, nur Attitüde pur.
Auf Streaming-Plattformen werden vor allem diese drei Tracks immer wieder nach oben gespült – dank Dokus, Playlists wie "Punk Classics" und natürlich Social-Media-Edits, die den alten Songs neuen Kontext geben.
Das Netz feiert: Sex Pistols auf TikTok & Co.
Die Sex Pistols waren da, bevor Social Media überhaupt eine Idee war – und trotzdem bekommen sie gerade online eine zweite Jugend. Vor allem auf TikTok landen ihre Songs in nostalgischen Edits, rebellischen Clips und Retro-Ästhetik-Videos.
Auf Reddit und in Foren sind die Vibes gemischt, aber spannend: Ältere Fans schwelgen in Nostalgie, erzählen von legendären Skandalen und wie die Band ihr Leben verändert hat. Jüngere User entdecken die Pistols über Serien, Filme oder den Soundtrack von Eltern-Playlists – und feiern den kompromisslosen Vibe ohne Filter.
Die generelle Stimmung: Nostalgie + Respekt. Kein Hype wie bei einem neuen Popstar-Drop, eher so ein kultiger Dauerbrenner, der immer wieder viral aufflackert. Dazu kommen Dokus, Biopics und Clips, die das Chaos hinter der Band neu erzählen und für frische Faszination sorgen.
Willst du sehen, was die Fanbase gerade postet? Hier geht's zum Hype:
Tipp: Such auf TikTok nach Clips mit "Anarchy in the U.K." oder "God Save the Queen" – du wirst überrascht sein, wie oft der alte Punk plötzlich unter Skate-Videos, Fashion-Clips oder Protest-Reels auftaucht.
Erlebe Sex Pistols live: Tour & Tickets
Die unangenehme Wahrheit zuerst: Aktuell sind keine offiziellen Tourdaten oder eine reguläre Tour der Sex Pistols angekündigt. Es gibt immer wieder Gerüchte um Reunions, Jubiläums-Shows oder Special-Auftritte, aber derzeit ist nichts Fixes bestätigt.
Gerade deshalb ist die Fanbase gespalten: Die einen hoffen noch auf ein letztes großes Live-Erlebnis, die anderen glauben, dass die wilden Zeiten endgültig Geschichte sind. Was sicher ist: Die meisten Live-Vibes bekommst du gerade über alte Konzertmitschnitte, TV-Auftritte und rare Clips auf YouTube.
Wenn du auf ein mögliches Comeback oder Special-Projekte lauern willst, solltest du die offizielle Seite im Auge behalten – hier werden News zuerst landen:
Hier alle offiziellen News & mögliche Tickets checken
Wenn sich doch noch ein Reunion-Gig oder ein einmaliges Event ankündigt, wirst du es höchstwahrscheinlich zuerst über diese Seite, große Musikmedien oder Social Media mitbekommen. Also: Alerts an, Augen offen halten.
Wie alles begann: Die Story hinter dem Erfolg
Die Sex Pistols wurden Mitte der 70er in London gegründet – mitten in einer Zeit, in der viele Kids frustriert von Politik, Wirtschaft und der steifen Rockwelt waren. Genau in diese Lücke stießen sie mit einem Sound, der alles wegfegte, was vorher als "normal" galt.
Mit Frontmann Johnny Rotten (John Lydon), Gitarrist Steve Jones, Drummer Paul Cook und später Bassist Sid Vicious wurde aus einer chaotischen London-Band ein globales Symbol für Rebellion. Ihre Auftritte waren kurz, heftig, teilweise katastrophal – und genau das war der Punkt.
Ihr einziges Studioalbum, "Never Mind the Bollocks, Here's the Sex Pistols", gilt heute als eines der einflussreichsten Punk-Alben überhaupt. Trotz – oder gerade wegen – der Skandale um TV-Auftritte, zensierte Songs und politische Provokation katapultierte sich die Band auf die Titelseiten der Presse.
Charts, Verbote, Boykotte – alles dabei. "God Save the Queen" wurde von großen Radiosendern damals gemieden und war gleichzeitig ein Megahit. In mehreren Ländern erreichte das Album hohe Chartplatzierungen und wurde über die Jahre mit Gold- und Platin-Auszeichnungen geehrt.
Doch der Erfolg war so explosiv wie kurz: Interner Streit, Drogenprobleme, Skandale – die Band zerlegte sich quasi selbst. Genau dieses kurze, brutale Aufflammen trägt aber massiv zum Kultstatus bei. Statt einer endlosen Karriere blieb eine Legende, die bis heute nachwirkt.
Später folgten immer wieder Reunion-Konzerte, Jubiläums-Touren und neue Auswertungen des Erbes – von Boxsets bis hin zu Serien und Dokus, die den jungen Fans erklären, warum diese Band in so kurzer Zeit so viel verändert hat.
Fazit: Lohnt sich der Hype?
Wenn du auf perfekt produzierte Pop-Hooks wartest, sind die Sex Pistols nicht deine Band. Wenn du aber Bock auf rohe Energie, maximalen Kultfaktor und Songs hast, die wie ein Schlag ins Gesicht klingen – dann musst du sie kennen.
Der aktuelle Hype ist weniger ein klassischer Mainstream-Boom, sondern eher ein Dauer-Revival: Die Songs tauchen in Playlists auf, der Look in Fashion-Trends, der Attitüde in Memes und Protest-Content. Die Pistols sind zu einem Symbol geworden – für "Ich mach nicht mit".
Für neue Hörer:innen ist die Einstiegsliste simpel:
- Starte mit "Anarchy in the U.K." für den vollen Adrenalin-Kick.
- Dann "God Save the Queen" für den Skandal-Vibe.
- Und danach "Pretty Vacant" für den Ohrwurm mit Kult-Faktor.
Selbst ohne aktuelle Tour kannst du dir dein eigenes "Live"-Gefühl bauen: Volle Lautstärke, alte Konzertclips streamen, Dokus anwerfen – und verstehen, warum diese Band bis heute als einer der wichtigsten Startpunkte für Punk gilt.
Also: Wenn du das nächste Mal durch TikTok scrollst und irgendwo ein rotziger Gitarrenriff mit "Anarchy" im Hintergrund auftaucht – du weißt jetzt genau, mit wem du es zu tun hast.


